Lernen zu NS-„Euthanasie“-Verbrechen: Drei neue Projekte der Bildungsagenda – drei neue Zugänge
Am 01. September erinnern wir an die Verbrechen der NS-„Euthanasie“. Allein im Rahmen der „Aktion T4“ wurden 1940 und 1941 mehr als 70.000 Menschen als „lebensunwert“ stigmatisiert und in den Tötungsanstalten Bernburg, Brandenburg, Grafeneck, Hadamar, Hartheim und Pirna-Sonnenstein ermordet. Insgesamt fielen den NS-„Euthanasie“-Verbrechen europaweit mehr als 300.000 Menschen zum Opfer.
Wie kann heute an diese Verbrechen erinnert und ihre Bedeutung für die Gegenwart vermittelt werden? Drei neue Projekte der Bildungsagenda NS-Unrecht setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte und bieten differenzierte Zugänge:
„Verfolgte Vielfalt – Erinnern für eine inklusive Gesellschaft“ der Volkshochschule Meppen beleuchtet die Mehrfachdiskriminierung von NS-„Euthanasie“-Opfern und möchte junge Menschen für historische und aktuelle Formen von Ausgrenzung und Intersektionalität sensibilisieren.
Das Projekt „MEMOR-I-ALL III – Normal. Anders. Sein.“ aus Wiesbaden möchte über Installationen, Workshops und Multimedia-Formate die Geschichten verfolgter Menschen aufgrund ihrer Behinderung sichtbar machen und das Bewusstsein für heutige Debatten zur Normierung von Behinderung stärken.
Aktion Zivilcourage e. V. verbindet im Projekt „Digitale Gedenkspur Pirna“ Biografien und Orte der NS-„Euthanasie“ mithilfe einer kuratierten Lernkarte und macht diese für Jugendliche zugänglich.
