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Veranstaltungsliste


  1. Ausstellungen auf Tour

    Die Wanderausstellung „trotzdem da!“ der Gedenkstätte Lager Sandbostel erzählt die Lebensgeschichten von Kindern, die während des Zweiten Weltkriegs oder in der frühen Nachkriegszeit aus sogenannten verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter:innen hervorgingen. Damit rückt sie bislang wenig beachtete biografische Erfahrungen in den Fokus und ist bis 1. Juli 2026 in der Gedenkstätte Gestapokeller und Augustaschacht e.V. zu sehen. Weitere Tour-Termine stehen bereits fest.


  2. 81. Jahrestag Befreiung Neuengamme

    Zum 81. Jahrestag der Befreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers Neuengamme lädt die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte rund um den 8. Mai zu einem vielfältigen Programm mit Gesprächen und Rundgängen ein.
    Im Rahmen des Förderprogramms „Begegnungen mit Zeitzeug:innen“ unterstützt die Stiftung EVZ die Teilnahme zweier Überlebender: Helga Melmed, die mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz und Neuengamme, überlebte, sowie Barbara Piotrowska, deren Familie nach dem Warschauer Aufstand nach Neuengamme deportiert wurde und sie selbst das Konzentrationslager Ravensbrück überlebte.


  3. Ausstellungen auf Tour

    Die mobile Ausstellung „In Echt? – Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen“ der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte ermöglicht eine immersive Auseinandersetzung mit den Lebensgeschichten von NS-Überlebenden. Mithilfe digitaler Formate und dem Einsatz von VR-Brillen werden neue, zukunftsorientierte Zugänge zu Erinnerung geschaffen und Fragen nach Vermittlung und Authentizität reflektiert. Die Ausstellung ist vom 2. Mai bis 4. Oktober 2026 im Jüdischen Museum in Schwedt zu sehen.

  4. Begegnungen mit Zeitzeuginnen

    Die Stadt Chemnitz lädt Anfang Mai die Kinder, Enkel und Urenkel jener jüdischen Menschen ein, die unter dem Nationalsozialismus aus Chemnitz vertrieben wurden. Verschiedene Veranstaltungsformate ermöglichen Ihnen, an den Geschichten der Nachkommen teilzuhaben. "Die 1. Generation" und weitere Veranstaltungen begleiten die Ausstellung Threads – Verflechtungen.

    Tana Sachs, Jahrgang 1938, ist vermutlich das letzte vor der Schoa in Chemnitz geborene jüdische Baby. Begegnung mit Uri Guttmann (*1933), der mit seiner Mutter 1938 aus Chemnitz floh.

  5. Filmtipp

    Der Dokumentarfilm DAS UNGESAGTE setzt sich mit dem langen Schweigen in Deutschland nach 1945 über Beteiligung und Mitverantwortung am NS-Regime auseinander. Im Zentrum stehen persönliche Erinnerungen, die bis in die Gegenwart nachwirken, sowie die Perspektiven jüdischer Überlebender. Der Film entstand unter der Regie von Patricia Hector und Lothar Herzog und wurde im Rahmen des gleichnamigen Bildungsagenda-Projekts gefördert.
    Bundesweit ist er weiterhin in ausgewählten Kinos zu sehen. Am 8. Mai, dem Tag der Befreiung und dem Ende des Zweiten Weltkriegs, wird der Film in Berlin im Bali Kino gezeigt. Ergänzend zum Kinoprogramm bietet das Projekt auch Workshops zum Film für Schulen, Bildungseinrichtungen und Organisationen an, die individuell angefragt werden können.

  6. NETTZ.Gespräch

    Im Rahmen eines Kooperationsprojekts haben sich Das NETTZ und die Stiftung EVZ gemeinsam mit Expert:innen der historisch-politischen Bildung in einem Werkstattprozess mit Geschichtsrevisionismus in digitalen Räumen beschäftigt. Im Fokus stand die Frage, wie historisch-politische Bildungsarbeit auf Social Media gestärkt werden kann, um Geschichtsrevisionismus wirksam entgegenzutreten.
    Am 13. Mai stellen wir erste Erkenntnisse sowie Vorschläge für einen praxisorientierten Leitfaden vor und laden zur gemeinsamen Diskussion ein.

  7. Workshop

    Die Touro University Berlin und das Internationale Auschwitz Komitee laden zu einer besonderen Erinnerungswerkstatt in die Gedenkstätte Deutscher Widerstand ein: Im Mittelpunkt stehen über 50 Zeitzeug:innengespräche mit Holocaust-Überlebenden und ihren Familien aus Polen, Deutschland, Israel, Belgien und der ehemaligen Sowjetunion – geführt im Rahmen des Bildungsagenda-Projekts „Wirkung der Wiedergutmachung“.
    Die Werkstatt von 14:00 bis 17:30 Uhr richtet sich an Multiplikator:innen der historisch-politischen Bildung, Lehrkräfte sowie Fachkräfte in Gedenkstätten und Bildungseinrichtungen. Um 18 Uhr wird das Buch „Die Wirkung der Wiedergutmachung. Internationale Perspektiven auf die Erfahrungsgeschichte der deutschen Entschädigung für nationalsozialistisches Unrecht“ öffentlich vorgestellt.