EVZ Conversations

EVZ Conversations! ist ein Gesprächsformat und eine Veranstaltungsreihe der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft – digital und vor Ort. Es bringt Menschen in Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft, aus den Netzwerken der Stiftung EVZ in Deutschland, Mittel- und Osteuropa und Israel zusammen – in öffentlichen Diskussionsveranstaltungen, Hintergrund- und Fachgesprächen oder in kreativen und künstlerischen Formaten.

„Never again and again and again“ – Gefährdet KI die Erinnerung an den Holocaust?

Diskussionsveranstaltung in Kooperation mit dem Museum für Kommunikation Berlin

Gefälschte, von künstlicher Intelligenz generierte Bilder des Holocaust überschwemmen zunehmend die sozialen Medien. Selbst für Expert:innen wird es schwieriger, authentische Aufnahmen von manipulierten Inhalten – sogenannten „KI Slops“ – zu unterscheiden. Die Stiftung EVZ lädt anlässlich dazu am 22. September zu einem öffentlichen Gespräch ins Museum für Kommunikation ein. Gemeinsam mit Expertinnen diskutieren wir, wie Algorithmen die Verbreitung gefälschter Inhalte maßgeblich mitsteuern, mit welchen Ansätzen die historisch-politische Bildung auf diese Herausforderung reagiert und welche Hoffnungen auf dem neuen EU AI Act liegen.

Es diskutieren:

Eva Berendsen
Leitung Kommunikation / Politische Bildung im Netz bei der Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt/Main.

Mina Saidze
Tech-Managerin, KI-Expertin, Autorin, Gründerin und LinkedIn Top Voice.

Moderation: Katrin Kowark, Leitung Kommunikation, Stiftung EVZ.

Wann: 22. September 2026, 18 Uhr
Wo: Museum für Kommunikation Berlin, Leipziger Straße 16, 10117 Berlin.

Anmeldung unter: https://eveeno.com/neveragain

Es diskutieren:

  • © Bildungsstätte Anne Frank / Felix Schmitt

    Eva Berendsen

    Leitung Kommunikation / Politische Bildung im Netz bei der Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt/Main

  • © Dagmara Musial

    Mina Saidze

    Tech-Managerin, KI-Expertin, Autorin, Gründerin und LinkedIn Top Voice

  • © Stiftung EVZ

    Katrin Kowark

    Leitung Kommunikation, Stiftung EVZ (Moderation)

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"Ma Bistrass! - Gegen das Vergessen!" in Krakau 1.-22. August

Vernissage am 1.8. im Potocki-Palast am Krakauer Hauptmarkt

Mit Teilnahme des Parlamentarischen Staatssekretärs Michael Brandt, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland, sowie mit dem Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose.

Freier Eintritt mit Anmeldung Kup bilet - Otwarcie wystawy Ma Bistrass! Nie zapomnij! | KBF: BILETY | Wydarzenia w Krakowie

Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache mit Simultanverdolmetschung ins Polnische statt. 

Der Fotograf Luigi Toscano setzt seine Suche nach überlebenden Sinti:ze und Rom:nja weltweit fort, um sie zu porträtieren und ihre Persönlichkeit sowie ihre Widerstandskraft in seinen Fotografien festzuhalten.

Nach Paris, Berlin und Prag wird „Ma Bistrass!“ nach Krakau im Rahmen des Jubiläums KEINE ZEIT ZU VERGESSEN der Stiftung EVZ gezeigt. In Krakau wird diese einzigartige Ausstellung vom 1. bis zum 22. August 2026 im Planty-Park der Öffentlichkeit präsentiert, in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Krakau, dem Deutschen Generalkonsulat, der Stadt Krakau, dem Krakauer Festivalbüro „KBF“ sowie den Medienpartnern Radio Krakau, TVP Info und TVP 3 Krakau.

Ma Bistrass! - Gegen das Vergessen! Welchen Beitrag kann Kunst und Kultur leisten, um an den Genozid an den Rom:nja und Sinti:ze zu erinnern?

27.5. 18:00 Uhr 

Goethe Institut Prag

Freier Eintritt im Rahmen des Khamoro Festivals 

Wie kann Kunst und Kultur zur Erinnerung an den Genozid an Rom:nja und Sinti:ze beitragen – und was vermag sie, was reine historische Bildungsarbeit allein nicht leisten kann? 

Strukturelle Diskriminierung der Minderheit der Rom:nja und Sinti:ze, politische Verschiebungen sowie sinkende öffentliche Fördermittel sind Realität in ganz Europa, die große Hürden für Erinnerungs- und Kulturarbeit darstellen. 

Roma-geführte Kulturprojekte und Festivals wie Khamoro zeigen eindrucksvoll, wie Mehrheitsgesellschaften erreicht und Wahrnehmungen nachhaltig verändert werden können. Doch wie weit reicht diese Wirkung tatsächlich? Kann Kunst gesellschaftliche Einstellungen verändern – oder spricht sie vor allem ein bereits sensibilisiertes Publikum an? 

Diese Kooperationsveranstaltung zwischen der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft und dem Goethe-Institut bringt deutsche und tschechische Akteure aus Zivilgesellschaft und Kultur zusammen und lädt dazu ein, gemeinsam zu reflektieren, zu diskutieren und neue Perspektiven für eine inklusive und zukunftsorientierte Erinnerungskultur zu entwickeln.

Es diskutieren:

Luigi Toscano, UNESCO Artist for Peace und Fotograf

Dr. Andrea Despot, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft

Claudie Laburdová, Slovo 21 Leiterin der Roma-Frauengruppe Manushe

Ladislav Mucha, Künstler 


Moderation: Viola Jakschová 

Where is our land? – ein belarussischer Abend mit dem Volny Chor

Wenn Musik zum Protest wird - ein Konzertabend mit anschließender Diskussion mit Vertreterinnen der belarussischen Diaspora. 

Wann: 3. Dezember 2025, 19 Uhr
Wo: St.-Bartholomäuskirche, Friedenstraße 1, 10249 Berlin (M4, Bus 200 Am Friedrichshain/Greifswalder Str.)
Eintritt frei

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt - hier geht es zur Anmeldung
Hinweis: Eine Anmeldung ist nicht notwendig, aber aus organisatorischen Gründen erwünscht. 

Nach dem einstündigen Konzert laden wir zu einer kurzen Podiumsdiskussion mit Teilnahme der Chorleiterin des Volny Chors, Galina Kasimirowskaja, mit der Erinnerungsforscherin, Fotografin und Essayistin Olga Bubitsch, sowie der ehemaligen EVZ-Fellow Mascha, Projektkoordinatorin beim Bildungskollektiv Educat. Das Gespräch wird moderiert durch Mascha Wilke, Leiterin der EVZ Academy.  

Der Volny-Chor ist eine kulturelle Protestbewegung in Belarus, die als Reaktion auf die Massenproteste im August 2020 in der Republik Belarus entstanden ist. Die Proteste wurden von den Sicherheitskräften des Landes mit einer Welle der Gewalt beantwortet.

Professionelle Musiker:innen versammelten sich auf den Stufen der Philharmonie in Minsk, weil sie nicht länger schweigen konnten. Sie traten mit einem musikalischen Appell an das Volk auf und sangen die wichtigste Hymne der Belarus:innen – Magutny Bozha (Allmächtiger Gott) –, um ihre Solidarität mit den Geschehnissen und ihre Einheit mit der Zivilgesellschaft und den Demonstrant:innen zu bekunden. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, dass dieser emotionale Impuls zu einer Bewegung führen würde. Verschiedene Musiker:innen, Instrumentalist:innen, Sänger:innen, Komponist:innen, Amateurchöre und Einzelpersonen schlossen sich an. Musik wurde zu einem verbindenden Element für völlig unterschiedliche Menschen. 

Alle Aktivitäten des Volny-Chors sind streng anonym. Niemand weiß, wer diese Menschen sind, die aus dem Nichts auftauchen und wieder verschwinden. Die Teilnehmer:innen dürfen nicht über ihre Teilnahme am Chor sprechen. Ausschließlich die Chorleiterin verzichtet auf die Anonymität und trägt die Verantwortung für das Ensemble.
Der Volny-Chor hat wiederholt Repressionen und Verfolgungen erlebt: Mindestens 30 Personen wurden verhaftet, der Chor wurde verfolgt, es gab Razzien bei Proben, Einschüchterungen und Drohungen. Aber trotz allem lebt der Volny-Chor weiter, er hat Anhänger:innen in verschiedenen Stadtteilen von Minsk, in anderen Städten von Belarus und in verschiedenen Ländern.

Viele Sänger:innen des Volny Chors mussten aus Belarus fliehen. Seit Ende Juni 2021 hat der Chor seinen Sitz in Polen, wo er viele Konzerte und Tourneen organisiert, um über seine historische Vergangenheit, seine Gegenwart und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für das neue freie Belarus zu sprechen.

Volny Chor

We have become a nation without a song, without history, without connection to the past. We felt an abyss: the absence of musical material, absolute ignorance of our patriotic songs and hymns. Therefore the Volny Chor made it its mission to popularize the Belarusian song. We found archives, old editions in Belarus and abroad, made many adaptations and began to expand our repertoire.
Volny Chor

Weitere Folgen

Wie instrumentalisiert Putin die Geschichte im Angriffskrieg gegen die Ukraine? Und vor welchen Herausforderungen steht die Erinnerungsarbeit in Zeiten des Krieges? Um diese und weitere Themen ging es in früheren Folgen der EVZ Conversations!

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Persönliche Daten

Ansprechpersonen

Péter Adamik

Projektkoordination

Tel.: +49 (0)30 25 92 97-18
E-Mail: adamik@stiftung-evz.de

Katrin Kowark

Leitung Kommunikation

Tel.: +49 (0)30 25 92 97-24
E-Mail: kowark@stiftung-evz.de

Maria Wilke

Leitung EVZ Academy

Tel.: +49 (0)30 25 92 97-92
E-Mail: wilke@stiftung-evz.de