Berlin (ots) -

Seit fast einem Jahr führt Russland einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Das ist zuvorderst eine humanitäre Katastrophe: Laut Zählungen des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte (OHCHR) hat der Krieg bisher mehr als 7.100 zivile Todesopfer in der Ukraine gefordert. 17,9 Millionen Menschen haben die Grenzen des Landes infolge der russischen Angriffe überschritten.

Und es zeichnet sich eine weitere Bedrohung ab: eine grundlegende Instrumentalisierung der Geschichte. Erinnerungskulturelle Gewissheiten werden zunehmend in Frage gestellt - oder treffen auf eklatante Leerstellen. So spielen die Verbrechen der Nationalsozialisten in der Ukraine in der Erinnerung der Deutschen laut dem Multidimensionalen Erinnerungsmonitor MEMO bisher eine marginalisierte Rolle.

Was bedeutet der Krieg in der Ukraine für deutsche, jüdische und ukrainische Erinne-rungskulturen? Welche Reflexe - wie beispielsweise Schuldabwehr und Relativierung von Holocaust und NS-Unrecht - sind in der deutschen öffentlichen Debatte zu erkennen und wie kann ihnen begegnet werden? Und wie lassen sich die Leerstellen im Wissen um die Verbrechen der Nationalsozialisten in Europas Osten füllen?

Es diskutieren:

  • Claudia Roth, Kulturstaatsministerin,
  • Dr. Anatoly Podolsky, Direktor des Ukrainian Center for Holocaust Studies in Kyjiw,
  • Floriane Azoulay, Leiterin der Arolsen Archives,
  • Dr. Andrea Despot, Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ.

EVZ Conversations meets JMB! Die Veranstaltung am Dienstag, den 14. Februar, 19 Uhr, in der W. Michael Blumenthal Akademie, Jüdisches Museum Berlin ist eine Kooperation der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft mit dem Jüdischen Museum Berlin. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und im Anschluss auf www.youtube.com/evzfoundation ausgespielt.

Anmeldung und Teilnahme

Wir danken für einen Hinweis zur Veranstaltung in Ihren Medien.

Für eine Veranstaltungsteilnahme melden Sie sich bitte bis 13. Februar, 12 Uhr, an unter: E-Mail: oder telefonisch unter +49 (0)30 259 93 419.

Bitte vermerken Sie auch, wenn Sie Interviewwünsche haben. Es besteht die Möglichkeit, über einen Mediensplitter Audios zur Verfügung zu stellen.

Weiterführende Informationen

Pressekontakt:

Stiftung EVZ
Katrin Kowark
T +49 (0)30 25 92 97-24
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Jüdisches Museum Berlin
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Pressesprecherin
T +49 (0)30 259 93 419
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