Aktuelles

©Amélie Losier/Raum11

01.12.2020

EVZ Insights: Interview mit Dr. Andrea Despot

Seit sechs Monaten ist Dr. Andrea Despot als Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ im Amt und zieht im Interview ein Zwischenfazit und berichtet von Herausforderungen und Zukunftsplänen für die Stiftung.

Die Zukunftsagenda 2024, die derzeit mit dem Stiftungsteam erarbeitet wird, umfasst ein konkretes Arbeits- und Förderprogramm für die nächsten Jahre, Modernisierung der Förderpraxis, die Re-Organisation im Inneren der Stiftung EVZ und eine stärkere Präsenz in der Öffentlichkeit – im Sinne des Gründungsauftrages der Stiftung. mehr

© Michal Zak/MICC

19.11.2020

Interview: Jugendliche simulieren Nürnberger Prozesse

Vor 75 Jahren begannen die Nürnberger Prozesse. Es war das erste Mal, dass führende Repräsentanten eines Staates für ihre Verbrechen vor einem internationalen Gericht zur Verantwortung gezogen wurden - damit wurde der Grundstein für ein Völkerstrafrecht gelegt. Die meisten von uns kennen diese Prozesse aus Schulbüchern oder Filmen. 5.500 Jugendliche aus 56 Ländern haben diese Prozesse und jene des Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien sowie des Internationalen Strafgerichtshofes für Ruanda als Strafverfolger, Verteidigerin, Richter oder Journalistin selbst erlebt – in einer Simulation des Model International Criminal Court (MICC). Das Projekt der Kreisau-Initiative stellt Gerichtsverhandlungen über Verbrechen gegen die Menschlichkeit in ihren Endphasen nach. Die Stiftung EVZ fördert das MICC in verschiedenen Projekten seit über 12 Jahren. Über die Simulation und besondere Geschichten sprach Katrin Kowark von der Stiftung EVZ mit Kerim Somun, Projektkoordinator, Kreisau-Initiative e. V. via Zoom. mehr

27.10.2020

Digitale Kuratoriumssitzung der Stiftung EVZ hat stattgefunden

50 Teilnehmende, mehrere Kameras und Bildschirme, drei Sprachen: Am 26. Oktober fand die erste digitale Kuratoriumssitzung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) unter Vorsitz von Annette Schavan statt. Es war zugleich die erste Sitzung des im Juni 2020 neu gestarteten Vorstands. Vorstandsvorsitzende Dr. Andrea Despot und Vorständin Dr. Petra Follmar-Otto stellten dem Kuratorium unter anderem die ersten Überlegungen für eine künftige Agenda der Stiftung vor. Diese zielt darauf ab, den Auftrag der Stiftung zeitgemäß, digital, partizipativ und wirkungsorientiert weiterzuentwickeln. Zudem wurden zahlreiche neue Projekte und der Wirtschaftsplan 2021 verabschiedet.

Die Synagoge in Halle
(c) Allexkoch / https://bit.ly/3daxjM7

08.10.2020

Stiftung EVZ fördert Koalition gegen Antisemitismus in Halle

„Vor dem Jahrestag des Anschlags von Halle und kurz nach dem Angriff in Hamburg gelten unsere Gedanken zuerst den Opfern und ihren Nächsten. Auf Antisemitismus und Rassismus kann es nur eine klare Antwort geben – eine gesamtgesellschaftliche Koalition, ein WIR gegen diesen Angriff auf Menschenrechte und demokratische Werte. Daran arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnern“, so Dr. Andrea Despot, Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ.

 

Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) setzt sich seit 20 Jahren gegen jede Form von Antisemitismus und Rassismus ein. So startet in den kommenden Tagen die von der Stiftung EVZ geförderte „Koalition gegen Antisemitismus in Halle“. Ein überparteiliches Bündnis – unter anderem von Friedenskreis Halle, Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V., Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. Regionalgruppe Halle und Studierendenrat der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg – will jüdisches Leben in Deutschland sichtbar machen und Antisemitismus über Aktionen und Allianzen entgegentreten. Die Koalition gegen Antisemitismus in Halle knüpft an die erfolgreiche Arbeit von Hallianz für Vielfalt und Halle gegen Rechts an und baut die Koalition weiter aus.

 

Die Förderung der Stiftung EVZ läuft im Rahmen der Ausschreibung „Gemeinsam Handeln – Bündnisse gegen Antisemitismus und für die Sichtbarkeit jüdischen Lebens in Deutschland stärken“. Die Stiftung unterstützt insgesamt zwölf Bündnisprojekte gegen Antisemitismus mit einem Fördervolumen von 800.000 Euro, die in den kommenden Wochen starten.