KI ist überall – und sie verändert auch unsere Zugänge zu Geschichte und Erinnerungskultur. Höchste Zeit, sich damit zu befassen: Was ist generative KI und wo wird sie angewendet? Wie funktioniert ChatGPT? Kann die KI „halluzinieren“? Wie kann (und soll) sie in der Vermittlungsarbeit und in der Forschung eingesetzt werden? Und was ist eigentlich algorithmischer Bias?
Darum geht es in der gemeinsam mit der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte konzipierten Online-Input Reihe Thursday Topic – sie soll Wissen vermitteln, Möglichkeiten zum Ausprobieren und Fragen stellen bieten sowie Diskussionen anregen und versachlichen.
Wir laden alle Akteur:innen aus der Erinnerungsarbeit und der historisch-politischen Bildung herzlich ein!
Mit KI-Bildgeneratoren lassen sich Geschichten des „Als-ob“ visuell plausibel inszenieren, alternative Vergangenheiten entwerfen oder historische Ungerechtigkeiten scheinbar „korrigieren“. Wie hätte die Geschichte ausgesehen, wenn alles etwas anders verlaufen wäre, oder wie sähe unsere Gegenwart aus, spräche die Vergangenheit unmittelbar zu uns? Der Vortrag beleuchtet das Phänomen solcher KI-generierten Bilder, die Personen oder Szenen in verschobenen oder erfundenen Kontexten zeigen. An ausgewählten Beispielen werden die Chancen dieser visuellen „Korrekturen“ im kulturellen und erinnerungspolitischen Bereich diskutiert – ebenso wie die Risiken: pseudohistorische Festschreibungen, der Verlust von Vertrauen in visuelle Evidenz und die Gefahr, dass echte Bilder im Wettbewerb mit ihren fingierten Pendants das Nachsehen haben.
Konstantin Schönfelder ist Wissenschaftsredakteur am Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung (ZEVEDI). Darüber hinaus arbeitet er als Autor kultureller und gesellschaftlicher Features und Reportagen, vor allem für den Hörfunk. Er hat Politikwissenschaft und Politische Theorie in Leipzig, Washington DC und Frankfurt am Main studiert.
Die Gesprächsreihe findet über den Zoom-Virtual-Classroom unserer EVZ Academy Online Plattform statt:
