
© Stefanie Loos
© Leonhard Stöcklein/FAU Erlangen-Nürnberg
Ein Kooperationsprojekt zwischen dem Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Bayern und dem Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Entschädigungsleistungen wurden immer wieder gegeneinander aufgerechnet, das lässt einen nicht los und man denkt ständig: Was hat die Person nicht sowieso schon alles durchgemacht? Die zuständige Behörde hat korrekt nach dem Gesetz gehandelt – aber Recht und Moral, das wird immer wieder klar, sind unterschiedliche Dinge.
Anhand des Bestandes von den ca. 1000 Entschädigungsakten des bayerischen Landesverbandes wurde der Prozess der Entschädigungspraxis nach 1945 bis in die Gegenwart über eine multiperspektivische Herangehensweise veranschaulicht. Das Projekt hat dabei unter Einhaltung forschungsethischer und datenschutzrechtlicher Vorgaben die Entschädigungsakten digitalisiert und wissenschaftlich ausgewertet.
Zum Sammelband über die Geschichte der Wiedergutmachung
Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Entschädigungsakten bildeten die Grundlage für die Erarbeitung und Erprobung von didaktischen Materialien für den Einsatz in Hochschulen und Institutionen der außerschulischen Bildungsarbeit.
Zu den didaktischen Bildungsmaterialien
Der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Bayern, vertritt die Interessen der in Bayern lebenden deutschen Sinti und Roma. Die Umsetzung des Europäischen Rahmenübereinkommens zum Schutz nationaler Minderheiten gehört zu seinen wesentlichen Aufgaben.
Mit dem Projekt können wir unser Erbe,den Kampf um eine gerechte 'Wiedergutmachung' für Sinti:ze und Rom:nja, in Form von digitalisierten Akten der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Damit werden das Lernen und auch die Auseinandersetzung mit dem Thema möglich.
Kooperationspartner: Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Förderland: Deutschland
Laufzeit: 01.10.2023 bis 30.11.2025
