GRUNDSÄTZE DER ANLAGEPOLITIK UND NACHHALTIGKEIT

Anlagegrundsätze

Die Stiftung EVZ verfolgt mit der Anlage ihres Vermögens drei Hauptziele. Zum einen sollen ausreichende Mittel im Sinne von ordentlichen Nettoerträgen aus nachhaltigen Kapitalanlagen zur Deckung der Förderaktivitäten und der Verwaltungskosten bei einem beherrschbaren Risiko erwirtschaftet werden. Dabei soll vermieden werden, die laufenden Ausgaben durch risikoreiche Umschichtungen des Vermögens zu erwirtschaften. Zum anderen soll das Kapital mittelfristig in seinem realen, das heißt inflationsgeschützten Wert erhalten bleiben. Schließlich ist sicherzustellen, dass jederzeit ausreichende Liquidität für den laufenden Geschäftsbetrieb zur Verfügung steht. Alle drei Ziele wurden im Geschäftsjahr 2019 erfüllt. Diese drei Ziele sollen unter Beachtung sozialer, ökologischer und auf eine gute Unternehmensführung bezogener Kriterien (im Folgenden: ESG-Kriterien) erreicht werden. Im Fokus stehen dabei ESG-Aspekte, die ganz unmittelbar mit dem Zweck der Stiftung verknüpft sind. Dazu gehören insbesondere moderne Formen der Zwangsarbeit und Menschenrechtsverletzungen in der Arbeitswelt.

 

Nachhaltigkeit: Ethisches Investment

Die Stiftung EVZ hat die Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt, um einen Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung zu leisten. Die neue Strategie wurde erstmalig im Rahmen eines Pilotprojektes bei einem Aktien-Spezialfondsmandat umgesetzt. Eine Vereinheitlichung der Standards sowie weitere Strategieimplementierungen sind geplant. Die neue Nachhaltigkeitsstrategie ist eine Kombination aus verschiedenen Ansätzen in der Titelselektion sowie Dialogstrategien. Darüber hinaus hat die Stiftung EVZ verschiedene Stufen für Ausschlusskriterien definiert. Diese Differenzierung erweitert den Spielraum für eine schrittweise Operationalisierung der Strategie. Als Ergebnis eines globalen Dialogs mit Emittenten in den letzten Jahren wurden wegen verschiedener Kontroversen namhafte Emittenten wie Royal Dutch Shell, Apple, Walmart Stores, Barrick Gold, Exxon Mobil, Mitsubishi, Seven & I Holdings, Sony und Tepco deinvestiert. Diese sogenannte Blacklist ist von den Assetmanager*innen zu berücksichtigen.