Revisited: Czech-German memory and beyond (07/25)

Als Teil der Konferenz “Beyond Crises: Resilience and (In)stability”  widmete sich die Podiumsdiskussion den aktuellen Herausforderungen von Erinnerungskultur. Ausgehend von den deutsch-tschechischen Erinnerungsbeziehungen wurde das Gespräch auf eine internationalere Perspektiven ausgeweitet und auch Künstler:innen und Praktiker:innen der Ausstellung „Voices of Memory“ einbezogen. Wie wirkt die deutsch-tschechische Erinnerungskultur international? Und wo gibt es Berührungspunkte oder Unterschiede zu anderen kulturellen Kontexten des Erinnerns? 

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Olga Bubich

Wenn wir über Erinnerungen sprechen, konzentrieren wir uns sehr oft auf Traumata. Aber in jeder schrecklichen Situation gibt es auch Manifestationen von etwas Gutem, von Solidarität, von Teilen, von der Erfindung von Strategien, wie man sich unter Unterdrückung gegenseitig helfen kann.
Olga Bubich
Erinnerungsforscherin, Fotografin und Essayistin

Die Diskussion begann mit einer Begrüßung durch Prof. Kateřina Králová Ph.D. (Leiterin des Forschungszentrums für Gedächtnisforschung, Karls-Universität & Memory Studies Association), gefolgt von einer kurzen Einführung in die Ausstellung „Voices of Memory“ durch Astrid Schmetterling (leitende Dozentin für visuelle Kulturen, Goldsmiths, University of London) und Nikita Kadan (Künstler). Danach ging es weiter mit der Podiumsdiskussion.

Es diskutierten:

  • Dr. Tomáš Jelínek, Geschäftsführer des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds
  • Dr. Andrea Despot, Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ
  • Olga Bubich, Erinnerungsforscherin, Fotografin und Essayistin
  • Mirta Kupferminc, Künstlerin, Dozentin und Kuratorin

Moderation: Filip Rambousek, Moderator und Journalist

Kooperationspartner:innen

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Memory Studies Association durchgeführt.

Diskutant:innen

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Es bleibt kompliziert? Gemeinsame polnisch-deutsche Geschichte, fragmentierte Erinnerung (04/25)

Gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Institut Warschau und der Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung veranstaltete die Stiftung EVZ einen Gesprächsabend in Warschau mit polnischen und deutschen Expert:innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Im Fokus stand die Auseinandersetzung mit der deutsch-polnischen Erinnerungskultur: Wie steht es um den Prozess der deutsch-polnischen Aussöhnung? Was hat sich in den vergangenen Jahren, mit immer weniger Zeitzeug:innen, aber in einem politisch aufgeladenen Diskurs verändert?

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Dr. Agnieszka Łada-Konefał

Wenn es um den Zustand der deutsch-polnischen Beziehungen im Allgemeinen geht, kann an der Spitze viel Schlimmes passieren. Aber auf der Ebene des gesellschaftlichen Austauschs, der kommunalen Partnerschaften, der gemeinsamen Projekte hat sich im Laufe der Jahre viel getan, unabhängig davon, ob sich die Regierenden getroffen, gesprochen, gemocht, nicht gemocht oder gestritten haben.
Dr. Agnieszka Łada-Konefał
Politikwissenschaftlerin, stv. Direktorin Deutsches Polen-Institut

Die Veranstaltung begann mit einer Begrüßung durch Jakob Meyer (Vorstand, Stiftung EVZ), Prof. Dr. Magdalena Saryusz-Wolska (Direktorin, Deutschen Historisches Institut Warschau) und Jakub Deka (Vorstandsvorsitzender, Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung). Anschließend leitete eine Keynote von Prof. Dr. Klaus Bachmann, Professor für Sozialwissenschaften an der SWPS Universität Warschau, in die Diskussion ein. 

Es diskutierten: 

  • Dr. Agnieszka Łada-Konefał, Politikwissenschaftlerin, Deutschlandforscherin, stv. Direktorin Deutsches Polen-Institut Darmstadt. Autorin zahlreicher Publikationen zu europäischen Politik und deutsch-polnischen Beziehungen
  • Dr. med. Alicja Klich-Rączka, Fachärztin für Geriatrie, Collegium Medicum der Jagiellonen-Universität, langjährige Leiterin einer Ambulanz für ehemalige KZ-Häftlinge
  • Dr. Andreas Kahrs, Historiker, Geschäftsführer der NGO what matters
  • Puneh Abdi, Vorstandsmitglied von democ 

Moderation: Dr. Maria Skóra, Wissenschaftlerin und Publizistin

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut Warschau und mit der Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung durchgeführt.

Diskutant:innen

  • © DPI / Grzegorz Lityński

    Dr. Agnieszka Łada-Konefał

    Politikwissenschaftlerin, Deutschlandforscherin, stv. Direktorin Deutsches Polen-Institut Darmstadt, Autorin zahlreicher Publikationen zu europäischer Politik & deutsch-polnischen Beziehungen

  • © Andrzej Banaś

    Dr. med. Alicja Klich-Rączka

    Fachärztin für Geriatrie, Collegium Medicum der Jagiellonen-Universität, lang-jährige Leiterin einer Ambulanz für ehemalige KZ-Häftlinge

Nie wieder ist jetzt? Gedenken an die Novemberpogrome im Zeichen des erstarkenden Antisemitismus (11/2024)

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es in Berlin, wie im gesamten Deutschen Reich, zur Plünderung, Zerstörung und Verwüstung zahlreicher Synagogen, jüdischer Geschäfte, Wohnungen und Schulen. Mindestens 30.000 Jüd:innen und Juden wurden verhaftet, Hunderte wurden ermordet oder nahmen sich das Leben. Heute, 86 Jahre später, gedenken wir nicht nur an der Opfer dieser schrecklichen Ereignisse, sondern stellen uns auch der Verantwortung, Lehren für die Gegenwart und Zukunft zu ziehen. Wir fragen uns: Wie können wir der wachsenden Bedrohung durch den erstarkenden Antisemitismus begegnen? Und welche Rolle spielen dabei Bildung, Erinnerungskultur und Zivilgesellschaft?

Ruth Maier (1920–1942)

Sie haben uns geschlagen! Gestern war der schrecklichste Tag, den ich je erlebt habe. Ich weiß jetzt, was Pogrome sind, weiß, was Menschen tun können (...).
Ruth Maier (1920–1942)
Tagebucheintrag vom 11. November 1938

Die Veranstaltung wurde durch Dr. Andrea Despot (Vorstandsvorsitzende, Stiftung EVZ) & Alexander Barth (Leiter des Länderbüros Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, Friedrich-Naumann-Stiftung) eröffnet. Darauf folgte eine Lesung von zeitgenössischen Quellen zur Pogromnacht durch Jugendliche und eine Präsentation von Forschungsergebnissen & Analysen zur Reichspogromnacht durch Christoph Kreutzmüller (Historiker).

Danach diskutierten:

  • Christoph Kreutzmüller, Historiker und Vorsitzender des Vereins Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.
  • Dr. Andrea Despot, Vorstandvorsitzende der Stiftung EVZ
  • Anikó Glogowski-Merten MdB, Kulturpolitische Sprecherin der Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag
  • Marina Chernivsky, Leiterin des Kompetenzzentrums für antisemitismuskritische Bildung und Forschung sowie der OFEK e.V. - Beratungsstellen bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung

Moderation: Dr. Wolther von Kieseritzky, Referent für historische Forschung/Public History bei der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Der Abend wurde musikalisch durch das Klarinettenquartett Berlin begleitet.

Kooperationspartner

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit durchgeführt.

Sprecher:innen

  • © Benjamin Jenak

    Marina Chernivsky

    Leiterin des Kompetenzzentrums für antisemitismuskritische Bildung und Forschung sowie der OFEK e.V. - Beratungsstellen bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung

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Im Spiegel historischer Verantwortung? Demokratische Werte als Kompass für unternehmerisches Handeln (10/2024)

Vor dem Hintergrund des Erstarkens rechtsextremer Ideologien und der damit verbundenen Gefahr für die Demokratie und den Wirtschaftsstandort Deutschland, suchen viele Unternehmen neue Wege und Möglichkeiten des Umgangs mit der eigenen Vergangenheit. Doch auch 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges schreitet die Aufarbeitung der eigenen Firmengeschichte im Nationalsozialismus nur in wenigen Unternehmen voran. Worin besteht heute (historische) Unternehmensverantwortung? Welche Möglichkeiten des gesellschaftlichen und erinnerungskulturellen Engagements haben Unternehmen? Und wie schlagen wir eine Brücke zwischen historischer Aufarbeitung des Nationalsozialismus und gesellschaftlicher Wirkung und Relevanz heute? 

Annette Schavan

„Nie wieder“ war eine Illusion!
Annette Schavan

Eröffnen wurde die Veranstaltung mit einem Grußwort von Annette Schavan, Vorsitzende des Beirats der Finkelstein Stiftung und Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung EVZ. Es folgte eine Keynote von Dr. Daniel Logemann, Leitung des Museums Zwangsarbeit im Nationalsozialismus.

Es diskutierten:
Markus Langer, Geschäftsführer Evonik Stiftung
Franzi von Kempis, Kommunikationsberaterin & Journalistin
Prof. Dr. Manfred Grieger, Historiker
Christoph Kübel, Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft, Mitglied des Kuratoriums der Stiftung EVZ 
Moderation: Dr. Andrea Despot, Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ

Darüber hinaus gab Annemarie Hühne-Ramm, Geschäftsführerin der Finkelstein Stiftung, einen Überblick zu den Aktivitäten der Finkelstein Stiftung. Johanna Sokoließ, Fachreferentin der Stiftung EVZ, stellte zudem das Blended Learning-Format „Informiert, Couragiert, Engagiert“ vor.

Kooperationspartner

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Finkelstein Stiftung durchgeführt.

Diskutant:innen

Rechtspopulismus vs. Demokratie? Perspektiven auf die Europawahl (06/2024)

Vor den Wahlen zum Europäischen Parlament und den Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen wuchs die Sorge vor einem weiteren Rechtsruck und einer damit einhergehenden ernsten Gefahr für die demokratische Ordnung in Europa. Mit Expert:innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten wir Fragen, die über die Tagespolitik hinausgehen: Gibt es (noch) einen demokratischen Werte- und Erinnerungskonsens in der EU? Was verbindet die rechtspopulistischen Strömungen in Europa und was ist ihre Vision für die Zukunft von Europa? 

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Paulina Fröhlich

Unser Job ist, die Erzählung der liberalen, der repräsentativen, der vielleicht auch deliberativen Demokratie stark zu machen, zu erklären, zu verstehen, auch zu kritisieren, auch die Schwachstellen natürlich zu benennen und dann zu werben und zu verteidigen.
Paulina Fröhlich

Es diskutierten:

  • Prof. Dr. Andreas Zick, Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Bielefeld & Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG)
  • Daniel Hegedüs, Senior Fellow bei German Marshall Fund mit Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa
  • Paulina Fröhlich, stellvertretende Geschäftsführerin Progressives Zentrum

Moderation: Maria Wilke, Leitung der EVZ Academy

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit taz talk durchgeführt.

Diskutant:innen

  • © German Marshall Fund

    Daniel Hegedüs

    Senior Fellow bei German Marshall Fund mit Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa

  • © Universität Bielefeld

    Prof. Dr. Andreas Zick

    Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Bielefeld & Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG)

  • © Capital Headshots Berlin

    Paulina Fröhlich

    Stellvertretende Geschäftsführerin des Progressiven Zentrum

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Antisemitismus an europäischen Hochschulen im Wandel der Zeit (05/2024)

Antisemitismus ist nicht erst seit dem 7. Oktober 2023 ein gesamtgesellschaftliches Problem. Der massive Anstieg von antisemitischen Straftaten in Europa spricht jedoch eine deutliche Sprache. Besonders in Universitäten kommt es zu teils gewalttätigen Vorfällen. In einem moderierten Gespräch analysierten Expert:innen die aktuelle Situation, zeigten historische Kontinuitäten auf und diskutierten Handlungsmöglichkeiten.

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Hanna Veiler

Wir brauchen mehr als Floskeln und die Bezugnahme auf eine abstrakte Staatsräson von der Politik.
Hanna Veiler

Es diskutierten:

  • Hanna Veiler, Präsidentin der Jüdischen Studierendenunion Deutschlands (JSUD)
  • Prof. Dr. Dan Diner, deutsch-israelischer Historiker

Moderation: Joseph Wilson, Fachreferent der Stiftung EVZ.

Diskutant:innen

Uprooted – Kinder im Krieg: Opfer stärken, Täter verfolgen (09/2023)

Entführungen von Kindern gehören zu den grausamsten Kriegsverbrechen Russlands im  Angriffskrieg gegen die Ukraine.  Gemeinsam mit Expert:innen beleuchteten wir unterschiedliche rechtliche, politische und gesellschaftliche Aspekte. Wie werden diese Kriegsverbrechen durchgeführt? Was passiert mit den geraubten Kindern? Wer kann sie zurückholen und wie könnten die Täter zur Rechenschaft gezogen werden?

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Marieluise Beck

Die verantwortlichen Personen werden nicht zur Rechenschaft gezogen werden, wenn die Ukraine den Krieg nicht gewinnt.
Marieluise Beck

Es diskutierten:

  • Marieluise Beck (Osteuropa-Expertin, Senior Fellow und Mitgründerin des Zentrum Liberale Moderne)
  • Anna Lenchovska (Geschäftsführerin des Kyiv Educational Center "Tolerspace")
  • Dr. Elīna Šteinerte (Akademikerin und Menschenrechtsanwältin)
  • Dr. Andrea Despot (Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ)

Moderation: Mattia Nelles (Ukraine-Experte)

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Maxim Gorki Theater durchgeführt.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Maxim Gorki Theater durchgeführt.

Diskutant:innen der Folge 7

  • © Stefan Lengsfeld

    Marieluise Beck

    Osteuropa-Expertin, Senior Fellow und Mitgründerin des Zentrum Liberale Moderne

  • © Valentyn Kuzan

    Anna Lenchovska

    Geschäftsführerin des Kyiv Educational Center "Tolerspace"

  • © Amelie Losiér/Raum 11

    Dr. Andrea Despot

    Vorstandsvorsitzende der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft

Zivilgesellschaften unter Druck – ein Gespräch mit Friedensnobelpreisträgerinnen (06/2023)

Vertreterinnen der drei Friedensnobelpreisträger-Organisationen des Jahres 2022 sprachen in einer hybriden Veranstaltung über die Menschenrechtslage in Belarus, Russland und Ukraine und die unterschiedlichen Herausforderungen der jeweiligen Zivilgesellschaften seit dem vollumfänglichen russischen Angriffskrieg in den drei Ländern.

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Oleksandra Matviichuk

Putin hat keine Angst vor der NATO, er hat Angst vor der Freiheit, oder vor der Idee der Freiheit, denn diese Idee ist schon an der Grenze zu Russland angelangt.
Oleksandra Matviichuk

Es diskutierten:

  • Oleksandra Matviichuk, Leiterin des Center for Civil Liberties, Ukraine (digital)
  • Natallia Pinchuk, Frau des inhaftierten Ales Bialiatski, Belarus (digital)
  • Irina Scherbakowa, Historikerin, Gründungsmitglied und Leiterin der Jugend- und Bildungsprogramme von Memorial, Russland

Moderation: Dr. Andrea Despot, Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften im Kontext ihres Jahresthemas 2023|24 „Projekt: Aufklärung!“ durchgeführt.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften im Kontext ihres Jahresthemas 2023|24 „Projekt: Aufklärung!“ durchgeführt.

Diskutant:innen der Folge 6

Der russische Krieg gegen die Ukraine. Konsequenzen für die Geschichtspolitik (02/2023)

Die Instrumentalisierung der Geschichte  durch Russland im Angriffskrieg gegen die Ukraine hat weitreichende Folgen für die europäische Erinnerungskultur.  Expert:innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten darüber, wie zunehmend erinnerungskulturelle Gewissheiten in Frage gestellt werden und was dagegen getan werden muss.

Anatolii Podolskyi

Es ist die Politik des modernen Russlands, die Vergangenheit zu instrumentalisieren und die Ukraine als ein Subjekt aus dieser Vergangenheit zu streichen. Es ist offensichtlich, dass die Russische Föderation diesen Krieg in den letzten 20 Jahren vorbereitet hat.
Anatolii Podolskyi

Es diskutierten:
 

  • Claudia Roth, Kulturstaatsministerin
  • Dr. Anatolii Podolskyi, Direktor des Ukrainian Center for Holocaust Studies in Kyjiw
  • Floriane Azoulay, Leiterin der Arolsen Archives

Moderation: Dr. Andrea Despot, Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ.

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Berlin statt

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Berlin statt.

Diskutant:innen der Folge 5

  • © J. Konrad Schmidt

    Claudia Roth

    Kulturstaatsministerin

  • © privat

    Dr. Anatolii Podolskyi

    Direktor des Ukrainian Center for Holocaust Studies in Kyjiw

  • © Arolsen Archives/Nikolai Marcinowski

    Floriane Azoulay

    Leiterin der Arolsen Archives

Ein Gespräch mit Aktivist:innen der ukrainischen Zivilgesellschaft (09/2022)

Für diese Folge haben wir Aktivist:innen ukrainischer Organisationen zum Deutschen Stiftungstag 2022 nach Leipzig eingeladen. Wie ist die Lage von Kultur, Bildung und Minderheiten im durch Russland angegriffenen Land? Wie kann man von  Deutschland aus die ukrainische Zivilgesellschaft unterstützen?

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Anzhelika Bielova

Sie sind dieselben Helden wie unsere Verteidiger, wie unsere Soldaten. Schauen Sie sich etwa die Aktivist:innen in Kharkiv an, die zwei Tage lang eine Pride-Parade in der U-Bahn der Stadt durchführten, in einer Stadt die ständig von der Russischen Seite unter Beschuss genommen wird
Anzhelika Bielova

Es diskutierten:

  • Anzhelika Bielova, Präsidentint, Association of Roma women "Voice of Romni"
  • Anna Lenchovska, Direktorin Kyiv Educational Center "Tolerspace" (online participation)
  • Petro Rusanienko, Produzent und Schauspieler, Roma activist

 Moderation: Mattia Nelles, Ukrainexperte

Diskutant:innen der Folge 4

  • © Kateryna Karpenko

    Anzhelika Bielova

    President, Association of Roma women "Voice of Romni"

  • © Dana Verstak

    Anna Lenchovska

    Executive director, Kyiv Educational Center "Tolerspace"

  • © Petro Rusanienko

    Petro Rusanienko

    Producer and actor, Roma activist

Aktuelle Herausforderungen an Erinnerungsarbeit (05/2022)

Wir haben mit Expert:innen über Erinnerungen der Ukraine an den Zweiten Weltkrieg, Gedenkstättenarbeit, Europa als gemeinsamen Erinnerungsraum, blinde Flecken der deutschen und europäischen Erinnerungskultur, Kontinuitäten von Vorurteilsstrukturen, wie z.B. antislawischen Rassismus in Deutschland gesprochen.

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Jens-Christian Wagner

Der Nationalsozialismus war tatsächlich für ganz Europa eine transnationale Erfahrung. Das wird man erstmal so feststellen müssen. So gut wie alle Menschen in Europa haben ihre Erfahrung mit dem Nationalsozialismus gemacht. Damit enden aber auch schon die Gemeinsamkeiten.
Jens-Christian Wagner

Es diskutierten:

  • Eike Stegen, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz
  • Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, Stiftungsdirektor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
  • Oleksandra Bienert, Forscherin und Aktivistin, Mitglied der Allianz Ukrainischer Organisationen

Moderation: Dr. Andrea Despot, Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ

Diskutant:innen der Folge 3

  • © Ina Schoenenburg

    Oleksandra Bienert

    Forscherin, Aktivistin und Mitglied der Allianz Ukrainischer Organisationen

  • © Gedenkstätte Buchenwald

    Prof. Dr. Jens-Christian Wagner

    Stiftungsdirektor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

  • © GHWK Berlin

    Eike Stegen

    Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz

Geschichtsbilder (in den sozialen Medien) im Krieg in der Ukraine (05/2022)

War die Geschichte der Ukraine zu lange Europas blinder Fleck? Diese Paneldiskussion zeigte Erinnerungs- und Wissenslücken auf und hinterfragte vereinfachende Bilder in den Sozialen Medien. Es wurde der Frage nachgegangen, wie mehr Verständnis und Empathie für die  Ukraine erreicht werden kann.

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Bert Hoppe

Die Ukraine hat es nach 1991 tatsächlich nie geschafft auf unsere Mental Map (unsere mentale Landkarte) zu kommen.
Bert Hoppe

Es diskutierten: 

  • Dr. Bert Hoppe, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Institutes für Zeitgeschichte
  • Nataliya Pryhornytska, Politikberaterin und politische Bildnerin
  • Anton Himmelspach, Geschäftsführer und Politikredakteur bei dekoder

Moderation: Katrin Kowark, Leiterin des Bereichs Kommunikation der Stiftung EVZ

Diskutant:innen der Folge 2

  • © Dr. Bert Hoppe

    Dr. Bert Hoppe

    wissenschaftlicher Mitarbeiter des Institutes für Zeitgeschichte

  • © Taras Bezpalyi

    Nataliya Pryhornytska

    Politikberaterin und politische Bildnerin

  • © Kathleen Springer Photography

    Anton Himmelspach

    Geschäftsführer und Politikredakteur bei dekoder

Geschichte als Kriegsgrund: Putins Narrativ von der „Entnazifizierung der Ukraine“ (04/2022)

Putins angeblicher “Kampf gegen Nazis in der Ukraine” ist eine historische Verzerrung und  gefährliche Propaganda.  Der Kampf der Erinnerungsnarrative an den Zweiten Weltkrieg und an die nationalsozialistischen Verbrechen bildet eine zweite Kriegsebene in Russlands Angriffskrieg. In dieser ersten EVZ Conversations!-Folge suchten wir gemeinsam mit Expert:innen nach Deutungen der historisch-politischen Gemengelage zwei Monate nach dem Beginn des vollumfänglichen Krieges gegen die Ukraine.

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Karl Schlögel

Ich bin z. B. sicher, dass die Erinnerungskultur, so wie sie sich entwickelt hat, zerbrechen wird. Wir haben seit Jahrzehnten davon geredet, dass wir Lehren aus der Geschichte ziehen. Ja welche Lehren ziehen wir denn, jetzt wo wirklich etwas passiert? Wir haben gesagt, man darf nicht wegsehen. Wir sehen aber weg. Wir sehen Fernsehbilder. Wir haben ein schlechtes Gewissen, aber was tun wir denn?!
Karl Schlögel

Es diskutierten:

  • Nikolai Klimeniouk, freier Autor
  • Dr. Irina Scherbakowa, Historikerin, Gründungsmitglied und Leiterin der Jugend- und Bildungsprogramme, Memorial 
  • Prof. Dr. Karl Schlögel, Osteuropahistoriker und Publizist

Moderation: Dr. Andrea Despot, Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ

Diskutant:innen der Folge 1

  • © Jens Liebchen

    Nikolai Klimeniouk

    freier Autor

  • © Daria Krotova

    Dr. Irina Scherbakowa

    Historikerin, Gründungsmitglied und Leiterin der Jugend-und Bildungsprogramme, Memorial

  • © Arno Burgi

    Prof. Dr. Karl Schlögel

    Osteuropahistoriker und Publizist

Ansprechpersonen

Péter Adamik

Projektkoordination

Tel.: +49 (0)30 25 92 97-18
E-Mail: adamik@stiftung-evz.de

Katrin Kowark

Leitung Kommunikation

Tel.: +49 (0)30 25 92 97-24
E-Mail: kowark@stiftung-evz.de

Maria Wilke

Leitung EVZ Academy

Tel.: +49 (0)30 25 92 97-92
E-Mail: wilke@stiftung-evz.de