Veranstaltungsreihe "Transitional Justice"

Transitional Justice

Archive als Akteure der Aufarbeitung

Archiven kommt eine wichtige Rolle nicht nur für historische Forschungen zu. Auch in Aufarbeitungsprozessen werden Archivalien zu Kronzeugen, die dazu beitragen, Täter schwerer Menschenrechtsverletzungen zu identifizieren und zu überführen. Für die Opfer staatlicher Gewalt hängt von der archivalischen Überlieferung oftmals ab, ob sie mit ihren Erfahrungen Glauben finden und rehabilitiert werden.

Mit der umfassenden Öffnung der Archive der SED-Diktatur zum 3. Oktober 1990 setzte die Bundesrepublik Maßstäbe. Über Nacht wurden nahezu alle Dokumente für Forschung, Medien und Betroffene zugänglich. Insbesondere die Öffnung der Bestände der Geheimpolizei und die Überprüfung von Personen im öffentlichen Dienst gelten als beispielhaft.

 

Die Veranstaltungsreihe "Transitional Justice. Instrumente - Erfahrungen - Herausforderungen" ist eine Kooperation der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, des Deutschen Instituts für Menschenrechte und der Stiftung EVZ.

Koordination: Prof. Dr. Anja Mihr, Humboldt-Viadrina Center of Governance through Human Rights, Berlin

 

Datum und Uhrzeit

Montag, 18. April 2016, 18 Uhr

Veranstaltungsort:

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Kronenstraße 5

10117 Berlin

Tel.: (030) 31 98 95-0

Veranstalter:

© Bundesstiftung Aufarbeitung, Sebastian H. Schroeder