Wir trauern um Marian Turski, der gestern in Warschau im Alter von 98 Jahren starb. Er überlebte das Ghetto Lodz, das KZ Buchenwald sowie das KZ Auschwitz, wo er Zwangsarbeit leisten musste. 39 Verwandte von ihm wurden im Holocaust ermordet.
Wenige Wochen vor seinem Tod warnte Marian Turski vor dem Aufflammen antisemitischer und rechtsextremer Ideologien. Im Jahr 2010 hielt er anlässlich der Eröffnung der von der Stiftung EVZ initiierten und geförderten Wanderausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ eine Rede und sagte: „Ich werde manchmal gefragt: Wie lange werdet ihr, die Überlebenden, gedenken und in Erinnerung rufen? Ich antworte gemeinhin: Wenn ihr nicht vergesst, werde ich schweigen können.“
Marian Turski war seit 2021 Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees. Er arbeitete als Journalist und war unermüdlich als Zeitzeuge aktiv. Außerdem war Marian Turski Mitbegründer des Museums der Geschichte der polnischen Juden in Warschau.
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