Neues aus der Stiftung EVZ

  1. Lerntool & Wanderausstellung „Unter Druck? Medien & Antisemitismus im NS-Staat & heute“

    Beide Formate sind im Rahmen der Bildungsagenda NS-Unrecht entstanden und vermitteln u.a. Inhalte zu rechten Kontinuitäten, journalistischer Verantwortung und antisemitischen Narrativen. Sie ermöglichen Medienschaffenden diskriminierungsfrei über Judentum und Jüdischsein berichten zu können. Die Ausstellung kann jetzt ausgeliehen werden.

  2. Ausstellungseröffnung in der Gedenkstätte Sachsenhausen

    Anlässlich des 81. Jahrestags der Befreiung von Sachsenhausen wurde die Ausstellung „Verflochtene Geschichten. Nachkommen erzählen“ eröffnet, die im Rahmen des Bildungsagenda-Projekts „Welche Stimme haben wir?“ entstanden ist. Bogdan Bartnikowski, in der Mitte des Fotos, war vor Ort. Er zählt zu den letzten Holocaust-Überlebenden.

  3. Verachtet – verfolgt – vergessen: Digitales Lernportal zur NS-Gesundheitspolitik

    Wer waren die Menschen, die das NS-Regime als „erbbiologisch und sozial minderwertig“ stigmatisierte? Das neue interaktive Lernportal des Lernorts Sozialdorf Herzogsägmühle gibt ihnen eine Stimme. In den Lernmodulen erzählen Überlebende und ihre Nachkommen ihre Geschichten und machen die Grausamkeit der NS-Gesundheitspolitik erfahrbar.

  4. Drei Fragen an... Content Creator Rafid Kabir

    Rafid Kabir erstellt Content zu politischer Bildung und Demokratiebildung auf TikTok und Instagram. In seinen Videos spricht er über Themen wie Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung und andere gesellschaftlich relevante Fragen. Für die Bildungsagenda NS-Unrecht stellt er ausgewählte Projekte und Themen auf Instagram und TikTok vor.

  5. Solidarität mit Memorial

    Die Menschenrechtsorganisation Memorial ist durch das Oberste Gericht der Russischen Föderation als „extremistisch“ eingestuft worden. Das stellt einen weiteren, schweren Einschnitt für die Zivilgesellschaft in Russland dar, die unverzichtbar sind für Erinnerung, Aufklärung und eine offene Gesellschaft.

  6. Filmtipps: Antiziganismus und NS-Verfolgung von Sinti:ze und Rom:nja

    „Nebel im August“ begleitet einen jenischen Jugendlichen, der Opfer der sogenannten NS-„Euthanasie“ wird. „Zirkuskind“ und „Wesley schwimmt“ thematisieren heutige Vorurteile gegenüber Rom:nja. „Django – Ein Leben für die Musik“ porträtiert den Sinto-Jazzmusiker Django Reinhardt. Alle Filme sind im Filmpool des Augen auf-Kinotags zu entdecken!

  7. Botschaften der Solidarität: Postkartenaktion der Stiftung EVZ beim Cafe Kyiv 2026

    Beim Cafe Kyiv konnten persönliche Botschaften an Menschen in der Ukraine und an sogenannte Dritte Orte gesendet werden. Diese im Programm YeMistechko geförderten Orte wie Museen oder Kulturhäuser sind Orte der Begegnung und des Austauschs. Eine Jury hat die Förderung von 14 neuen und vier laufenden Projekten als Dritte Orte empfohlen.

  8. Neue Ausschreibung: ILGA-Europe unterstützt LGBTIQ-Organisationen in der Ukraine

    ILGA-Europe unterstützt im Rahmen einer neuen Ausschreibung der Stiftung EVZ vier LGBTIQ-Organisationen in der Ukraine mit jeweils 50.000 Euro von Juni 2026 bis Mai 2028. Ziel ist die nachhaltige Stärkung der Zivilgesellschaft und des institutionellen und sozialen Engagements der LGBTIQ-Bewegung in der Ukraine. Bis zum 12.04.2026 bewerben!

  9. Auszeichnung für Engagement gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz

    „Informiert, couragiert, engagiert!“ wurde mit einem Sonderpreis des DEI Corporate Excellence Awards für gesellschaftliche Verantwortung und Erinnerungskultur geehrt. Seit 2022, zunächst innerhalb der Bildungsagenda NS-Unrecht, realisiert die Stiftung EVZ mit dem Projekt Bildungsangebote zu Antisemitismusprävention in der Arbeitswelt.

  10. Drei Fragen an... Estera Stan, Projektleitung „Gemeinsam sind wir stärker“

    Estera Stan berichtet über das EVZ-geförderte Projekt und den gleichnamigen Film „Gemeinsam sind wir stärker“: Sie betont die Bedeutung von Sichtbarkeit des Aktivismus von Sinti:ze und Rom:nja, insbesondere die der Frauen. Im Film sprechen Frauen aus den Communities über ihre aktivistische Arbeit, die kaum beleuchtet wird.

Interviews

In unserer Interviewreihe “3 Fragen an…” berichten Projektträger und Partner:innen, was ausgewählte Förderansätze aus ihrer Sicht vor Ort bewirken - und bieten Hintergründe zu aktuellen Themen.

Jetzt Hintergründe entdecken!

Unsere Termine

Unsere Termine


  1. Ausstellungen auf Tour

    Die Wanderausstellung „trotzdem da!“ der Gedenkstätte Lager Sandbostel erzählt die Lebensgeschichten von Kindern, die während des Zweiten Weltkriegs oder in der frühen Nachkriegszeit aus sogenannten verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter:innen hervorgingen. Damit rückt sie bislang wenig beachtete biografische Erfahrungen in den Fokus und ist bis 1. Juli 2026 in der Gedenkstätte Gestapokeller und Augustaschacht e.V. zu sehen. Weitere Tour-Termine stehen bereits fest.


  2. Ausstellungen auf Tour

    Die mobile Ausstellung „In Echt? – Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen“ der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte ermöglicht eine immersive Auseinandersetzung mit den Lebensgeschichten von NS-Überlebenden. Mithilfe digitaler Formate und dem Einsatz von VR-Brillen werden neue, zukunftsorientierte Zugänge zu Erinnerung geschaffen und Fragen nach Vermittlung und Authentizität reflektiert. Die Ausstellung ist vom 2. Mai bis 4. Oktober 2026 im Jüdischen Museum in Schwedt zu sehen.

  3. Filmtipp

    Der Dokumentarfilm DAS UNGESAGTE setzt sich mit dem langen Schweigen in Deutschland nach 1945 über Beteiligung und Mitverantwortung am NS-Regime auseinander. Im Zentrum stehen persönliche Erinnerungen, die bis in die Gegenwart nachwirken, sowie die Perspektiven jüdischer Überlebender. Der Film entstand unter der Regie von Patricia Hector und Lothar Herzog und wurde im Rahmen des gleichnamigen Bildungsagenda-Projekts gefördert.
    Bundesweit ist er weiterhin in ausgewählten Kinos zu sehen. Am 8. Mai, dem Tag der Befreiung und dem Ende des Zweiten Weltkriegs, wird der Film in Berlin im Bali Kino gezeigt. Ergänzend zum Kinoprogramm bietet das Projekt auch Workshops zum Film für Schulen, Bildungseinrichtungen und Organisationen an, die individuell angefragt werden können.

  4. NETTZ.Gespräch

    Im Rahmen eines Kooperationsprojekts haben sich Das NETTZ und die Stiftung EVZ gemeinsam mit Expert:innen der historisch-politischen Bildung in einem Werkstattprozess mit Geschichtsrevisionismus in digitalen Räumen beschäftigt. Im Fokus stand die Frage, wie historisch-politische Bildungsarbeit auf Social Media gestärkt werden kann, um Geschichtsrevisionismus wirksam entgegenzutreten.
    Am 13. Mai stellen wir erste Erkenntnisse sowie Vorschläge für einen praxisorientierten Leitfaden vor und laden zur gemeinsamen Diskussion ein.

  5. Workshop

    Die Touro University Berlin und das Internationale Auschwitz Komitee laden zu einer besonderen Erinnerungswerkstatt in die Gedenkstätte Deutscher Widerstand ein: Im Mittelpunkt stehen über 50 Zeitzeug:innengespräche mit Holocaust-Überlebenden und ihren Familien aus Polen, Deutschland, Israel, Belgien und der ehemaligen Sowjetunion – geführt im Rahmen des Bildungsagenda-Projekts „Wirkung der Wiedergutmachung“.
    Die Werkstatt von 14:00 bis 17:30 Uhr richtet sich an Multiplikator:innen der historisch-politischen Bildung, Lehrkräfte sowie Fachkräfte in Gedenkstätten und Bildungseinrichtungen. Um 18 Uhr wird das Buch „Die Wirkung der Wiedergutmachung. Internationale Perspektiven auf die Erfahrungsgeschichte der deutschen Entschädigung für nationalsozialistisches Unrecht“ öffentlich vorgestellt.


  6. Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

    Im Rahmen des Programms „JUGEND erinnert vor Ort & engagiert" kehrt das internationale und interdisziplinäre Erinnerungs- und Performanceprojekt „Sound in the Silence – Raise your Voice" im Juni in die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück zurück. In dieser Ausgabe entwickeln Studierende der Freien Universität Berlin und der Hochschule Coburg gemeinsam mit Künstler:innen verschiedener Disziplinen eine Performance. Ausgangspunkt ist die Lebensgeschichte der Ravensbrück-Überlebenden Emmie Arbel, die von Barbara Yelin in der Graphic Novel „Die Farbe der Erinnerung" festgehalten wurde.

    Die öffentlichen Abschlussperformances finden am 19. Juni um 17 Uhr sowie am 20. Juni um 11 Uhr in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück statt. Im Anschluss sind alle Zuschauer:innen herzlich zu einem kurzen Nachgespräch mit den Performer:innen eingeladen.


  7. Junges Engagement

    Die Civic Action Summer School der Stiftung EVZ bringt engagierte junge Menschen aus ganz Europa in Weimar zusammen. Sie bietet Raum, um sich mit Fragen von Demokratie, Erinnerungskultur und zivilgesellschaftlichem Engagement auseinanderzusetzen – und eigene Initiativen gezielt weiterzuentwickeln. Angesichts wachsender Herausforderungen für demokratische Zivilgesellschaften in Europa setzt die Summer School auf praxisnahes Empowerment: In Workshops und im Austausch mit anderen Teilnehmenden werden Kompetenzen in Projektdesign, Umsetzung und Kommunikation gestärkt.
    Du bist zwischen 18 und 35 Jahre alt, aus Europa, hast erste Engagementerfahrungen und Lust auf eine inspirierende Woche zum Thema Civic Action?

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