Karya 1943: Erinnern an Besatzung, Zwangsarbeit und jüdisches Leben in Griechenland

Das Projekt macht die in Deutschland weitgehend unbekannte Geschichte der nationalsozialistischen Besatzung Griechenlands sichtbar – insbesondere die Zwangsarbeit und die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung.

Was möchten der Projektträger und die Stiftung EVZ mit dem Projekt bewirken?
Das Projekt macht die in Deutschland weitgehend unbekannte Geschichte der nationalsozialistischen Besatzung Griechenlands sichtbar – insbesondere die Zwangsarbeit und die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung. Es vermittelt Wissen über die Verbrechen und das erlittene Leid, bezieht junge Menschen und Nachkommen aktiv ein und schafft Räume für eine gemeinsame Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.
Wer macht mit und wen erreicht das Projekt?
Das Projekt bringt NS-Verfolgte, Nachkommen und Selbstorganisationen mit griechischen und deutschen Studierenden, Schüler:innen, Journalist:innen und Lehrkräften zusammen. Es schafft generationsübergreifende Begegnungen und stärkt den transnationalen Austausch über Erinnerung und Verantwortung.
Warum fördert die Stiftung gerade dieses Projekt?
Im Zentrum steht eine Ausstellung, die aus der Perspektive der Verfolgten erzählt. Sie macht die deutsche Besatzung, die Hungersnot, der über 100.000 Menschen zum Opfer fielen, und den Holocaust an den griechischen Jüdinnen und Juden sichtbar – in Griechenland wie auch in Deutschland. Die Universität Osnabrück führte als Kooperationspartnerin vor Ort in Karya umfangreiche geoarchäologische Untersuchungen durch, deren Ergebnisse in die digitale Ausstellung eingeflossen sind.

Datenblatt

Projektträger: Stiftung Topographie des Terrors/Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Förderzeitraum: 2022–2024
Fördersumme: 709.186 Euro
Förderländer: Deutschland, Griechenland
Webseite: www.karya1943.eu