Corporate Governance:
Corporate Governance bezeichnet die Grundsätze, Regeln und Prozesse, nach denen eine Organisation geführt und kontrolliert wird – mit dem Ziel von Transparenz, Verantwortung und nachhaltigem Erfolg.
ESG-Anlagerichtlinien:
ESG-Anlagerichtlinien legen fest, wie bei Investitionen Umweltaspekte (Environmental), soziale Kriterien (Social) und Grundsätze guter Unternehmensführung (Governance) berücksichtigt werden. Sie dienen dazu, nachhaltige und verantwortungsvolle Anlageentscheidungen zu fördern und sind für die beauftragten Asset Manager verbindlich.
Renten-Direktanlagen in Europa:
Das Segment der Renten-Direktanlagen in Europa umfasst verschiedene festverzinsliche Anlagen in der Eurozone, darunter Staatsanleihen, Pfandbriefe sowie Laufzeitenfonds. Trotz der Bezeichnung werden die Anlagen nicht direkt, sondern über entsprechende Anlagevehikel gehalten.
Haushaltsvollzug:
Der Haushaltsvollzug bezieht sich auf die Umsetzung und Durchführung des von der Stiftung EVZ erstellten Haushaltsplans. Er umfasst u.a. die Prüfung der tatsächlich realisierten Einnahmen und Ausgaben sowie die Überwachung und Steuerung des Mittelabflusses (Liquidität). Der Haushaltsvollzug stellt somit die Umsetzung der im Haushaltsplan festgelegten Ziele und Mittel dar.
kamerale Jahresrechnung:
Die kamerale Jahresrechnung weist die tatsächlich realisierten Einnahmen und Ausgaben der Stiftung EVZ eines Haushaltsjahres aus und vergleicht diese mit dem Haushaltsplan der Stiftung.
Liquidität:
Liquidität bezeichnet die Fähigkeit, kurzfristig verfügbare Zahlungsmittel bereitzustellen, um laufende Verpflichtungen fristgerecht erfüllen zu können. Im Rahmen des Finanzberichts steht der Begriff für flüssige Mittel, wie etwa Bargeld oder Bankguthaben, die kurzfristig einsetzbar sind bzw. eingesetzt wurden.
Nettoerträge:
Nettoerträge sind die aus dem Vermögensbestand erwirtschafteten Erträge (z. B. Zinsen, Dividenden), die nach Abzug aller mit der Erwirtschaftung verbundenen Kosten, wie Transaktionskosten oder Verwaltungsgebühren, verbleiben.
Private Debt:
Private Debt bezeichnet Investitionen in nicht börsennotierte Unternehmensfinanzierungen über spezialisierte Fonds. Diese Fonds vergeben Kredite direkt an Unternehmen und ersetzen damit teilweise klassische Bankfinanzierungen. Für Anleger stellen sie eine alternative Ertragsquelle mit meist planbaren Zahlungsströmen dar.
Kapitalverwaltungsgesellschaft:
Eine Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) ist ein Unternehmen, das die Verwaltung von Investmentfonds für institutionelle oder private Anleger übernimmt. In Deutschland unterliegen KVGen der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Fondsmandat:
Ein Fondsmandat ist eine formelle Beauftragung, die es einer Fondsgesellschaft erlaubt, im Namen des Anlegers zu handeln und dessen Vermögen gemäß klar definierten Anlagerichtlinien zu verwalten. Es legt fest, wie das Fondsvermögen investiert wird, welche Anlageklassen berücksichtigt werden dürfen und welches Risikoprofil zugrunde liegt.
Sondervermögen:
Sondervermögen bezeichnet Vermögenswerte, die rechtlich vom Vermögen der Kapitalverwaltungsgesellschaft getrennt sind. Für Stiftungen bedeutet dies, dass investierte Mittel im Falle einer Insolvenz der Verwaltungsgesellschaft nicht gefährdet sind. Das Sondervermögen bleibt im Eigentum der Stiftung und dient weiterhin der Erfüllung ihres Stiftungszwecks.
Umschichtungsgewinne:
Umschichtungsgewinne entstehen, wenn Vermögenswerte über dem ursprünglichen Anschaffungspreis veräußert werden. Sie ergeben sich also aus der Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufpreis bei einer Umschichtung des Portfolios.
Verwahrstelle:
Die Verwahrstelle ist ein unabhängiges Institut, meist eine Bank, das die Vermögenswerte eines Investmentfonds sicher verwahrt und überwacht. Sie kontrolliert unter anderem die Einhaltung gesetzlicher und vertraglicher Vorgaben, prüft Transaktionen und stellt sicher, dass das Sondervermögen getrennt vom Vermögen der Verwaltungsgesellschaft geführt wird. Für Stiftungen bietet die Verwahrstelle zusätzliche Sicherheit bei der Fondsanlage.