Zehn Fakten

Das historische Foto zeigt eine Gruppe von Zwangsarbeitern, die einen Wagen schieben.

Die NS-Zwangsarbeit

Mehr als 26 Millionen Menschen mussten zwischen 1939 bis 1945 im Deutschen Reich oder den besetzten Ländern Zwangsarbeit leisten. Zwangsarbeit war kein Randphänomen, sondern in nahezu allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen präsent.

Zur Aufarbeitung der NS-Zwangsarbeit Die NS-Zwangsarbeit
Das historische Foto zeigt einen großen Konferenztisch mit Menschen im Anzug.

Die Stiftungsgründung

Die Stiftung EVZ wurde nach internationalen Verhandlungen im Jahr 2000 mit Unterstützung aller Fraktionen im Deutschen Bundestag als Stiftung des öffentlichen Rechts errichtet.

Zur Gründungsgeschichte Die Stiftungsgründung
Zwei Menschen sitzen auf einem Sofa und sind sich liebevoll zugewandt.

Der Stiftungszweck

Der Deutsche Bundestag bekennt sich im „Gesetz zur Errichtung einer Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ zur politischen und moralischen Verantwortung für die Opfer des Nationalsozialismus mit dem klaren Auftrag, die Erinnerung an das erlittene Unrecht für kommende Generationen wachzuhalten.

Zum Stiftungsgesetz Der Stiftungszweck
Unterzeichnung Regierungsabkommen

Das Stiftungsvermögen

Das Stiftungsvermögen in Höhe von 10,1 Milliarden DM (ca. 5,2 Milliarden Euro) wurde je zur Hälfte vom Bund und der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft bereitgestellt. Insgesamt haben sich rund 6.500 Firmen und natürliche Personen an der Stiftungsinitiative beteiligt.

Zu den Stiftenden Das Stiftungsvermögen

Die Auszahlungen

Zwischen 2001 und 2007 erhielten über 1,66 Millionen ehemalige Zwangsarbeiter:innen in 98 Ländern insgesamt 4,4 Milliarden Euro an finanziellen Leistungen. Für viele war die späte Anerkennung ihres Leidens mindestens ebenso wichtig wie die Zahlung selbst.

Zum Auszahlungsprozess Die Auszahlungen
Drei junge Menschen umarmen sich und schauen dabei auf den Boden.

Der Zukunftsfonds

700 Millionen DM (ca. 357 Millionen Euro) wurden bei der Gründung für den Fonds „Erinnerung und Zukunft“ bestimmt, um den Stiftungszweck dauerhaft fortzuführen. Bis heute fördert die Stiftung EVZ aus diesen Erträgen Projekte für humanitäres Engagement, internationale Verständigung, Erinnerungskultur, Jugendbegegnung und Menschenrechte.

Zu den Förderprogrammen Der Zukunftsfonds

Die Überlebenden

Die Stiftung EVZ unterstützt ehemalige Zwangsarbeiter:innen und weitere Betroffene des nationalsozialistischen Unrechts nicht nur materiell, sondern schafft Räume für Begegnung, Austausch und die Sichtbarkeit ihrer Geschichten. Ca. 40 Prozent der Fördermittel gehen an Organisationen, die sich europaweit um hochbetagte NS-Überlebende kümmern und ihnen ein würdiges Leben im Alter ermöglichen.

Zum Engagement für NS-Überlebende Die Überlebenden
Das Foto zeigt zwei junge Menschen, die Flaggen um sich gehüllt haben.

Gegenwart und Zukunft

Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus, Krieg und Ausgrenzung – die Themen der Stiftung EVZ sind keine Vergangenheit, sondern sie betreffen unsere Gegenwart. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte hilft, diese Herausforderungen heute zu verstehen und ihnen in Zukunft entgegenzutreten.

Zu den Themen der Stiftung Gegenwart und Zukunft
Das Foto zeigt eine Szene aus der Bundestour des "In Echt"-Projekts. Zu sehen sind mehrere Menschen, die VR-Brillen tragen.

Die Wirkung

Die Stiftung EVZ wirkt als internationale Förderorganisation für Erinnerungskultur und Menschenrechte, die seit ihrer Gründung bis 2024 über 6.000 Projekte mit mehr als 313 Millionen Euro und über 2.500 Partnerorganisationen unterstützt hat.

Zum Projektfinder Die Wirkung
Das Foto zeigt zwei Polygone auf einem öffentlichen Platz mit Informationen zur MEMO Gedenkanstoß Studie, die  von Menschen gelesen werden.

Was bleibt?

Die Arbeit der Stiftung EVZ zeigt: Verantwortung endet nicht mit einem Kapitel der Geschichte, sondern zeigt sich in dem, was wir heute tun. Nach 25 Jahren Engagement ist auch heute KEINE ZEIT ZU VERGESSEN.

Zum 25-jährigen Bestehen der Stiftung EVZ Was bleibt?