Jubiläumsveranstaltung

Gemeinsam mit rund 80 Teilnehmenden aus 16 Ländern feierte die Stiftung EVZ am 25. und 26. September 2025 in Berlin das fünfjährige Bestehen von JUGEND erinnert international. Im Rahmen des Förderprogramms, das von der Stiftung EVZ umgesetzt und vom Auswärtigen Amt finanziert wird, setzen sich junge Menschen aus ganz Europa mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinander – kritisch, aktiv und über (Landes-)Grenzen hinweg.

Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung unter dem Motto „#5YPRI – Connecting Communities of Remembrance“ standen europäische Perspektiven auf Erinnerungskultur, das Lernen an Orten der NS-Verfolgung und die Frage, wie Erinnerung heute auch im digitalen Raum grenzüberschreitend gedacht und gestaltet werden kann. In Präsentationen, Diskussionsrunden und Exkursionen zu Gedenkorten in Berlin und Brandenburg zeigten die Projektträger, welche innovativen Formate, digitalen Produkte und Bildungsangebote in den vergangenen Jahren entstanden sind – und wie sie junge Menschen ermutigen, sich für Demokratie und Menschenrechte stark zu machen.

Highlights

Fotowettbewerb „Traces of Memory“Fotowettbewerb „Traces of Memory“

Ein Höhepunkt war die Auszeichnung der Finalist:innen des Fotowettbewerbs „Traces of Memory“. Teilnehmer:innen aus den Projekten waren aufgerufen, Fotos einzureichen, die ihre persönliche Auseinandersetzung mit der Geschichte dokumentieren. Die Finalist:innen präsentierten ihre Beiträge, die durch besondere Tiefe und Perspektivenvielfalt berührten, und berichteten von ihren Beweggründen und Recherchen.

Panel Diskussion „Who can beat TikTok? Digital Space vs. Civic Education?"

  1. Gina Wiedemann

    „Was mir in der Diskussion über Erinnerungskultur fehlt, ist ein Funke Aktivismus. Wir sprechen oft sehr akademisch darüber, weil das Thema stark aus dem wissenschaftlichen Bereich kommt. Dabei sind so viele junge und engagierte Menschen beteiligt – und ich finde nicht, dass man einen Forschungs- oder akademischen Hintergrund braucht, um sich ehrenamtlich zu engagieren oder in der Erinnerungsarbeit aktiv zu sein.“

  2. Anna Lenchovska

    “Ich glaube, dass Vertrauen etwas ist, das in unserer vom Krieg geprägten Gesellschaft, aber auch international und in Europa wieder aufgebaut und erneuert werden muss. Politiker:innen und Zivilgesellschaft müssen enger zusammenarbeiten, um neue Regeln für den Umgang mit den Herausforderungen und Chancen der digitalen Welt zu entwickeln – insbesondere im Hinblick auf die Meinungsfreiheit. Denn manche Staaten nutzen Zensur gezielt, um Freiheiten einzuschränken und eine alternative Realität zu konstruieren."

  3. Pawel Sawicki

    „Wir müssen Netzwerke aufbauen, zusammenarbeiten und voneinander lernen, um neue Wege zu finden, unsere Botschaft zu vermitteln. Gleichzeitig müssen wir aber auch darauf achten, das Gedenken nicht zu instrumentalisieren oder zu verfälschen. Die Geschichte des Holocaust und die Gräueltaten, die vor achtzig Jahren begangen wurden, sind komplex und vielschichtig.“

Auschwitz Memorial

Programm

Das Programm zur Veranstaltung finden Sie hier.