Die Gründung der Stiftung EVZ geht zurück auf eine Einsicht: Verantwortung verjährt nicht. Unser Auftrag ist, in Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus, für gleiche Würde und gleiche Rechte aller Menschen einzustehen.

Mit Blick auf unseren Stiftungsauftrag und unsere zivilgesellschaftlichen Partner in Sachsen-Anhalt alarmiert uns das gestrige Wahlergebnis zutiefst: Erstmals nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs holt ein vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufter Landesverband die Mehrheit der Stimmen.

Uns alarmiert das Wahlergebnis einer rechtsextremen Partei in Sachsen-Anhalt, die:

  • Verantwortung für die Opfer des NS-Unrechts vermissen lässt und in ihrem Programm von “…Verewigung des Schuldkomplexes…” spricht.
  • die Kontinuitäten von Ausgrenzung und Hass bestreitet und verbreitet, “…dass es echten Rassismus kaum noch gibt…”.
  • ignoriert, dass antisemitische, antiziganistische oder queer feindliche Übergriffe dramatisch zugenommen haben und “… eine Überbetonung der Rechte von Minderheiten…” beklagt.

An 

  • Gedenkstätten und Erinnerungsorte für NS-Unrecht, 
  • Organisationen der historisch-politischen Bildung und der Anti-Diskriminierungsarbeit sowie 
  • an Selbstorganisationen von Jüdinnen:Juden, Rom:nja und Sinti:ze sowie LGBTIQ-Personen in Sachsen-Anhalt: 

Wir glauben an euren wichtigen Beitrag zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung und stehen an Eurer Seite.

Mit Blick auf unseren Stiftungsauftrag bekräftigen wir: Unsere Solidarität übersetzen wir weiter in verstärktes Engagement für zivilgesellschaftliche Organisationen unter Druck in Deutschland und der Welt. Wir machen uns stark für ein solidarisches, tolerantes und weltoffenes Land, das die Lehren aus der Geschichte ernst nimmt.

 

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