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Veranstaltungsliste


  1. Ausstellungen auf Tour

    Die Wanderausstellung „trotzdem da!“ der Gedenkstätte Lager Sandbostel erzählt die Lebensgeschichten von Kindern, die während des Zweiten Weltkriegs oder in der frühen Nachkriegszeit aus sogenannten verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter:innen hervorgingen. Damit rückt sie bislang wenig beachtete biografische Erfahrungen in den Fokus und ist bis 1. Juli 2026 in der Gedenkstätte Gestapokeller und Augustaschacht e.V. zu sehen. Weitere Tour-Termine stehen bereits fest.


  2. Ausstellungen auf Tour

    Die mobile Ausstellung „In Echt? – Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen“ der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte ermöglicht eine immersive Auseinandersetzung mit den Lebensgeschichten von NS-Überlebenden. Mithilfe digitaler Formate und dem Einsatz von VR-Brillen werden neue, zukunftsorientierte Zugänge zu Erinnerung geschaffen und Fragen nach Vermittlung und Authentizität reflektiert. Die Ausstellung ist vom 2. Mai bis 4. Oktober 2026 im Jüdischen Museum in Schwedt zu sehen.

  3. Filmtipp

    Der Dokumentarfilm DAS UNGESAGTE setzt sich mit dem langen Schweigen in Deutschland nach 1945 über Beteiligung und Mitverantwortung am NS-Regime auseinander. Im Zentrum stehen persönliche Erinnerungen, die bis in die Gegenwart nachwirken, sowie die Perspektiven jüdischer Überlebender. Der Film entstand unter der Regie von Patricia Hector und Lothar Herzog und wurde im Rahmen des gleichnamigen Bildungsagenda-Projekts gefördert.
    Bundesweit ist er weiterhin in ausgewählten Kinos zu sehen. Nächster Stop ist das Delphi Lux Kino in Berlin am 7. Juli!


  4. Veranstaltungshinweis

    Wie wollen wir heute an Menschen erinnern, die während der NS-Zeit ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden?
    Diese Frage steht im Mittelpunkt des Fests der Vielfalt – einem Nachmittag auf dem Gelände der ehemaligen Landesirrenanstalt Domjüch, der historisches Erinnern mit kreativer Auseinandersetzung, Begegnung und Beteiligung verbindet. Jugendliche aus der Region haben sich mit der Geschichte der ehemaligen Landesirrenanstalt beschäftigt und in Zusammenarbeit mit Künstler:innen zeitgemäße Formen des Erinnerns geschaffen.


  5. Dekoder-gGmbH

    Letzter Halt: Flossenbürg
    Das crossmediale Projekt „Letzter Halt: Flossenbürg“ widmet sich der Geschichte der heute teilweise nicht mehr existierenden Eisenbahnstrecke von Weiden nach Flossenbürg in der Oberpfalz. Seit 1938 wurde sie für den Transport von Zehntausenden KZ-Häftlingen sowie für den Abtransport der Erzeugnisse ihrer Zwangsarbeit genutzt. Die Strecke Weiden–Flossenbürg entwickelte sich zu einer der wichtigsten Verbindungen zwischen dem KZ-Flossenbürg und anderen Lagern.

  6. Volkshochschule Meppen gGmbH

    Spuren der Nachbarn sichtbar machen
    Wir erforschen die Rolle des Bahnhofs Meppen in der NS-Zeit: als Deportationsstelle für Juden, Sinti und Roma, als Ankunftsort von Zwangsarbeitern, Häftlingen und Kriegsgefangenen sowie als Umstiegsbahnhof zu privaten Bahnen. Unser Projekt macht diese Spuren sichtbar: durch biografisches Storytelling, interaktive Karten, Ausstellungen, Installationen und Workshops. Fotos und Quellen aus Archiven sowie Beiträge von Geschichtswerkstätten und Initiativen fließen in digitale und analoge Bildungsmaterialien ein. Studentische Hilfskräfte und Historiker vertiefen die Forschung zur Reichsbahn und lokalen Bahngesellschaften. Formate wie Führungen, Kreativ-Workshops, Vorträge und Diskussionen binden die Öffentlichkeit ein. Ziel ist es, politische Bildung niedrigschwellig zu vermitteln, lokale Geschichte zugänglich zu machen und die Nachgeschichte sowie den Umgang mit Erinnerungsorten kritisch zu beleuchten als auch die Reflexion anzustoßen.