© Stiftung EVZ/Emanuel Barica
Sinti:ze und Rom:nja wurden von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet. Antiziganismus, Diskriminierung und Ausgrenzung prägen auch heute noch ihren Alltag und beschränken ihre gesellschaftliche Teilhabe. Die Stiftung EVZ unterstützt im Rahmen des Clusters "Handeln gemeinsam mit Selbstorganisationen" und in Kooperation mit der Freudenberg Stiftung Projekte von und für Rom:nja und Sinti:ze und tritt für ihre Rechte ein. Das Förderprogramm soll Sinti:ze und Rom:nja, ihre Selbstorganisationen und ihre politische Teilhabe stärken.
Zahlreiche Selbstorganisationen von Sinti:ze und Rom:nja engagieren sich seit Jahrzehnten für ihre Anerkennung, ihre Rechte und für gleichberechtigte Teilhabe. Die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) unterstützt diese Arbeit seit über zehn Jahren, seit 2019 in Partnerschaft mit der Freudenberg Stiftung, in enger Zusammenarbeit mit Vertreter:innen der Communities. Ziel ist es, die Stimmen von Sinti:ze und Rom:nja zu stärken, ihre Selbstorganisationen nachhaltig zu unterstützen und ihre politische und gesellschaftliche Teilhabe auszubauen.
Mit dem Förderprogramm selbst.bestimmt! setzen wir 2026 neue Schwerpunkte: Wir möchten Selbstorganisationen von Sinti:ze und Rom:nja in Deutschland fördern, die gesellschaftliche Veränderungen aktiv gestalten – lokal, regional oder bundesweit. Die Förderung soll dazu beitragen, neue Handlungsspielräume zu eröffnen, Entscheidungsprozesse zu beeinflussen und nachhaltige Wirkungen zu erzielen.
Mit dieser Ausschreibung möchten wir Selbstorganisationen von Sinti:ze und Rom:nja in Deutschland fördern, die gesellschaftliche Veränderungen aktiv gestalten – lokal, regional oder bundesweit. Die Förderung soll dazu beitragen, neue Handlungsspielräume zu eröffnen, Entscheidungsprozesse zu beeinflussen und nachhaltige Wirkungen zu erzielen.
Vernetzungstreffen im Oktober 2026 in Kassel, Foto: Nini Skripietz
Wir möchten den im Förderprogramm geförderten Organisationen die Möglichkeit geben, sich auch über die Projektförderung hinaus weiterzubilden, sich mit anderen Selbstorganisationen auszutauschen und Ihre Organisation zu stärken. Zu diesem Zweck bieten die Stiftung EVZ und die Freudenberg Stiftung ein Netzwerk für Empowerment an. Das Netzwerk soll Ihnen in verschiedenen Formaten vielfältige Impulse zur Qualifizierung und Stärkung bieten. Das Begleitprogramm umfasst sowohl jährliche Netzwerktreffen als auch ein digitales Angebot auf der EVZ Academy – online platform.
Das begleitende Programmgremium berät die Stiftungen bei der Ausgestaltung des Programms und wählt Projekte für die Förderung aus. Mit der Einberufung des Gremiums unterstützt die Stiftung EVZ aktiv die Forderung der Unabhängigen Kommission Antiziganismus nach mehr Partizipation für Sinti:ze und Rom:nja in Medien, Politik, Wissenschaft und Verwaltung. Die Mitglieder des Gremiums 2026 sind Benjamin Adler, Sabina Salimovska, Mareile Krause, Silas Kropf und Edlira Majko. Folgende Beteiligungsregelung ist von den Mitgliedern des Gremiums unterzeichnet worden:
Mitglieder des Programmgremiums beteiligen sich weder an der Formulierung einer Projektidee noch an der Entscheidung, ob ein Projekt eingereicht wird. Sie erhalten keine Honorare/Gehälter der Stiftung EVZ bei geförderten Projekten des Programms. Sie dürfen passives Mitglied bei Trägern sein oder in deren Kontroll-/Beratungsgremien mitwirken. Wenn solche Träger eine Projektidee einreichen, sind betreffende Mitglieder des Programmgremiums von der Beratung der Projektidee im Gremium ausgeschlossen. Eine aktive Position bei einem Träger während der Ausschreibungsfrist (z.B. Projektleitung, Vorstandsmitglied, Geschäftsleitung) führt zum Förderausschluss des Trägers. Fälle von Befangenheit werden der Stiftung EVZ mitgeteilt.
© Stiftung EVZ/Emanuel Barica
"Was mich am Thema des Programms besonders angesprochen hat, ist die Vorstellung von Selbstbestimmung als gemeinschaftlicher Prozess und nicht als individueller. In der heutigen Welt bleiben viele Stimmen noch immer ungehört oder werden übersehen; daher ist es unerlässlich, Räume zu schaffen, in denen sich Menschen frei äußern können.
In meiner Illustration zeige ich eine Gruppe unterschiedlicher Menschen, die aktiv Ideen austauschen, ihre Stimme erheben und gemeinsam ihre Umgebung gestalten. Die Botschaft lautet: Teilhabe ist nicht passiv, sondern etwas, das wir gemeinsam aufbauen. Selbstbestimmung beginnt, wenn Menschen sich gesehen, gehört und zum Handeln befähigt fühlen."
Emanuel Barica, Künstler und Live-Performer, Berlin
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