Die Wirkung der Wiedergutmachung

Das transnationale Oral-History-Projekt generierte erstmals akademisch fundiertes Wissen über die Wirkungen der deutschen „Wiedergutmachung“ auf Überlebende und ihre Angehörigen. Die Basis dafür sind Videointerviews mit Aussagen von Überlebenden und/oder deren Nachkommen.

Für das Projekt hat die Touro University Berlin in sieben Ländern - Deutschland, Belgien, Polen, Israel, Belarus, Georgien und Lettland - Überlebende der deutschen Verfolgung im Zweiten Weltkrieg interviewt. Die Gespräche legen einen Fokus auf die Erfahrungsgeschichte der sogenannten Wiedergutmachung, also den individuellen Zahlungen an Überlebende, sowie ihre persönliche Deutung dieser finanziellen Leistungen. Die Interviews sind über die Plattform Oral-History.Digital der Freien Universität Berlin einsehbar und dauerhaft archiviert. Für eine Publikation haben Expert:innen diese Interviews untersucht und zeigen auf, wie frühere Verfolgte über die materiellen und symbolischen Leistungen denken und welche Erfahrungen sie gemacht haben. Angesichts von unendlichem Leid und Millionen Toten steht die Frage im Zentrum: Was wurde wirklich wiedergutgemacht?

Datenblatt

Kooperationspartner: Fondation Auschwitz in Brüssel und Ośrodek Karta in Warschau sowie Dr. Inka Engel (Universität Koblenz), Dr. Tamir Hod (Tel Hai Academic College, Kirjat Schmona, Israel) und Dr. Irina Rebrova (Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin)
Förderland: Deutschland
Laufzeit: 01.04.2024 bis 31.12.2025