Neues aus der Stiftung EVZ

Interviews

In unserer Interviewreihe “3 Fragen an…” berichten Projektträger und Partner:innen, was ausgewählte Förderansätze aus ihrer Sicht vor Ort bewirken - und bieten Hintergründe zu aktuellen Themen.

Jetzt Hintergründe entdecken!

Unsere Termine

Unsere Termine


  1. Ausstellungen auf Tour

    Die Wanderausstellung „trotzdem da!“ der Gedenkstätte Lager Sandbostel erzählt die Lebensgeschichten von Kindern, die während des Zweiten Weltkriegs oder in der frühen Nachkriegszeit aus sogenannten verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter:innen hervorgingen. Damit rückt sie bislang wenig beachtete biografische Erfahrungen in den Fokus und ist bis 1. Juli 2026 in der Gedenkstätte Gestapokeller und Augustaschacht e.V. zu sehen. Weitere Tour-Termine stehen bereits fest.


  2. Ausstellungen auf Tour

    Die mobile Ausstellung „In Echt? – Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen“ der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte ermöglicht eine immersive Auseinandersetzung mit den Lebensgeschichten von NS-Überlebenden. Mithilfe digitaler Formate und dem Einsatz von VR-Brillen werden neue, zukunftsorientierte Zugänge zu Erinnerung geschaffen und Fragen nach Vermittlung und Authentizität reflektiert. Die Ausstellung ist vom 2. Mai bis 4. Oktober 2026 im Jüdischen Museum in Schwedt zu sehen.

  3. MemoRails-Projekt von Schlaglicht e.V.

    Entlang der brandenburgischen Nordbahn erforschen Grundschulkinder im Alter von 10 bis 12 Jahren an vier Bahnhöfen im Landkreis Oberhavel – Birkenwerder, Oranienburg, Grüneberg und Fürstenberg (Havel) – lokale Geschichten aus der Zeit des Nationalsozialismus. Jeder Bahnhof steht für einen thematischen Schwerpunkt: jüdisches Leben, Flucht, Zwangsarbeit oder Ausgrenzung. Die Bahnhöfe sind dabei Ausgangspunkt historischer Recherche – und zugleich Orte des heutigen Alltags der Kinder. In einwöchigen Projektwochen arbeiten die Klassen forschend und kreativ, entwickeln eigene Fragestellungen, gestalten Erklärfilme zu lokalen Lebensgeschichten und präsentieren ihre Ergebnisse öffentlich. Ein zusätzlicher Projekttag führt sie zu einem anderen Projektort, an dem sie die Ergebnisse anderer Kindergruppen kennenlernen und reflektieren. Das Projekt verbindet historisches Lernen mit Selbstwirksamkeit – und stärkt Erinnerungskultur im ländlichen Raum.

  4. GERÄUSCHKULISSE e.V.

    WAS WAR, WAS IST? Fragmente einer Absicht
    Die audiovisuelle Ausstellung "WAS WAR, WAS IST? Fragmente einer Absicht" (Eröffnung 2026 in Böhlen) erinnert an die NS-Zeit, in der im mitteldeutschen Braunkohlerevier tausende Zivilist*innen und Kriegsgefangene zur Arbeit gezwungen und in Lagern interniert wurden. Das Projekt macht im öffentlichen Raum informativ und künstlerisch auf dieses düstere Kapitel der lokalen Geschichte aufmerksam und lässt die Zivilbevölkerung an der Entstehung der Ausstellung teilhaben, um aktiv gelebte Erinnerungskultur zu fördern und zu fordern. “WAS WAR, WAS IST? - Fragmente einer Absicht” wird von einem breiten Bündnis aus Vereinen, Historiker*innen, Pädagog*innen und Kunstschaffenden umgesetzt unter der Leitung von Geräuschkulisse e.V. und TELESKOP - Studio for Aural Arts.


  5. Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

    Im Rahmen des Programms „JUGEND erinnert vor Ort & engagiert" kehrt das internationale und interdisziplinäre Erinnerungs- und Performanceprojekt „Sound in the Silence – Raise your Voice" im Juni in die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück zurück. In dieser Ausgabe entwickeln Studierende der Freien Universität Berlin und der Hochschule Coburg gemeinsam mit Künstler:innen verschiedener Disziplinen eine Performance. Ausgangspunkt ist die Lebensgeschichte der Ravensbrück-Überlebenden Emmie Arbel, die von Barbara Yelin in der Graphic Novel „Die Farbe der Erinnerung" festgehalten wurde.

    Die öffentlichen Abschlussperformances finden am 19. Juni um 17 Uhr sowie am 20. Juni um 11 Uhr in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück statt. Im Anschluss sind alle Zuschauer:innen herzlich zu einem kurzen Nachgespräch mit den Performer:innen eingeladen.

  6. Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum e. V.

    Zwischenhalt Zwangsarbeit.
    Von September 2025 bis Juni 2026 entwickelt Schloß Trebnitz gemeinsam mit Erinnerungsinitiativen in der Region unter dem Titel „Zwischenhalt Zwangsarbeit. Gedenkort Bahnhof Trebnitz“ ein Konzept für die Erinnerung an Zwangsarbeit im Dorf und im ländlichen Raum. Wir freuen uns, dass wir zu diesem Zweck eine Förderung der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft im Rahmen des MemoRails-Programms erhalten. Im Zentrum des Projektes steht dabei der Bahnhof Trebnitz. Von ihm fanden viele Zwangsarbeiter*innen aus Europa, vor allem aber aus Polen den Weg in viele Höfe und Arbeitsstellen im Dorf und in der Region. Das Projekt möchte an das Leid der Betroffenen und an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnern und mit einer Jugendbegegnung zum Thema, Performances, einem Audio Walk und der Errichtung eines Gedenkzeichens am Bahnhof Trebnitz ein sichtbares Zeichen für eine breite und engagierte Erinnerungsarbeit leisten.

  7. Sinti-Allianz Deutschland NRW e. V.

    Deutz-Tief – Gleis ins Vergessen
    „Deutz-Tief – Gleis ins Vergessen“ ist ein erinnerungskulturelles Projekt, das die weitgehend unbekannte Geschichte der Verfolgung und Deportation von Sinti und Roma, Jenischen und weiteren marginalisierten Gruppen am Kölner Deutzer Bahnhof sichtbar macht. Der Ort, heute ein alltäglicher Verkehrsknotenpunkt, war 1940 Schauplatz einer der frühesten Deportationen aus dem Rheinland. Viele der damals Verschleppten kehrten nie zurück, ihre Namen und Geschichten blieben lange unsichtbar – mit Folgen für ihre Familien bis in die Gegenwart.

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