
© Paul Bentzen
© Daria Yemtsova
Propaganda und Gewalt gegen LGBTIQ-Personen nehmen zu und die Medien spielen eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung homophober und transphober Narrative. Das Projekt thematisiert diese Verantwortung im Kontext der Verfolgung queerer Menschen im Nationalsozialismus sowie in der heutigen politischen Realität.
History Unit brachte Medienschaffende und Aktivist:innen mit Erfahrung in der Inhaltserstellung für Workshops zusammen, die die Verfolgung queerer Menschen im Nationalsozialismus und aktuellen Kontexten behandeln. Durch Aktivitäten wie Besuche in ehemaligen Konzentrationslagern, Diskussionen mit Historiker:innen, Zeitzeug:innen und Aktivist:innen gewannen Teilnehmende Wissen für spätere gemeinsame journalistische Projekte.
Unter Verwendung verschiedener Formate erforschen die Beiträge Themen wie Homophobie, Diskriminierung und queere Geschichte, die in den Medien wenig Platz finden. Durch Einbeziehung von Journalist:innen und Aktivist:innen strebte History Unit sowohl professionelle Standards als auch Insiderwissen über queere Perspektiven an. Die Ergebnisse wurden in den Medien der Zielländer und bei öffentlichen Veranstaltungen präsentiert.
Eine Auswahl der Veröffentlichungen zur Verfolgung queerer Menschen und zu ihrem Widerstand von der Zeit des Nationalsozialismus bis heute:
Jenseits des Binären. Über trans*, genderqueere und lesbische Identitäten in Polen und Deutschland vom 19. Jahrhundert bis heute von Małgorzata Sikora-Tarnowska, Fides Schopp, Leo Paulsen, veröffentlicht auf dem Blog der Republik
Neue Geschichten über queere Persönlichkeiten und Kultur Ost- und Mitteleuropas aus Eastern Queerope
Bewegende Geschichten: LGBTQI-ukrainische Flüchtlinge. Eine Rezension von sechs ausführlichen Interviews mit Menschen, die die Ukraine wegen des Krieges verlassen haben, von Oleksandra Kantser, Andrii Shestaliuk, veröffentlicht auf Oko.press
Queer-Rechte und Ehegleichheit unter Krieg, Autoritarismus und Demokratie. Eine Studie über die Ukraine, Belarus und Estland, drei Länder mit radikal unterschiedlichen Ansätzen, von Julia Holub, Gleb Veng, veröffentlicht auf Gender in Detail
Lücken in der Erinnerung – Queere Biografien während des Nationalsozialismus. Queere Überlebende der nationalsozialistischen Verfolgung konnten aufgrund der anhaltenden staatlichen Unterdrückung nicht offen über ihre Erfahrungen sprechen. Dieses deutschsprachige Audiostück ist eine Suche nach Hinweisen von Kio Weck, veröffentlicht auf freie-radios.net
Queerly Beloved: Roma- und Sinti-Widerstand durch die Jahrhunderte. Sechs Podcast-Episoden auf Deutsch erforschen die Geschichte der Roma und Sinti mit Schwerpunkt auf Aktivismus, Widerstand und dem Kampf für Gleichberechtigung und Gleichberechtigung von Melania Swiontek Brzezinski, Ann Toma-Toader, veröffentlicht auf taz
Queere und trans Menschen waren schon immer hier. Das sind ihre Geschichten. Wie stehen die bisherigen Biografien in Verbindung mit den Erfahrungen von trans Menschen heute? von Anton Ambroziak, Marit Blossey, veröffentlicht bei Oko.press, Siegessäule
Queere Fronten. Alice Weidel löst das Paradoxon, Vorsitzende der queer-feindlichen AfD zu sein, indem sie zwischen 'homosexuell' und 'queer' unterscheidet. Innerhalb der queeren Community öffnen sich auch Spaltungen durch Małgorzata Sikora-Tarnowska, Fides Schopp, Leo Paulsen, veröffentlicht in der Kontext Wochenzeitung
n-ost ist eine Medien-NGO mit Sitz in Berlin, die nationale Medienblasen durchbrechen will, indem sie über 500 Journalist:innen und Medien aus der EU, Osteuropa und Nachbarregionen zusammenbringt.
Kooperationspartner: Fundacja Autonomia (Polen), Human Constanta (Belarus, im Exil)
Förderländer: Belarus, Deutschland, Polen, Ukraine
Laufzeit: 01.02.2024 bis 31.12.2025
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