sichtbar machen – Kommunikation im und über den Holocaust

Das Projekt des Museumsdiensts und des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln machte Verschwundenes sichtbar, gab Einblicke in vernichtete Gedankenwelten und rekonstruierte zerstörte Kommunikationsräume.

Zentrales Ergebnis ist ein vielschichtiges Web-Portal, in dem exemplarisch die Lebens- und Verfolgungsgeschichte der jüdischen Kölner Familie Schönenberg dargestellt wird. Anhand von Selbstzeugnissen (Briefe/ Tagebücher) vermittelt das Portal neue Einblicke in die damalige Gedanken- und Wahrnehmungswelt der Betroffenen selbst. 

3D-Visualisierungen, 4D-Morphing-Elemente und künstlerische Adaptionen veranschaulichen die zunehmende Einengung des Lebens- und Wohnumfeldes von der gutbürgerlichen Wohnung über das Haus im Ghetto bis zum Sammellager und zur Deportation. 

Verknüpfungen mit Zeitzeug:innen-Interviews betten die Familiengeschichte in multiperspektivische Sichtweisen ein. Erläuternde historische Informationen und die Verknüpfung mit der Gesamtedition der Selbstzeugnisse dienen der Kontextualisierung. 

Projektionen im Stadtraum

Die Projektergebnisse fanden in Form von drei Großprojektionen zudem direkten Eingang in den Stadtraum: An Orten, die in den Briefen und Tagebüchern beschrieben wurden – an denen sich Ausgrenzung und Verfolgung vor den Augen der Gesamtgesellschaft abspielten.

Museumsdienst und NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Der Museumsdienst Köln organisiert für die Kölner Museen die Bildungs- und Vermittlungs- sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Er koordiniert als Projektträger die Erarbeitung von Portal und Projektionen durch ein freiberufliches Team in engem Austausch mit dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln.

Datenblatt

Kooperationspartner: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Förderland: Deutschland
Laufzeit: 01.10.2021 bis 31.12.2022

www.museumsdienst.koeln
www.museenkoeln.de
www.nsdok.de 
sichtbar-machen.online