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Im Juli 2025 war Mikhail Epshteyn zu Gast bei der Europäischen Janusz Korczak Akademie (EJKA) in München und Berlin. Ziel seines Aufenthalts war es, Einblicke in die Arbeitsweise der EJKA zu erhalten und neue Partnerschaften für Bildungsprojekte aufzubauen.
Mikhail ist Mitbegründer der israelischen Nichtregierungsorganisation „Together“ – Institute for Educational Initiatives, welche sich derzeit noch im Aufbau befindet. Besonders prägend war für Mikhail daher der Austausch mit den Leiter:innen der EJKA. In intensiven Gesprächen konnte er die zentralen Strukturen und Programmbereiche einer eingespielten Bildungseinrichtung kennenlernen, einen wertvollen Input für den weiteren Aufbau seiner eigenen Organisation in Israel.
Besonders ergiebig war der Austausch mit der EJKA auch deshalb, weil beide Organisationen ähnliche thematische Schwerpunkte verfolgen: Bildungsarbeit zur Stärkung jüdischer Selbstidentifikation, sowie die Entwicklung von Bildungsprogrammen zur Förderung von Demokratie, Toleranz und interkulturellem Dialog.
Aus dem intensiven Austausch entstanden nicht nur neue Ideen – sondern bereits erste gemeinsame Projekte: Mikhail wird mit seinem Team am KI-Projekt „Ask Korczak“ mitwirken, das die Ideen und Texte des bekannten jüdisch-polnischen Pädagogen Janusz Korczak mithilfe von GPT-Technologie zugänglich gemacht werden soll.
Mikhail entwickelte außerdem einen Onlinekurs zur „Pädagogik des Respekts“ – von der inhaltlichen Struktur bis hin zur Kommunikationsstrategie. Das Projekt befindet sich mittlerweile in der Umsetzung und zeigt, wie aus einem Austausch – wie dem zwischen Mikhail und EJKA – deutsch-israelische Bildungsinitiativen entstehen können.
Die Möglichkeit, sich mit anderen zivilgesellschaftlichen Akteur:innen, etwa dem Jugendbildungszentrum J-ArtEck, dem Lyzeum 2 oder dem Interkulturellen Zentrum Schalasch, zu vernetzen, hat ebenfalls zu vielen neuen gemeinsamen Projektideen und Kooperationen geführt. Inspiriert vom Sommercamp des J-ArtEck, entstand die Idee für das Projekt „Pedagogical Dacha“, das in Israel als kreativer Rückzugs- und Lernort für Pädagog:innen, Erzieher:innen und Lehrkräfte entstehen soll.
Mit dem Stipendium konnte das Netzwerk den Rahmen und die Unterstützung für die Stärkung deutsch-israelischer Partnerschaften und Projekte schaffen.
Mikhail selbst zieht folgendes Fazit: „Ich halte diesen Austausch für sehr bereichernd und produktiv – sowohl für mich persönlich als auch für unsere Organisation. Ich hatte die Gelegenheit, die Arbeitsweise gemeinnütziger Organisationen im Detail kennenzulernen, meine Erfahrungen mit Kolleg:innen auszutauschen und unsere eigenen Ansätze vorzustellen. Für einige Projekte wurden bereits konkrete Umsetzungsschritte entwickelt.”
