Ob Spiegel, Stern oder die Tagesthemen: Sie alle verbindet eine NS-Vergangenheit. Doch Antisemitismus entstand nicht plötzlich im Jahr 1933 und verschwand nach 1945 wieder. Die Medien spielten in der Zeit des Nationalsozialismus, aber auch davor und danach, eine zentrale Rolle bei der Verbreitung antisemitischer Bilder und Erzählungen. Bis heute wirken antisemitische Narrative in der journalistischen Berichterstattung nach. Gleichzeitig werden Journalist:innen immer wieder Opfer von Gewalt, die häufig durch antisemitische Verschwörungsmythen angeheizt wird.
Wie können wir diesen Herausforderungen begegnen? Welche Lehren lassen sich aus der Geschichte ziehen? Und wie kann Antisemitismus in der eigenen journalistischen Praxis und im redaktionellen Alltag reflektiert werden?
Das Projekt „Unter Druck? Medien & Antisemitismus im NS-Staat und heute” ging antisemitischen Narrativen in der Presse nach, zeigte Kontinuitäten auf und unterstützte Journalist:innen dabei, sich tiefgreifend mit dem Thema auseinanderzusetzen. Angeboten wurden Workshops für Medienmachende, eine Ausstellung wurde erarbeitet sowie ein Learntool gelauncht.
Kooperationspartner: TH Köln (Studiengang Online-Redaktion), Nürnberger Nachrichten, Kölner Stadt-Anzeiger
Förderland: Deutschland
Laufzeit: 01.02.2024 bis 31.12.2025
unter-druck.net
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