Förderprogramm für Menschenrechtsbildung durch historisches Lernen

Die Formulierung der UN-Menschenrechtscharta und weiterer internationaler Vereinbarungen stellten nicht zuletzt auch eine Antwort auf die Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges, der Zwangsarbeit und des Holocaust dar. Menschenrechts­bildung kann einen wichtigen Beitrag zur Durchsetzung der Menschenrechte leisten. Menschen werden über ihre Rechte aufgeklärt und darin gestärkt, für deren Umsetzung einzutreten. Mit dem Förderprogramm MENSCHEN RECHTE BILDEN möchte die Stiftung EVZ innovative Bildungsangebote anregen, Menschenrechts­bildung stärker mit historischem Lernen zu verbinden.

Das Förderprogramm umfasst folgende Bestandteile:

Was wird gefördert?

Nationale und Internationale Projekte wie

  • Bildungsprojekte für Jugendliche und Multiplikatoren sowie spezielle Zielgruppen wie Haupt- und Berufsschüler, Polizisten, Soldaten, Mitarbeiter von Behörden, Journalisten 
  • Projekttage, Lehrmaterialien und Lernprogramme
  • Projektideen, die nachhaltig, produkt- und ergebnisorientiert sind


Wer kann sich bewerben?

  • Bildungseinrichtungen aus der historischen und/oder Menschenrechtsbildung aus Osteuropa, Israel und Deutschland

Inhaltliche Hinweise zur Erstellung einer Projektskizze

  • Mihr, Anja (2009): Drei Fragen und Antworten zum Thema Aufarbeitung von Unrechtserfahrung und Menschenrechtsbildung (PDF)
  • Huhle, Rainer/ Krennerich, Michael (2008): Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte: eine Grundlegene Antwort auf historisches Unrecht (PDF)
  • Huhle, Rainer (2009): Vom schwierigen Umgang mit Verbrechern gegen die Menschheit in Nürnberg und danach (PDF)

Mitglieder der Jury

  • Prof. Monique Eckmann, Soziologin mit Schwerpunkten Bildungsperspektiven im Bereich Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus; Mitglied der Schweizer Delegation der "Task Force for International Cooperation on Holocaust Education, Remembrance and Research", Genf (Schweiz).
  • Annegret Ehmann, Historikerin und Pädagogin mit den Schwerpunkten Geschichte und Politische Bildung, Berlin.
  • Dr. Rainer Huhle, Politikwissenschaftler mit den Schwerpunkten Geschichte der Menschenrechte, Menschenrechtsbildung, Erinnerungspolitik und Lateinamerika, Nürnberg.
  • Prof. Dr. Zdzislaw Kedzia, Lehrstuhl für Verfassungsrecht, Mitglied im UN-Komitee für Wirtschaftliche, Soziale und Kulturelle Rechte, Poznan (Polen).
  • Dr. Anja Mihr, Politikwissenschaftlerin und Universitätsdozentin mit den Schwerpunkten Menschenrechte, Demokratisierung, Transitional Justice, Reconciliation und Menschenrechtsbildung, Berlin und Utrecht (Niederlande).

Die Jury begutachtet die Projektvorschläge nach folgenden Kriterien:

  • Bedarf und Notwendigkeit des Projektes
  • Relevanz der menschenrechtlichen Fragestellung in der Gegenwart
  • Relevanz der historischen Bezüge
  • überzeugende Verbindung zwischen Menschenrechtsbildung und historischem Lernen
  • Beitrag zum Kampf gegen Antisemitismus
  • konkrete Projektaktivitäten, methodisches und didaktisches Vorgehen, Lernprozess
  • Nachhaltigkeit, Ergebnis- und Produktorientierung,
  • Innovation, Originalität, Experimentierfreudigkeit
  • Wirtschaftlichkeit der Kostenplans
  • Erfahrungen des Antragstellers in der Menschenrechtsbildung und in historisch/ politischer Bildung

 

Förderung

  • Die letzte Ausschreibungsfrist war am 31.08.2011. In 2012 ist keine neue Ausschreibung für Projekte geplant.

Akademie "Erinnerung und Menschenrechte"

Ansprechpartnerin

  • Christa Meyer
    Programmleiterin

    Menschen Rechte Bilden

    Tel.:+49 (0)30 25 92 97-73
    Fax: +49 (0)30 25 92 97-11