© Lauren Leidermann
Das Projekt entwickelte neue digitale Formen der Darstellung des Jüdischen Friedhofs Görlitz als einem der wenigen erhaltenen Orte jüdischen Kulturerbes in der Region. Im Verlauf des Projekts entstand eine eigene digitale Erinnerungs- und Lernplattform, die den Friedhof virtuell zugänglich macht und Inhalte zur jüdischen Geschichte und Kultur in Görlitz bündelt.
Im Rahmen des Projekts wurden Angebote und Vermittlungsformate entwickelt, die die Geschichte des Friedhofs und der jüdischen Gemeinde virtuell und vor Ort erfahrbar machten. Auf der Projektwebsite wurden Inhalte zum Jüdischen Friedhof Görlitz, zur jüdischen Geschichte und Kultur der Stadt sowie Bildungsangebote bereitgestellt.
Durch Recherche, Dokumentation und pädagogische Vermittlung machte das Projekt Leerstellen der (jüdisch-)deutschen Geschichte in Görlitz sichtbar. Die Ergebnisse flossen in Bildungsangebote und Veranstaltungsformate für die interessierte Öffentlichkeit ein. Dazu gehörten unter anderem Schulworkshops, Filmvorführungen, drei Projektwochen mit Schüler:innen aus Görlitz, Dresden, Ostritz und Zgorzelec sowie eine öffentliche Präsentation der digitalen Vermittlungsangebote.
Hillersche Villa
Träger des Projekts war die Hillersche Villa GmbH, ein soziokulturelles Zentrum mit Standorten im Süden des Landkreises Görlitz und Wirkungsorten in Dresden, Leipzig, der Oberlausitz und den Nachbarländern. Die Hillersche Villa brachte ihre Erfahrung in der historisch-politischen Bildung in der Region sowie ein Netzwerk von Expert:innen in das Projekt ein. Gemeinsam mit Kooperationspartner:innen aus der Zivilgesellschaft vor Ort und der jüdischen Community leistete sie damit einen Beitrag zu einer kritischen und niedrigschwelligen Erinnerungs- und Gedenkarbeit.
Kooperationspartner: Stadt Görlitz, Meetingpoint Memory Messiaen, Jewish Remembrance Week Görlitz, Deutsch-Amerikanisches Institut Sachsen, TaMaR Germany
Förderland: Deutschland
Laufzeit: 01.07.2024 bis 31.12.2025
Projektwebsite: www.mitzvah.eu
