Post-Holocaust Remedies

Das Projekt integrierte die politische, entschädigungsorientierte Bewältigung der Folgen des Holocaust in die rechtswissenschaftliche Lehre im Rahmen einer Summer School. Dabei wurden rechtshistorische, rechtsvergleichende und interdisziplinäre Perspektiven der Transitional-Justice-Forschung genutzt, um eine kritische Reflexion über Instrumente der „Wiedergutmachung" und Strategien der Vergangenheitsbewältigung zu ermöglichen.

Der Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Völkerrecht der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen organisierte unter der Leitung von Prof. Dr. Thilo Marauhn eine vierwöchige internationale „Summer School" in Kooperation mit der Reichman Universität, Israel. Ein kritisch juristischer Ansatz mit rechtshistorischen und rechtsvergleichenden Elementen, kombiniert mit einer interdisziplinären Ausrichtung unter Einbeziehung der Transitional Justice Forschung ermöglichte 25 deutschen, israelischen und kolumbianischen Studierenden der Summer School die kritische Reflexion über Instrumente und Maßnahmen der „Wiedergutmachung". Das Lehrmaterial baute auf theoretischen und praktischen, politischen und akademischen Debatten auf.
Regelmäßige Online-Treffen sowie eine internationale Konferenz ermöglichten einen kontinuierlichen Austausch zwischen Studierenden, Dozent:innen und relevanten Akteur:innen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Der Fokus lag in allen Projektphasen auf der Einbeziehung der Opferperspektive.

Alleinstellungsmerkmal des Projekts

Das Alleinstellungsmerkmal dieses Projekts war die Integration der politischen, entschädigungsorientierten Bewältigung der Folgen des Holocaust in die rechtswissenschaftliche Lehre im Rahmen der Summer School, die auf innovativen Lehrformaten aufbaute. Allen Projektteilnehmenden und -akteuren wurde die Gelegenheit eröffnet, sukzessive wissenschaftliche Beiträge zum Thema zu veröffentlichen. Es entstanden Podcast-Episoden und ein Working Paper zum Thema.

Datenblatt

Projektdurchführende:
Prof. Dr. Thilo Marauhn und Dr. Ayşe-Martina Böhringer, Akademische Rätin a.Z., Professur für Öffentliches Recht und Völkerrecht, Justus-Liebig-Universität Gießen

Kooperationspartner:innen:
Philipps-Universität Marburg
Harry Radzyner Law School, Reichman University

Förderland: Deutschland
Laufzeit: 01.08.2022 bis 31.01.2024

holocaust-remedies.com