Aktuelles

18.12.2020

Studie zur Erinnerungskultur in Deutschland: MEMO Deutschland

Wie schauen die Deutschen auf die Zeit des Nationalsozialismus? "MEMO Deutschland - Multidimensionaler Erinnerungsmonitor" geht seit 2017 Fragen rund um Erinnern an und Verantwortung für NS-Unrecht nach.
Die repräsentative Befragung unter 1.000 Personen wird von der Stiftung EVZ unterstützt und vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld durchgeführt.

Vier Themenkomplexe aus MEMO 2020 werden hier in einer Kurz-Serie vorgestellt.
Teil 2: Und was hättest Du gemacht?
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Foto: Landtag Rheinland-Pfalz; iStock.com/scyther5

11.12.2020

Tagung „Erinnern und Gedenken im Ländervergleich: Israel, Ruanda, Deutschland“

Erinnern und Gedenken in Ruanda, Israel und Deutschland standen im Fokus der digitalen Tagung des Landtags Rheinland-Pfalz, die vom 25. bis 26. November stattgefunden hat. 30 Vortragende in drei Studios haben Formen, Herausforderungen und Zukunft der Erinnerungskulturen in ihren Ländern diskutiert. Dabei wurden unterschiedliche Voraussetzungen für die Auseinandersetzung mit den Folgen extremer kollektiver Gewalt problematisiert. Viele Themen waren aber für die Vorträge aus Tel Aviv, Kigali und Mainz gemeinsam: Schulen als Akteure und Orte der Erinnerungskultur, das Verhältnis zwischen Generationen nach dem Genozid oder die Gefahr der Geschichtsleugnung. Während der Tagung wurden die transnationalen Verflechtungen sowie die Vielschichtigkeit der Erinnerung im Kontext der Kolonialgeschichte sichtbar.

Unter den eingeladenen Gästen waren unter anderen Aleida Assmann, Anglistin und Ägyptologin, Michael Brenner, Historiker und Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Esther Mujawayo-Keiner, Mitbegründerin von AVEGA (Association des Veuves du Genocide Agahozo), der israelische Historiker Moshe Zimmermann sowie Vertreter*innen der Gedenkstätten in den drei Ländern. Das zweitägige Programm wurde von über 800 Teilnehmenden begleitet. mehr

10.12.2020

Yad Vashem International Book Prize 2020 geht an von der Stiftung EVZ gefördertes Buch


Professor Johannes-Dieter Steinert wird für seine Studie „Holocaust und Zwangsarbeit. Erinnerungen jüdischer Kinder 1938-1945“ mit dem diesjährigen Yad Vashem International Book Prize geehrt. Die Jury lobt insbesondere die sensible und facettenreiche Darstellung des Themas Kinderzwangsarbeit, das bisher kaum systematisch untersucht wurde. Für das Buch hat Steinert mehr als 500 autobiographische Zeugnisse ausgewertet. Er schlussfolgert, dass rund 1 Million jüdische Kinder Zwangsarbeit leisten mussten. Der Autor ist Professor für Modern European History and Migration Studies an der University of Wolverhampton in Großbritannien. Die Studie wurde gefördert von der British Academy, dem Arts and Humanities Research Council, der Gerda Henkel Stiftung, dem Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies und der Stiftung EVZ. mehr

04.12.2020

Studie zur Erinnerungskultur in Deutschland: MEMO Deutschland

Wie schauen die Deutschen auf die Zeit des Nationalsozialismus? "MEMO Deutschland - Multidimensionaler Erinnerungsmonitor" geht seit 2017 Fragen rund um Erinnern an und Verantwortung für NS-Unrecht nach.
Die repräsentative Befragung unter 1.000 Personen wird von der Stiftung EVZ unterstützt und vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld durchgeführt.

Vier Themenkomplexe aus MEMO 2020 werden hier in einer Kurz-Serie vorgestellt.
Teil 1: Welcher Begriff bezeichnet das Ende des Zweiten Weltkrieges?
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©Amélie Losier/Raum11

01.12.2020

EVZ Insights: Interview mit Dr. Andrea Despot

Seit sechs Monaten ist Dr. Andrea Despot als Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ im Amt und zieht im Interview ein Zwischenfazit und berichtet von Herausforderungen und Zukunftsplänen für die Stiftung.

Die Zukunftsagenda 2024, die derzeit mit dem Stiftungsteam erarbeitet wird, umfasst ein konkretes Arbeits- und Förderprogramm für die nächsten Jahre, Modernisierung der Förderpraxis, die Re-Organisation im Inneren der Stiftung EVZ und eine stärkere Präsenz in der Öffentlichkeit – im Sinne des Gründungsauftrages der Stiftung. mehr

© Michal Zak/MICC

19.11.2020

Interview: Jugendliche simulieren Nürnberger Prozesse

Vor 75 Jahren begannen die Nürnberger Prozesse. Es war das erste Mal, dass führende Repräsentanten eines Staates für ihre Verbrechen vor einem internationalen Gericht zur Verantwortung gezogen wurden - damit wurde der Grundstein für ein Völkerstrafrecht gelegt. Die meisten von uns kennen diese Prozesse aus Schulbüchern oder Filmen. 5.500 Jugendliche aus 56 Ländern haben diese Prozesse und jene des Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien sowie des Internationalen Strafgerichtshofes für Ruanda als Strafverfolger, Verteidigerin, Richter oder Journalistin selbst erlebt – in einer Simulation des Model International Criminal Court (MICC). Das Projekt der Kreisau-Initiative stellt Gerichtsverhandlungen über Verbrechen gegen die Menschlichkeit in ihren Endphasen nach. Die Stiftung EVZ fördert das MICC in verschiedenen Projekten seit über 12 Jahren. Über die Simulation und besondere Geschichten sprach Katrin Kowark von der Stiftung EVZ mit Kerim Somun, Projektkoordinator, Kreisau-Initiative e. V. via Zoom. mehr