Shared Civic Futures

Die deutsch-israelischen Beziehungen durchlaufen derzeit einen bedeutenden generationsbedingten und gesellschaftlichen Wandel. Da die Generation der Holocaust-Überlebenden immer kleiner wird, sind neue Formen des Gedenkens, des zivilgesellschaftlichen Engagements und der demokratischen Zusammenarbeit unerlässlich, um die Beziehungen zwischen beiden Gesellschaften aufrechtzuerhalten und zu erneuern.

Bis zum 30. September bewerben!

Teilnahmeberechtigte Länder sind Deutschland und Israel. The call for proposals is in English only.

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Über das Förderprogramm

Seit vielen Jahren engagiert sich die Stiftung EVZ aktiv in den deutsch-israelischen Beziehungen durch ihre Unterstützung von Überlebenden der NS-Verfolgung, Gedenkinitiativen und der zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit. Dieses Engagement ergibt sich aus der historischen Verantwortung der Stiftung EVZ und ihrem Einsatz für die Bekämpfung von Antisemitismus, die Stärkung demokratischer Gesellschaften und die Bewahrung der Erinnerung an die nationalsozialistische Verfolgung.

Gleichzeitig sehen sich sowohl Deutschland als auch Israel mit wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Öffentliche Debatten sind zunehmend polarisiert, digitale Räume werden von Desinformation, Hassrede und vereinfachenden Narrativen geprägt, und demokratische Institutionen sowie zivilgesellschaftliche Organisationen stehen unter wachsendem Druck. Die Ereignisse vom 7. Oktober 2023 und ihre Folgen haben die Spannungen und Unsicherheiten in beiden Gesellschaften weiter verschärft.

Vor diesem Hintergrund ist die Zusammenarbeit zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren in Deutschland und Israel besonders wichtig. Gerade in Zeiten der Polarisierung bedarf es Räume, die Austausch, kritische Reflexion und die Entwicklung innovativer demokratischer und bürgerschaftlicher Ansätze ermöglichen.

Mit dem Programm Shared Civic Futures unterstützt die Stiftung EVZ deutsch-israelische Partnerschaften, die sich mit demokratischer Resilienz, Antisemitismus und Polarisierung gesellschaftlichen Narrativen auseinandersetzen. Das Programm verbindet historische Verantwortung mit aktuellen demokratischen Herausforderungen und fördert Projekte, die neue Wege der Zusammenarbeit, des Verständnisses und des zivilgesellschaftlichen Engagements entwickeln.

Was wir fördern

Das Programm fördert institutionalisierte Kooperationsprojekte zwischen Organisationen aus Deutschland und Israel.

Die Projekte müssen einem der beiden folgenden Förderlinien zugeordnet sein:

A.  Antisemitism in the Digital Sphere

Digitale Plattformen und soziale Medien haben sich zu zentralen Räumen für öffentliche Kommunikation und zivilgesellschaftlichem Engagement entwickelt. Gleichzeitig verbreiten sich antisemitische Narrative, geschichtsrevisionistische Darstellungen des Holocausts und Israel-bezogener Antisemitismus rasch in diesen digitalen Umgebungen und über nationale Grenzen hinweg.

Das Programm unterstützt Projekte, die innovative pädagogische, zivilgesellschaftliche oder technologische Ansätze entwickeln, um antisemitischen und anderen antidemokratischen Narrativen im digitalen Raum entgegenzuwirken und den demokratischen Diskurs zu stärken.

B. Visual Narratives of German and Israeli Civil Societies

Bilder, Filme und andere visuelle Medien prägen gesellschaftliche Narrative über Geschichte, Identität und Gegenwart. Sie spiegeln individuelle und kollektive Erfahrungen sowohl auf kognitiver als auch auf emotionaler Ebene wider. Insbesondere im deutsch-israelischen Kontext spielen visuelle Darstellungen eine zentrale Rolle bei der Förderung des gegenseitigen Verständnisses für historische Erfahrungen, aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und Zukunftsperspektiven.

Das Programm unterstützt daher Kooperationsprojekte, die visuelle Medien und audiovisuelle Formate nutzen, um gemeinsame Erfahrungen zu erforschen und neue Formen des zivilgesellschaftlichen Verständnisses und Engagements in beiden Gesellschaften zu entwickeln.

Besonderes Augenmerk gilt dabei Projekten, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen, Erfahrungen mit Resilienz und Zukunftsvisionen in Deutschland und Israel seit 2020 befassen.

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Kontakt

Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Förderprogramm? Bitte wenden Sie sich an scf@stiftung-evz.de.