© BKG, Ta-Trung
Wie können NS-Zeitzeug:innen in der Zukunft erlebt werden? Einsatzmöglichkeiten, Chancen und Herausforderungen zur zukünftigen Rolle volumetrisch aufgezeichneter Interviews von NS-Zeitzeug:innen wurden im Bereich der schulischen und außerschulischen Geschichtsvermittlung an der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte in Kooperation mit der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF erprobt und präsentiert. Daraus ist nun eine bundesweite Ausstellungstour entstanden.
Die letzten Zeitzeug:innen werden nicht müde, ihre Erinnerungen mit den nachfolgenden Generationen zu teilen. Ihr Engagement dient uns als Mahnung, denn ihre Geschichten sind ein wichtiger Teil unseres kulturellen Gedächtnisses.
Die bundesweite Ausstellung „In Echt? – Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen“ zeigt einen möglichen Weg, wie virtuelle Zeitzeug:innengespräche die Erzählungen der Überlebenden bewahren und die Lücke füllen können, wenn es keine Zeitzeug:innen mehr gibt.
Aus vorliegenden Rohdaten wurden exemplarisch Interviewsequenzen ausgewählt und zu einer oder mehreren kleinen, qualitativ und visuell hochwertigen prototypischen AR, VR oder MR-Anwendungen entwickelt. Diese Experiences wurden im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) wie auch auf Tour mit einem mobilen Erinnerungsraum an verschiedenen Standorten im Land Brandenburg gezeigt und mit Expert:innen sowie einem breiten Publikum diskutiert.
Die BKG gGmbH ist eine Kultur- und Bildungseinrichtung des Landes Brandenburg und der Landeshauptstadt Potsdam. Mit den Bereichen „Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte“, „Kulturland Brandenburg“ sowie „Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg“, präsentieren, vermitteln und fördern wir die brandenburgische Geschichte und kulturelle Gegenwart des Landes.
Von Mai bis September 2025 tourt das Projekt „In Echt? – Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen“ durch acht Städte in ganz Deutschland. Der mobile Ausstellungstruck gastiert bei Museen, Gedenkstätten, Bildungseinrichtungen und auf öffentlichen Plätzen. Das Ziel: Neue, interaktive Wege der Erinnerungskultur eröffnen und besonders jungen Menschen Zugänge zur NS-Geschichte bieten.
Zeitraum: 25.8.2025 – 27.5.2025
Ort: Vorplatz der Deutschen Nationalbibliothek
Zeit: von 16–18 Uhr
Zeitraum: 28.8.2025 – 30.8.2025
Ort: Willy-Brandt-Platz
Zeit: 28. und 29.8 von 16:30–18:30 Uhr und Samstag, den 30.8 von 11–18 Uhr
Zeitraum: 2.9.2025 – 6.9.2025
Ort: Auf dem Vorplatz des Deutschen Fußballmuseums
Zeit: 2.–5.9. von 16:30Uhr bis 18:30 Uhr und Samstag, den 6.9 von 11-18 Uhr
Zeitraum: 9.9.2025 – 13.9.2025
Ort: Am Grasmarkt (Stadtplatz zwischen dem Bremer Marktplatz und dem Bremer St. Petri-Dom)
Zeit: 9–12.9.2025 von 16:30 Uhr bis 18:30Uhr, Samstag, den 13.9 11-18 Uhr
Zeitraum: 17.9.2025 – 18.9.2025
Ort: Marktplatz
Zeit: 16:30–19:30 Uhr
Zeitraum: 19.9.2025 – 20.9.2025
Ort: Gedenkstätte Ahrensbök
Zeit: 12–18 Uhr
In Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Expert:innen wird die Veranstaltung die Zukunft der digitalen Erinnerungskultur diskutieren und Multiplikator:innen schulen. Die viertägige Summer School „VR und AR in der NS-Geschichtsvermittlung“ lädt ein, sich zu vernetzen und weiterzubilden, um auf die Herausforderungen des schnellen digitalen Wandels sowie die zunehmende Bedeutung von immersiven Medien und künstlicher Intelligenz in der Erinnerungsarbeit vorzubereiten und ihre Möglichkeiten und Grenzen auszuloten.
Kooperationspartner:innen: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Förderländer: Deutschland
Laufzeit: 01.08.2022 bis 31.12.2025
