Die Projekte der Bildungsagenda NS-Unrecht

Die Projekte der Bildungsagenda NS-Unrecht machen Schicksale verfolgter Menschen und Gruppen sichtbar – mit einem besonderen Fokus auf diejenigen, die bisher weniger öffentliche Aufmerksamkeit erhalten haben. Dabei entstehen kulturelle und digitale Formate, die Austausch fördern und Partizipation einfordern.

Projekt-Archiv

  • Stiftung Digitale Spielekultur

    Let’s Remember! Erinnerungskultur mit Games vor Ort

    Die Stiftung Digitale Spielekultur erprobt bundesweit in Kooperation mit dem Deutschen Kulturrat ortsgebundene Formate zur Etablierung einer durch Games getragenen Erinnerungskultur zum NS-Unrecht im Dialog mit Gedenkstätten, Museen und kulturellen Begegnungsorten. Alle Formate werden durch bedarfsorientierte Maßnahmen zur Qualifizierung der Mitarbeiter:innen vor Ort im Themenfeld der Spielekultur begleitet.

  • Crossborder factory

    Wer ist Walter? Widerstand gegen den NS in Europa

    „Walter“ war der Code-Name eines mythenumwobenen Widerstandskämpfers in Sarajevo. „Wer ist Walter?“ steht im Projekt symbolisch für die Feststellung, dass wir in Europa oftmals kaum bis nichts über die Geschichte(n) des Widerstands gegen NS und NS-Besatzung in anderen europäischen Ländern wissen. Das Projekt erforschte unbekannte Geschichten über Widerstand in Europa während des Zweiten Weltkrieg.

  • Schaubühne Berlin

    stolpern

    Beim theaterpädagogischen Kooperationsprojekt arbeiteten Jugendliche im Alter zwischen 15 und 21 Jahren gemeinsam zum Thema Rechtsruck. Ausgangspunkt für das städteübergreifende künstlerisch-partizipative Format waren die „Stolpersteine“, eine Arbeit des Künstlers Gunter Demnig, mit der er an in der NS-Zeit verfolgte Menschen erinnert.

  • Junges Schauspiel Frankfurt

    Fragile Verbindungen

    Fragile Verbindungen war ein modulares Theater-, Performance- und Videofilmprojekt mit divers besetzten Jugendensembles. Ausgehend von den Themen Kindertransporte und Zwangsarbeit in Frankfurt am Main setzten sich die Jugendlichen künstlerisch mit den Folgen erzwungener Migration, Erinnerungskultur, Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe auseinander.

  • Bidigi e.V.

    #insideHISTORY

    Beim Projekt entstanden Spaziergänge durch Berlin, Köln, München und Leipzig – digital und vor Ort. Klanginstallationen öffneten Räume für stille, persönliche Auseinandersetzung mit NS-Unrecht. Lebendige Erinnerungsorte entstanden: an den Orten des Geschehens, mitten in Städten.

  • Theater der Jungen Welt Leipzig

    MIRROR // MIRROR

    MIRROR // MIRROR war dreiteiliges, interdisziplinäres Projekt, das die Geschichte der NS-Zwangsarbeit in Leipzig mit aktuellen Fragen von Erinnerungskultur, digitaler Radikalisierung und gesellschaftlicher Verantwortung verknüpfte. Es entstanden ein interaktives Theaterplanspiel, ein Serious Game sowie ein partizipatives Stadtteilprojekt.

  • Münchner Kammerspiele

    Erinnerung als Arbeit an der Gegenwart

    Das Projekt verband Forschung zur NS-Vergangenheit der Münchner Kammerspiele mit der Auseinandersetzung mit aktuellen Formen von Faschismus, Gewalt und Verschwörungsideologien. In internationaler Zusammenarbeit wurden Erinnerungskulturen, die europäische Dimension der Shoah sowie die Bedeutung kollektiver Erinnerung in einer postmigrantischen Gesellschaft reflektiert.

  • Arolsen Archives

    #LastSeen

    Die Initiative #LastSeen stellt die Bilder der NS-Deportationen aus dem Deutschen Reich zwischen 1938 und 1945 in den Mittelpunkt. Die Fotos zeigen die letzten Momente der Verfolgten, bevor sie aus der Gesellschaft herausgerissen und ermordet wurden. Das Projekt wurde vom November 2021 bis Ende 2022 in der Bildungsagenda NS-Unrecht gefördert.

  • Geschichtsort Villa ten Hompel

    Das geht mich ja was an!

    Das Projekt „Das geht mich ja was an!“ lud Polizist:innen und Mitarbeiter:innen von Justizvollzugsanstalten ein, sich vor dem Hintergrund eigener Berufserfahrungen mit Gesellschaftsverbrechen im Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.

  • Europäische Akademie Berlin

    Onboarding Memories

    Die Partner aus Frankreich, Polen, Litauen und Deutschland entwickelten gemeinsam mit lokalen Geschichtsinitiativen und jungen Menschen eine 360° Ausstellung über die europäische Dimension der NS-Zwangsarbeit. Das Projekt machte Geschichte, System und vor allem die Opfer der NS-Zwangsarbeit sichtbar.

  • Humanity in Action Deutschland

    Untold Stories

    Welche Verfolgungsgeschichten und Orte sind in Vergessenheit geraten? Diese Frage stand im Zentrum des trilateralen Aktivierungs- und Bildungsprojekts gegen Antisemitismus, Rassismus und LGBTIQ-Feindlichkeit.

  • Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

    „Ewige Zuchthäusler?!“

    Die im Nationalsozialismus inhaftierten und hingerichteten Justizverurteilten sind eine in der Erinnerungskultur oft vernachlässigte Verfolgtengruppe. Ihre Geschichten standen im Fokus des Projektes „Ewige Zuchthäusler?!“.

  • Universität Wien

    Remapping Refugee Stories 1933-53

    Das Projekt erzählt die Geschichten von 26 Menschen, die den Holocaust durch Flucht überlebt haben. Manche entkamen der NS-Verfolgung über etablierte Fluchtrouten, andere retteten ihr Leben auf unkonventionellen Wegen, oft geprägt von Glück und Zufällen.

  • Stiftung Teatro Joven

    Resistance & Collaboration

    Kollaboration und Widerstand prägten die Formen des nationalsozialistischen Unrechts in Europa. Gemeinsam mit Künstler:innen aus Griechenland, Deutschland, Spanien und der Ukraine setzte sich das Projekt in Workshops sowie durch die Inszenierung von drei Theaterstücken mit weniger bekannten Verfolgungsschicksalen auseinander.

  • Human Rights Institute Bratislava

    Wen haben wir verloren?

    Ziel des Projekts war es, junge Menschen in innovative und kreative Formen des Gedenkens an den Holocaust einzubeziehen, die sich mit Schwerpunkt auf die lokalen Gegebenheiten und die Geschichten der Opfer richten und individuelle, partizipatorische Lernerfahrungen über Social-Media-Plattformen vermitteln. Auf diese Weise wurden Jugendliche in ihrer Lebenswelt zu Agent:innen des Wandels, indem sie das Potenzial der digitalen Welt ausschöpften und Bildungsangebote einem größeren Zielpublikum zugänglich machten.

  • Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung & Deutsches Polen Institut

    Schicksale aus Polen 1939-1945

    Das Projekt widmete sich dem Gedenken an die Schicksale polnischer Bürger:innen, die unter der Herrschaft des NS-Regimes litten. Ziel war, ihre Geschichten in der deutschen Erinnerungskultur fest zu verankern. Lokale Erinnerungsinitiativen setzten sich dafür ein, die biographischen Erzählungen dieser Menschen zu bewahren.

  • RAA Mecklenburg-Vorpommern

    überLEBENSWEGE

    Die biografischen Erinnerungen der Überlebenden und die historischen Orte der Gewalt und Verfolgung sind zentrale Bausteine unserer Erinnerungskultur. Ihre überlieferten Zeugnisse machen das System und die Ideologie des Nationalsozialismus nachvollziehbar. Spätere Generationen wurden eingeladen, sich auf Spurensuche zu begeben und eigenen Fragen nachzugehen. überLEBENSWEGE verband eine lokale und biografische Spurensuche mit digitalen Erinnerungsräumen, die über Grenzen und Generationen hinweg Bestand haben.

  • Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht

    Von einem Ort des Jubels zu einem Ort des Unrechts

    Das Projekt hat sich intensiv mit der oft unbekannten Geschichte von Zwangsarbeitslagern auf heutigen oder ehemaligen Sport- und insbesondere Fußballplätzen auseinandergesetzt. Die Website erzählt in Form einer interaktiven, digitalen Karte die Geschichte hinter den ehemaligen Lagern auf Fußball- und Sportplätzen in Deutschland und Österreich und liefert bspw. mit Zeitzeug:innen-Interviews, historischen Dokumenten und Luftaufnahmen umfangreiches, kontextualisierendes Zusatzmaterial.

  • Freunde und Förderer des Leo Baeck Instituts e. V.

    Have You Seen This Book?

    Die Leo Baeck Institute Jerusalem und London sowie die Freunde und Förderer des Leo Baeck Instituts widmeten der Geschichte der zerstörten Bibliothek der Berliner Hochschule für die Wissenschaft des Judentums (1872-1942) eine digitale Ausstellung. Überreste der Bibliothek sind heute weltweit zerstreut. Im Rahmen einer begleitenden internationalen Kampagne ist die Öffentlichkeit eingeladen, bei der Suche nach NS-Raubgut zu helfen. Dezentrale analoge Installationen begleiten die Online-Ausstellung an den heutigen Orten der Bücher.

  • Moves

    Was bleibt? Erinnerung als Arbeit an der Gegenwart

    Im Projekt wurde sowohl auf Kontinuitäten als auch auf Brüche von ost- und westdeutschen Familiengeschichten verwiesen und damit eine neue Form der Erinnerung geschaffen, die nicht mit dem Zweiten Weltkrieg endet.

  • Berghof Foundation

    ErinnerungsZeit

    Die animierte Graphic Novel lädt junge Menschen ein, aktiv an NS-Erinnerungskultur teilzuhaben. Sie sensibilisiert für Diskriminierung, damals wie heute, und regt an diese kritisch zu reflektieren.

  • Kampnagel

    Zwangsarbeit und Widerstand

    Ein Projekt zur Aufarbeitung der Geländegeschichte Kampnagels während des Nationalsozialismus. Dem Massenphänomen Zwangsarbeit im NS wurde bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt – und auch die Institution Kampnagel hat die eigene Verwicklung in die Verbrechen des NS lange Zeit nicht ausreichend aufgearbeitet. Ein Archiv listet jetzt die über 500 Zwangsarbeitenden, die auf Kampnagel tätig waren, auf und bietet weiterführende Texte und Links an.

  • KOOPERATIVE BERLIN

    Kulturretter:innen

    Die Wanderausstellung „Kulturretter:innen“, die 2024 in Hamburg, Leipzig und Köln zu sehen war, thematisierte einerseits das NS-Unrecht an marginalisierten und verfolgten Gruppen. Zugleich wurde erfahrbar, wie NS-Verfolgte unter schwierigsten Bedingungen zur Rettung von Kultur beigetragen und damit Widerstand geleistet haben.

  • Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

    Karya 1943. Zwangsarbeit und Holocaust

    Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Fotosammlung eines deutschen Ingenieurs: Dieser war während des Zweiten Weltkriegs in Griechenland eingesetzt und führte Bauprojekte für die Wehrmacht durch. Im Album enthalten sind Fotografien mit jüdischen Zwangsarbeitern. Die multimediale und partizipative Ausstellung zeigt erstmals diese historischen Fotos im Kontext der deutschen Besatzung und des Holocaust.

  • Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

    Das vergessene Gedächtnis

    Das Projekt sammelte und bewahrte Objekte, die von Geschichte und Kultur von Sinti und Roma in Europa während des Holocaust bis heute erzählen. Alltagsgegenstände, Briefe, Möbel und Dokumente wurden konserviert und für nachfolgende Generationen erhalten. Videointerviews mit Zeitzeug:innen und „Zweitzeug:innen“ werfen Schlaglichter auf die Biografien der Menschen hinter den Dingen.

  • Gedenkstätte Lager Sandbostel

    trotzdem da!

    Während der Zeit des Nationalsozialismus waren freundschaftliche und intime Kontakte zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter:innen unerwünscht. Zum Teil waren sie streng verboten. Doch sie sind „trotzdem da“: Kinder, die aus solchen Beziehungen hervorgegangen sind. Ihre Geschichten wurden lange tabuisiert. Sie sind wissenschaftlich wenig erforscht und in der Erinnerungskultur kaum präsent.

  • Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Beredtes Schweigen

    Noch heute zeigen sich die Spuren jahrzehntelangen Leugnens und Verdrängens der nationalsozialistischen Eugenikverbrechen. Nur wenige wissen, was damals in den Krankenhäusern, Gesundheitsämtern, Heilanstalten, Kinder- und Fürsorgeheimen geschah. Das Projekt machte vergessene Orte der NS-Eugenikverbrechen und die Lebenswege Betroffener sichtbar und verdeutlichte die Dimension der Verbrechen.

  • RomaniPhen e.V.

    Erinnerungen an Samudaripen im musikalischen Erbe der Rom:nja

    In den besetzten Gebieten des nationalsozialistischen Terroregimes drückten in den Lagern gefangene Rom:nja ihre Verfolgungs- und Leiderfahrungen in Liedern aus. Dieses musikalische Erbe wurde bis in die Gegenwart weitergegeben und zeugt von lokalem historischem Wissen, eigenen Wissensbeständen zur Verfolgung sowie transgenerationalen Elementen der Erinnerung im Wandel der Zeit. Exemplarisch hat das Projekt drei dieser Lieder und ihre regionalen Entstehungskontexte, ihre historische Weitergabe bis zur zeitgenössischen Musik nachvollzogen, mit jungen Menschen (neu-)interpretiert und durch eigene aktuelle Kompositionen ergänzt.

  • Jugend- & Kulturprojekt e.V.

    „Ich wand’re durch Theresienstadt“

    Im Rahmen des Projekts hatten Schüler:innen und Lehrkräfte die Möglichkeit, die Musikstücke der in Theresienstadt inhaftierten Komponisten Pavel Haas und Hans Krása sowie die Texte der Lyrikerin Ilse Weber kennenzulernen und sich mit ihrem historischen und kulturellen Wert auseinanderzusetzen.

  • Zeitbild-Stiftung

    NS-„Euthanasie“ ERINNERN

    An fünf ehemaligen NS-„Zwischenanstalten“ (heute Krankenhäuser oder Heil- und Pflegeeinrichtungen) erarbeiteten Schüler:innnen mit Künstler:innen die ortsspezifischen NS-Verbrechen in Form von Kunstwerken und präsentierten diese bei Veranstaltungen als Fassadenmalerei, Skulpturen oder Installationen im öffentlichen Raum.

  • Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde

    Paul Goesch

    Der Maler Paul Goesch (1885–1940) gilt als Visionär der Moderne. Paul Goesch war aber auch langjähriger Psychiatrie-Patient und wurde 1940 im Kontext der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen in der Tötungsanstalt in Brandenburg an der Havel ermordet. Das Projekt entwickelte eine partizipativ kuratierte Ausstellung zum Leben und Werk von Paul Goesch in Brandenburg an der Havel.

  • Komische Oper Berlin

    over and over vorbei nicht vorbei

    Woran erinnern wir uns? Wer und was formt unsere Erinnerung? Wie kann man sich an Geschehnisse erinnern, an denen man nicht beteiligt war? Und welchen Einfluss hat Erinnerung auf Gegenwart und Zukunft? „over and over vorbei nicht vorbei“ nutzte historisch-musikalisches Material als Ausgangspunkt für einen Remix, in den unterschiedliche musikalische Stile und Praxen einfließen und Deutsch und Englisch, Vergangenheit und Gegenwart sowie Archivarisches mit Kreativ-Rekombinierendem in Beziehungen zueinander treten.

  • Theater der Jungen Welt Leipzig

    SOUNDS OF RESISTANCE

    In der Spielzeit 2024/25 widmeten sich das Theater der Jungen Welt Leipzig (TDJW) und die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg in einem erinnerungskulturellen Musiktheaterprojekt jugendlicher Opposition und jugendlichem Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

  • Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar

    „Ressource Erinnerung“

    Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald und des Endes des Zweiten Weltkrieges widmeten sich das Deutsche Nationaltheater und die Staatskapelle Weimar in einer Themenwoche im Frühjahr 2025 in verschiedenen Formaten den Wurzeln und Folgen des Nationalsozialismus.

  • Junges Schauspiel Frankfurt

    GALLUS-GESCHICHTEN

    Ein Theaterprojekt des Jungen Schauspiel Frankfurt, das die Geschichte von NS-Zwangsarbeit und Arbeitsmigration im Frankfurter Stadtteil Gallus künstlerisch aufarbeitete. In drei miteinander verwobenen Teilprojekten wurden Zeitzeug:innen, migrantische Selbstorganisationen und Stadtteil-Institutionen einbezogen, um Verbindungen zwischen nationalsozialistischer Arbeitsideologie und heutigen Debatten um Einwanderung und Beheimatung sichtbar zu machen.

  • Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen

    Grafeneck - Münster / 1940 - heute

    Am Beispiel der NS-‚Euthanasie‘ die Entmenschlichung im Nationalsozialismus nachvollziehbar zu machen, war das Ziel des kulturpädagogischen Projektes. Es erprobte einen Ansatz, der Erfahrungsräume und Reflexionsmöglichkeiten schuf und dabei auf die Ausdruckskraft der Kunst setzte.

  • Lothar Herzog Filmproduktion

    Das Ungesagte

    Die Lothar Herzog Filmproduktion realisierte einen Dokumentarfilm und Workshops. Der Film mit dem Titel „Das Ungesagte“ behandelt anhand von Zeitzeug:innen-Interviews das Thema der Beteiligten und Mitläufer:innen des NS-Regimes und das innerfamiliäre Schweigen zu diesem Thema nach 1945.

  • Romanity e.V.

    Unbroken - The Song of Survivors

    Das Projekt "Unbroken – The Song of Survivors" zielte darauf ab, die Geschichte der Sinti und Roma, der größten Minderheit Europas, auf innovative Weise zu beleuchten. Durch die Erinnerung an den vergessenen Holocaust und die Anregung einer aktuellen Auseinandersetzung mit dem bestehenden Antiziganismus sollten Vorurteile überwunden und Toleranz gefördert werden.

  • Cultura Kulturveranstaltungen e.V.

    Butter, Vieh, Vernichtung

    Ein Partizipations- und Bildungsprojekt, das mit künstlerischen Formaten wissenschaftlich fundierte Zugänge zur NS-Geschichte im ländlichen Schwaben eröffnete. An authentischen Orten auf dem Land, abseits urbaner Zentren, wurden die Verstrickungen in den NS-Staat und die NS-Ideologie gezeigt.

  • Historisches Museum Frankfurt

    Die Stadt als Zeugin. Frankfurter Orte und ihre NS-Geschichte

    2022 ging die Frankfurt History App mit dem Themenlayer „Frankfurt und der Nationalsozialismus“ an den Start. 2024/2025 entstanden im Projekt „Die Stadt als Zeugin. Frankfurter Orte und ihre NS-Geschichte“ in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartner:innen eine Vielzahl neuer Beiträge sowie pädagogische Angebote und technische Neuerungen.

  • Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte

    In Echt? - Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen

    Wie können NS-Zeitzeug:innen in der Zukunft erlebt werden? Die bundesweite Tour brachte das Projekt „In Echt? Begegnungen mit NS-Zeitzeug:innen“ in verschiedene Regionen Deutschlands. Im Mittelpunkt standen Begegnungen, Gespräche und kulturelle Veranstaltungen vor Ort. Das Projekt wurde bis Ende des Jahres 2025 im Rahmen der Bildungsagenda NS-Unrecht gefördert.

  • Memorium Nürnberger Prozesse

    Serious Game: Tribunal 45 – Working on Justice

    Wer darf mögliche Täter:innen von Kriegsverbrechen anklagen? Soll nur angeklagt werden, was auch schon geltendes Völkerrecht ist? Ist die Todesstrafe vorgesehen? Und werden auch Personen verurteilt, die bei der Verhandlung nicht anwesend sind? Mit diesen und zahlreichen weiteren Fragen waren die Verantwortlichen des Hauptkriegsverbrecherprozesses nach dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert. Ein neues Lernspiel ermöglicht den Besucher:innen des Memoriums, sich selbst mit völkerstrafrechtlichen Fragen auseinanderzusetzen.

  • Schülerakademie Karlsruhe e.V.

    Denunziation – Repression – Verfolgung

    In den Jahren 1933 bis 1945 wurden vor dem ehemaligen NS-Sondergericht Mannheim rund 8.000 Fälle verhandelt, die heute zum Bestand des Generallandesarchivs Karlsruhe gehören. Diese Akten bildeten das Ausgangsmaterial des Projekts der Schülerakademie Karlsruhe e. V. in Kooperation mit dem Landesarchiv Baden-Württemberg. Ausgewählte Originaldokumente wurden wissenschaftlich und pädagogisch erschlossen, exemplarisch digitalisiert und über die neue Plattform „NS-Justiz in Baden“ zugänglich gemacht.

  • Philipps-Universität Marburg

    History in Black

    Anti-Schwarzen-Rassismus ist kein neues Phänomen – er weist historische Kontinuitätslinien auf, die bis in die Kolonialzeit zurückreichen und sich durch den Nationalsozialismus bis in die Gegenwart ziehen. Diese Kontinuitäten sichtbar zu machen und ihnen erinnerungskulturell entgegenzuwirken, war das Ziel des Projekts. Dazu wurde exemplarisch an und mit Biografien Schwarzer Menschen gearbeitet, die in der NS-Zeit verfolgt wurden.

  • dieKunstBauStelle e.V.

    Digitaler Atlas NS-Verbrechen

    Das Projekt „Nazi Crimes Atlas – Digitaler Atlas NS-Verbrechen“ (NCA) machte alle nach 1945 justiziell ermittelten Verbrechen der NS-Diktatur von 1933 bis 1945 über einen digitalen Atlas zugänglich. Als digitales Findbuch sind darin rund 25.000 Gerichtsakten dokumentiert, die sich auf rund 8.000 Ortschaften in ganz Deutschland – etwa 90 Prozent aller deutschen Kommunen – beziehen.

  • Dekoder

    Der Krieg und seine Opfer

    Das Projekt „Der Krieg und seine Opfer“ befasste sich mit den Verbrechen an der Zivilbevölkerung im Zweiten Weltkrieg in den nationalsozialistisch besetzten Gebieten der Sowjetunion. Der Holocaust, Zwangsarbeit oder das gezielte Abbrennen von Dörfern – diese und andere Arten der Gewalt aus dem Vernichtungskrieg gegen die UdSSR sind im öffentlichen Bewusstsein oft wenig präsent.

  • Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

    2x(Un)Recht?

    Das Projekt beleuchtete die Entschädigungsgeschichte einer in der Erinnerungskultur oft vernachlässigten Gruppe: der NS-Justizverurteilten. Im Ländervergleich von BRD und DDR wurden Biografien von Verfolgten gemeinsam mit Schüler:innen und Familienangehörigen aufgearbeitet und in ein interaktives Serious Game überführt.

  • Thüringer Volkshochschulverband e.V.

    Erinnerungsbrücken: Es war überall

    Ein Projekt des Thüringer Volkshochschulverbands e.V. gemeinsam mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora: Ziel war es, bislang wenig bekannte Orte des nationalsozialistischen Unrechts sichtbarer zu machen und die Auseinandersetzung mit diesen Orten in Kurse der Erwachsenenbildung als Lern- und Gesprächsanlässe einzubinden.

  • Diakonie München und Oberbayern

    Verachtet – verfolgt – vergessen: Die Opfer der NS-Gesundheitspolitik

    Das Projekt blickte auf die Männer, Frauen, Kinder und Jugendliche, die vom NS-Staat als sogenannte „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ stigmatisiert und verfolgt wurden. Die lange vergessenen Opfer der NS-Sozial- und Gesundheitspolitik und das Schweigen der (Mit)täter:innen hinterlassen eine Botschaft für die soziale Arbeit im Hier und Heute. Für und mit Vertreter:innen des Sozial- und Gesundheitswesens sowie mit Angehörigengruppen wurden digitale und analoge Lern- und Bildungskonzepte sowie Awarenessansätze aus Opfer- und Täter-Biografien entwickelt.

  • Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

    Unter Druck? Medien und Antisemitismus im NS-Staat und heute

    Ob Spiegel, Stern oder die Tagesthemen: Sie alle verbindet eine NS-Vergangenheit. Doch Antisemitismus entstand nicht plötzlich im Jahr 1933 und verschwand nach 1945 wieder. Die Medien spielten in der Zeit des Nationalsozialismus, aber auch davor und danach, eine zentrale Rolle bei der Verbreitung antisemitischer Bilder und Erzählungen. Bis heute wirken antisemitische Narrative in der journalistischen Berichterstattung nach. Gleichzeitig werden Journalist:innen immer wieder Opfer von Gewalt, die häufig durch antisemitische Verschwörungsmythen angeheizt wird.

  • Verband Deutscher Sinti und Roma Landesverband Bayern

    Lernen aus Akten

    Das Kooperationsprojekt veranschaulichte anhand von über 1.000 Entschädigungsakten den Prozess der „Wiedergutmachung“ von 1945 bis heute. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Aufarbeitung bildeten die Grundlage für die Entwicklung von didaktischen Materialien für den Einsatz in Hochschulen und in der außerschulischen Bildungsarbeit.

  • Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen

    Welche Stimme haben wir?

    Das Pilotprojekt verfolgt das Ziel, Nachkomm:innen von NS-Verfolgten mit ihren diversen Erfahrungen, Perspektiven und Wünschen in die Gedenkstätten- und Erinnerungsarbeit einzubeziehen. In kompetenzorientierten Workshops mit Nachkomm:innen NS-Verfolgter werden neue, innovative und beispielgebende Ausstellungsmodule, Bildungsmaterialien und weitere Outreach-Formate für die Gedenkstättenarbeit geschaffen.

  • Stiftung EVZ

    Gedenkanstoß - denk erinnerung weiter

    Das Projekt brachte die Frage, welche Relevanz die Auseinandersetzung mit dem NS-Unrecht für die Gegenwart hat, auf Marktplätze, in soziale Netzwerke und in die öffentliche Debatte Deutschlands. Mit einer repräsentativen Studie, einer bundesweiten Veranstaltungstour und einem digitalen Lernformat aktivierte das Projekt Menschen, sich mit der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen und Erinnerung selbst zu gestalten.

  • Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V.

    Brücke für die Zukunft - Pont pour l’avenir

    Das Projekt verband interdisziplinäre Erinnerungsformate mit der historischen Begleitung der Planung einer neuen Eisenbahnbrücke zwischen Frankreich und Deutschland. Französische und deutsche Jugendliche setzten sich mit Lebensgeschichten von Menschen auseinander, die unter NS-Unrecht gelitten haben. Für einen zukünftigen Gedenkort an der neu geplanten Eisenbahnbrücke entstanden Entwürfe und Beiträge unter professioneller künstlerischer Leitung.

  • Bremer Bündnis für deutsch-tschechische Zusammenarbeit

    NS-Unrecht „Entartete Musik“

    Das transnationale Projekt nahm die NS-Verfolgungspraxis gegenüber der nordwestdeutschen Swing-Jugend, der tschechischen Potápky und der Swing- und Jazzmusikszene im besetzten Polen vergleichend in den Blick und erarbeitete multiperspektivische, interdisziplinäre und partizipative Vermittlungsformate.

  • n-ost Network for Border Crossing Journalism

    History Unit: Reframing Queer Narratives in Media

    Propaganda und Gewalt gegen LGBTIQ-Personen nehmen zu und die Medien spielen eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung homophober und transphober Narrative. Das Projekt thematisierte diese Verantwortung im Kontext der Verfolgung queerer Menschen im Nationalsozialismus sowie in der heutigen politischen Realität.

  • Centropa

    MemoryLanes: Erinnerungswege an jüdisches Leben

    Das Projekt erschloss neue Erinnerungswege an jüdisches Leben. Jüdische Biografien aus dem Centropa-Archiv wurden von Jugendlichen recherchiert und mit künstlerischen Ansätzen in Erinnerungsprojekten verarbeitet, die Orte jüdischen Lebens und Wirkens in den Städten Kielce, Belgrad, Berlin und Mannheim einbeziehen.

  • Touro University Berlin

    Die Wirkung der Wiedergutmachung

    Das transnationale Oral-History-Projekt generierte erstmals akademisch fundiertes Wissen über die Wirkungen der deutschen „Wiedergutmachung“ auf Überlebende und ihre Angehörigen. Die Basis dafür sind Videointerviews mit Aussagen von Überlebenden und/oder deren Nachkommen.