In Echt? - Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen

Wie können NS-Zeitzeug:innen in der Zukunft erlebt werden? Die bundesweite Tour bringt das Projekt „In Echt? Begegnungen mit NS-Zeitzeug:innen“ in verschiedene Regionen Deutschlands. Im Mittelpunkt stehen Begegnungen, Gespräche und kulturelle Veranstaltungen vor Ort. Das Projekt wurde bis Ende des Jahres 2025 im Rahmen der Bildungsagenda NS-Unrecht gefördert.

Die letzten Zeitzeug:innen werden nicht müde, ihre Erinnerungen mit den nachfolgenden Generationen zu teilen. Ihr Engagement dient uns als Mahnung, denn ihre Geschichten sind ein wichtiger Teil unseres kulturellen Gedächtnisses.

Die bundesweite Ausstellung „In Echt? – Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen“ zeigt einen möglichen Weg, wie virtuelle Zeitzeug:innengespräche die Erzählungen der Überlebenden bewahren und die Lücke füllen können, wenn es keine Zeitzeug:innen mehr gibt. Es analysiert und vermittelt neben dem Potenzial auch die Grenzen dieser Möglichkeiten der virtuellen Realität für die Geschichtsvermittlung und Erinnerungskulturen.

Wie wurde die Ausstellung entwickelt?

Aus vorliegenden Rohdaten wurden exemplarisch Interviewsequenzen ausgewählt und zu einer oder mehreren kleinen, qualitativ und visuell hochwertigen prototypischen AR, VR oder MR-Anwendungen entwickelt. Diese Experiences wurden im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) wie auch auf Tour mit einem mobilen Erinnerungsraum an verschiedenen Standorten gezeigt und mit Expert:innen sowie einem breiten Publikum diskutiert.

Die mobile Ausstellung des Projektes ist ausleihbar – als Komplettpaket für Museen, Gedenkstätten, Schulen und Bildungseinrichtungen.

Sammelband

Die Erfahrungen, Diskussionen und wissenschaftlichen Perspektiven aus diesem Projekt wurden in einem Sammelband gebündelt. Die Beiträger:innen gehen der zentralen Frage nach, wie das Erinnern an den Holocaust weitergegeben werden kann, wenn es keine Zeitzeug:innen mehr gibt. Sie analysierten, wie digitale Formate Empathie und historisches Verständnis fördern können, ohne Authentizität oder Komplexität zu reduzieren. Gleichzeitig beleuchteten sie die ethischen Dimensionen einer Erinnerungskultur im Wandel – und unterstrichen die Bedeutung der Auseinandersetzung mit den Erfahrungen Überlebender gerade im aktuellen politischen Klima als unverzichtbaren Beitrag zur demokratischen Selbstvergewisserung.

Die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte

Die BKG gGmbH ist eine Kultur- und Bildungseinrichtung des Landes Brandenburg und der Landeshauptstadt Potsdam. Mit den Bereichen „Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte“, „Kulturland Brandenburg“ sowie „Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg“, präsentieren, vermitteln und fördern wir die brandenburgische Geschichte und kulturelle Gegenwart des Landes.

Trailer zur mobilen Ausstellung

Einblicke ins Projekt im Trailer

Datenblatt

Kooperationspartner:innen: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Förderländer: Deutschland
Laufzeit: 01.08.2022 bis 31.12.2025

Projektwebsite

Mehr zum Projekt

Magazin

Interview in der zweiten Ausgabe des Magazins der Bildungsagenda NS-UnrechtInterview in der zweiten Ausgabe des Magazins der Bildungsagenda NS-Unrecht

Die Projektleitenden Johanna Schüller und Christian Zipfel berichten im Gespräch von der engen Zusammenarbeit mit Zeitzeug:innen, dem virtuellen Zusammentreffen von Jung und Alt auf der Tour und von den Potenzialen eines interdisziplinären Projekts für die Bildungsarbeit.