Link zum Inhaltsverzeichnis

Warschau: Beratungsnetzwerk für NS-Opfer

Stiftung "Polnisch-Deutsche Aussöhnung"(Fundacja "Polsko-Niemieckie Pojednanie"), Warschau

Ein bereits bestehendes Netzwerk aus Opfer- und Kombattantenverbänden, Pflege- und Betreuungseinrichtungen sowie Organisationen von Ehrenamtlichen wird genutzt, um die Zielgruppe - Opfer nationalsozialistischer Politik und Besatzung - gezielt über ihre Rechte und Möglichkeiten zu beraten. Persönliche, schriftliche und telefonische Beratungen können in verschiedenen Regionen Polens in Anspruch genommen werden, Informationsabende wird es in den Städten Warschau, Gdańsk, Łódź, Poznań, Zamość und Białystok geben. Broschüren, Handbücher und Plakate zur Information der Zielgruppe werden produziert und landesweit verteilt.

Eine wichtige Komponente des Projekts ist die Einbeziehung von jungen und älteren Ehrenamtlichen zur Unterstützung der Zielgruppe. Hier geht es sowohl um Hilfe bei alltäglichen Angelegenheiten wie Hilfe im Haushalt, Behördengänge und Arztbesuche als auch um gemeinsame Aktivitäten und das Beisammensein. Die Ehrenamtlichen werden geschult und während ihrer Tätigkeit begleitet.

Ein längerfristiges Ziel des Projekts ist es, zur Verbesserung der gesellschaftlichen Lage älterer Menschen in Polen beizutragen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu stärken.

Die genannten Aktivitäten des Netzwerks werden von der Stiftung "Deutsch-Polnische Aussöhnung" (FPNP) in Warschau koordiniert. Die Stiftung EVZ finanziert ab April 2009 für den Zeitraum von zwei Jahren anteilig Personal- und Sachkosten.

Kontakt:

Fundacja "Polsko-Niemieckie Pojednanie"
Stiftung "Polnisch-Deutsche Aussöhnung"
Herr Jakub Deka
Ul. Krucza 36
00-921 Warszawa
Polen
Telefon: +48 (22) 6 95 99 65
Telefax: +48 (22) 6 95 99 66
E-Mail: jakub.deka@fpnp.pl
www.fpnp.pl

Link zum Inhaltsverzeichnis

Warschau: Beratung, Selbsthilfe und Treffpunkt für geronto-psychiatrisch erkrankte NS-Opfer

Freunde alter Menschen e.V., Berlin

Soziale Isolation und Vereinsamung sind Formen der Armut, von der besonders alte Menschen betroffen sind. Staatliche Hilfsleistungen, wie sie alten Menschen in Polen zur sozialen Unterstützung im Alltag angeboten werden, berücksichtigen diesen Lebensbereich nicht. Deshalb bleibt bedürftigen älteren Menschen der Zugang zu Kultur, Information und sozialen Kontakten oft verschlossen.

Der Berliner Verein „Freunde alter Menschen e.V.“ hat sich, zusammen mit seiner 2002 gegründeten polnischen Partnerorganisation „Mali bracia Ubogich“ zum Ziel gesetzt, gegen die Vereinsamung von rund 60 alten, bedürftigen Menschen in Warschau durch verschiedene, großteils ehrenamtlich organisierte Angebote entgegenzuwirken. Geplant sind folgende regelmäßigen Maßnahmen:
• Begegnungsnachmittage, soziale und kulturelle Gruppenangebote für rund 60-80 ältere Menschen,
• professionelle Einzelberatungen und Vorträge von – auf alterspezifische Fragen spezialisierten – Psychologen, Ärzten, Juristen und Sozialarbeitern,
• ehrenamtlicher Besuchsdienst für rund 30 ältere Menschen mit geronto-psychiatrischen Erkrankungen (v.a. Demenz) und Traumatisierungen, die Folge von Kriegserlebnissen oder NS-Verfolgung sind.

Ein Schwerpunkt des Projektvorhabens ist der Umgang mit Menschen, die an geronto-psychiatrischen Erkrankungen (v.a. Demenz) leiden. Durch professionelle Schulung werden die rund 30 Ehrenamtlichen, die den Besuchsdienst durchführen, zu Multiplikatoren ausgebildet, um Familienangehörige und Nachbarn, aber auch Medien, Politik und Verwaltung hinsichtlich dieser Thematik stärker zu sensibilisieren. Gegen Mitte des Projektzeitraums fahren 8-10 ausgesuchte Teilnehmer zu einem einwöchigen Erfahrungsaustausch nach Berlin, um einen Einblick in die entsprechende Arbeitspraxis deutscher Einrichtungen wie auch in Schulungsmethoden für Ehrenamtliche und pflegende Angehörige zu erhalten. Daraus entwickeln sie unter fachlicher Anleitung ein Konzept, wie geeignete Methoden und Ansätze auf die Hilfssysteme in Polen übertragen werden können.
In der zweiten Projekthälfte reist eine Gruppe von rund 10 Projektteilnehmern (darunter ca. sieben polnische NS-Verfolgte und drei jüngere Begleiter) zu einem viertägigen Erinnerungs- und Aussöhnungstreffen nach Berlin. Gegen Ende des Projekts findet eine eintägige Abschlusskonferenz mit rund 30-40 Teilnehmern aus Polen und Deutschland statt, bei der die Projektergebnisse vor einem interessierten Fachpublikum präsentiert und diskutiert werden können.

Die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" finanziert das Projektvorhaben über einen Zeitraum von zwei Jahren anteilig mit Personal-, laufenden und einmaligen Sachkosten.

Kontakt:
Freunde alter Menschen e.V.
Herrn Klaus-W. Pawletko
(Geschäftsführer)
Hornstr. 21
10963 Berlin
Telefon: (0 30) 6 91 18 83
Telefax: (0 30) 6 91 47 32
E-Mail: kpawletko@famev.de
Internet: www.famev.de
Kooperationspartner:
Mali bracia Ubogich
Frau Barbara Borzyczka
(Vorsitzende)
Ul. Gen. Andersa 13 lok. 28
00-159 Warszawa, Polen
Telefon: +48 (61) 6 56-55 88
Telefax: +48 (22) 6 35 13 64
E-Mail: info@malibracia.org
Internet: http://en.malibracia.org.pl  

 

Link zum Inhaltsverzeichnis

Krakau: Häuslicher Betreuungsdienst für ehemalige KZ- und Ghettohäftlinge

Stiftung „Pro Vita et Spe“, Krakau

Die Stiftung "Pro Vita et Spe" organisiert einen häuslichen Betreuungsdienst für 60 ehemalige Häftlinge nationalsozialistischer Konzentrationslager und Ghettos in der polnischen Stadt Krakau. Der Projektträger betreibt bereits seit mehreren Jahren eine medizinische Ambulanz, die ausschließlich Überlebende behandelt. Mit Hilfe der Stiftung können die pflegebedürftigen Patienten nun auch zu Hause umfassend versorgt werden. Die schwer behinderten oder bettlägerigen Überlebenden erhalten eine komplexe pflegerische, psychologische und medizinische Betreuung. Die im Projekt tätigen Ärzte, Physiotherapeuten, Psychologen und Krankenschwestern werden durch junge Freiwillige aus Polen, Deutschland und der Ukraine unterstützt, die die Überlebenden besuchen, ihnen vorlesen, im Haushalt und bei Behördengängen behilflich sind. Zusätzlich organisiert "Pro Vita et Spe" Gesprächskreise und Begegnungen für ehemalige NS-Opfer und junge Menschen.

Die Stiftung EVZ fördert Pro Vita et Spe seit 2003. Ab April 2010 finanziert sie für weitere 2 Jahre das Personal des Projekts sowie Ausgaben für Medikamente, medizinische Hilfsmittel, Fahrt- und Verwaltungskosten. 

Reportage Radio Kraków

Kontakt:

Stiftung „Pro Vita et Spe“
Frau Monika Małżeńska
ul. J. Dietla 64
31-039 Kraków, Polen
Telefon: +48 (12) 4 21 99 62
Telefax: +48 (12) 4 21 99 62
E-Mail: monika.malzenska@gmail.com, nzozprovitaetspe@op.pl

Link zum Inhaltsverzeichnis

Zamość: Beratungsstelle für NS-Opfer

Freiwilligen-Zentrum Zamość

Das Freiwilligen-Zentrum in Zamość und der Bundesverband Information und Beratung für NS-Verfolgte e.V. haben bereits im Rahmen eines Anbahnungsprojektes erste Kontakte geknüpft.

In enger Kooperation der beiden Projektpartner soll nun in Zamość eine Beratungs- und Begegnungsstelle für NS-Opfer entstehen. Hier können diese Menschen Rechtsberatung bezüglich Ansprüchen in Polen und Beratung durch PsychologInnen und SozialarbeiterInnen in Anspruch nehmen, sich treffen und austauschen oder Filmvorführungen und PC-Kurse besuchen.
Weiterhin soll ein Freiwilligendienst entstehen, der individuelle Betreuung für hilfsbedürftige NS-Opfer durch engagierte Schüler anbietet. Auch gemeinsame Geschichtsstunden mit ZeitzeugInnen in Schulen stehen im Geiste des Generationendialogs. Zamość ist eine kleine Stadt in Südostpolen, die in besonderer Weise von den Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs betroffen war.

Die beiden Projektpartner führen insgesamt 22 Schulungen für am Projekt beteiligte Menschen durch, deren Schwerpunkt auf den Themen des Umgangs mit älteren Menschen und der ehrenamtlichen Arbeit liegt. Eine zweisprachige Publikation über Formen und Methoden der Unterstützung von NS-Opfern soll langfristig auch anderen Akteuren in diesem Bereich zur Verfügung stehen.
Die Stiftung fördert ab Juni 2009 für einen Zeitraum von drei Jahren anteilig Personal- und Sachkosten.

Kontakt:
Freiwilligen-Zentrum Zamość
Frau Krystyna Rybińska-Smyk
Kolegiacka 16
22-400 Zamość, Polen
Telefon: +48 (84) 6 39 28 63
Telefax: +48 (84) 6 27 37 75
E-Mail: wolontariatzamosc@onet.eu
Internet: www.scwzamosc.blo.pl
Kooperationspartner:
Bundesverband Information und Beratung für NS-Verfolgte e.V.
Herr Teupen
Holweider Str. 13-15
51065 Köln
Telefon: (02 21) 17 92 94-15
Telefax: (02 21) 17 92 94-29
E-Mail: teupen@nsberatung.de
Internet: www.nsberatung.de

 

Link zum Inhaltsverzeichnis

Abgeschlossene Projekte

  • Opole / Potsdam: Erfahrungsaustausch zwischen Akteuren der Altenhilfe
    Berlin-Brandenburgische Auslandsgesellschaft e.V.
    2009-2011
  • Wrocław: Häuslicher Pflegedienst für NS-Opfer
    Euro Concret, Wrocław
    2009-2011
  • Krakau: Häuslicher Betreuungsdienst für ehemalige KZ- und Ghettohäftlinge
    Stiftung „Pro Vita et Spe“, Krakau
    2008-2010
  • Warschau: Senior Task Force - Ehrenamtliche Seniorenberater in 16 Regionen Polens
    Verein für deutsch-polnische Zusammenarbeit im sozialen Bereich e.V., Salzgitter
    2007-2010
  • Poznań: Ehrenamtliches Betreuungsnetzwerk für ehemalige KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter in der Wojewodschaft Poznań (Polen)Stiftung NEUE KULTUR, Berlin
    2007-2009
  • Warschau: Erinnerung und Hilfe - Beratungsdienste für NS-Opfer in vier polnischen Städten (Folgefinanzierung)
    Stiftung SAMARITANUS, Warschau
    2007-2009
  • Opole / Potsdam: Erfahrungsaustausch zwischen Akteuren im Bereich der Altenhilfe
    BBAG Berlin-Brandenburgische Auslandsgesellschaft e.V., Potsdam
    2008-2009
  • Zamość: Erfahrungsaustausch zur Unterstützung von NS-Opfern
    Freiwilligen-Zentrum Zamość
    2008
  • Gdańsk / Ehingen: Demenz - Demencja. Zwei Workshops mit deutschen und polnischen Pflegeschülern
    Magdalena-Neff-Schule, Ehingen
    2007-2008
  • Łódź: Verleih von medizinischen Hilfsmitteln an polnische NS-Opfer, Stärkung des Ehrenamtlichen-Netzwerks in Deutschland und Polen
    Maximilian-Kolbe-Werk e.V., Freiburg
    2005-2008
  • Krakau: Häuslicher Betreuungsdienst für ehemalige KZ- und Ghettohäftlinge
    Stiftung „Pro Vita et Spe“, Krakau
    2003-2007
  • Warschau: Erinnerung und Hilfe - Beratungsdienste für NS-Opfer in vier polnischen Städten
    Stiftung SAMARITANUS, Warschau
    2005-2006
  • Krakau: Weiterbildung für deutsche und polnische Studierende der Krankenpflege
    Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Bochum
    2004-2005
  • Łódź: "Lebensgeschichten in kritischen Zeiten" - Symposium für Beschäftigte der Psychiatrie aus Polen, Deutschland und Israel
    Deutsch-Polnische Gesellschaft für seelische Gesundheit e.V., Krakau
    2005
  • Warschau: Heilkuren für ehemalige Sklaven- und Zwangsarbeiter aus Polen und Weißrussland
    Stiftung "Polnisch-Deutsche Aussöhnung" (Fundacja "Polsko-Niemieckie Pojednanie"), Warschau
    2003-2005
  • Warschau: Erholungs- und Begegnungsfreizeiten für ehemalige KZ-Häftlinge aus Polen
    „Zeichen der Hoffnung - Znaki Nadziei“ e.V. - Für eine bessere Zukunft von Polen und Deutschen, Frankfurt
    2003-2004
  • Warschau: Ambulante Gesundheitshilfe für NS-Opfer in Polen
    Deutscher Caritasverband e.V., Freiburg
    2001-2003
  • Łódź: Kuren für KZ- und Ghetto-Überlebende in Polen, Verbesserung der häuslichen Pflegesituation durch Fachkräfte
    Maximilian-Kolbe-Werk e.V., Freiburg
    2001-2002