MEMO-Studie

Mit „MEMO Deutschland – Multidimensionaler Erinnerungsmonitor” erforscht das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung Bielefeld (IKG) seit 2018, was, wie und wozu Bürger:innen in Deutschland historisch erinnern. Ziel ist die empirische Dokumentation der in Deutschland vorherrschenden Erinnerungskultur, erfasst in Form einer repräsentativen Meinungsumfrage im Bevölkerungsquerschnitt.

Ein Fokus liegt dabei auf dem Erinnern an die Shoah und die Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung von Menschen und Menschengruppen in der Zeit des Nationalsozialismus. MEMO Deutschland zeigt auf, was für Bürger:innen historisch bedeutsam ist und welche Einstellung sie selbst zur Erinnerungskultur haben. Es gibt zahlreiche Debatten darüber, wie es um die Erinnerungskultur in Bezug auf den Nationalsozialismus steht. MEMO liefert die Daten dazu, welche Erinnerungskultur sich in den Wahrnehmungen und Erfahrungen der Bürger:innen widerspiegelt. Damit sollen die Debatten versachlicht werden. Die abgefragten Einschätzungen liefern zudem Impulse für eine zeitgemäße historisch-politische Bildung in Deutschland.

Studien und Fokusberichte

Alle Studien sind auch auf englisch und teilweise auf russisch erhältlich. 2020 und 2021 erschien zusätzlich ein Fokusbericht, der die wichtigsten Ergebnisse zusammenfasst.

Das kritische Gedächtnis Russlands. Eine empirische Exploration zur russischen Erinnerungskultur 2023

MEMO Studie V 2022

MEMO Studie IV 2021

Audio

Vorständin Dr. Andrea Despot zu den MEMO-Studien

„Digital ja, aber zum verstehenden und mitfühlenden Erinnern gibt es keinen Königsweg. Wir nehmen das Resultat auch als Auftrag, in unserer Förderung auszuloten, wie Innovation, Didaktik und die Vermittlung dieser Ansätze zusammenkommen können – über Lernformen, Altersgruppen und Länder hinweg. Umso wichtiger ist vor dem Hintergrund der MEMO-Ergebnisse eine lebendige Erinnerungskultur, die Neugierde weckt, Bezüge herstellt und möglichst viele Menschen in unserer Gesellschaft anregt, sich aktiv mit historischem Wissen auseinanderzusetzen.“ Dr. Andrea Despot, Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ, zur MEMO Studie.

MEMO Studie III 2020

MEMO Studie II 2019

MEMO Studie I 2018

Ansprechpersonen

Corinna Jentzsch

Projektkoordination

Tel.: +49 (0)30 25 92 97-26
E-Mail: jentzsch@stiftung-evz.de

Katrin Kowark

Leitung Kommunikation

Tel.: +49 (0)30 25 92 97-24
E-Mail: kowark@stiftung-evz.de

Projektleitung IKG

Michael Papendick, Projektleiter der Studie beim Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung Bielefeld (IKG)