Berlin, 14.03.2016

Podiumsgespräch: Erneut vom Krieg eingeholt –Nothilfe-Projekte für NS-Opfer in der Ostukraine

Am Mittwoch, den 16. März 2016 berichten Projektträger und Betroffene über die aktuelle Situation von NS-Opfern im Kriegsgebiet. Helfer und NS-Opfer aus Dnipropetrowsk, Slowjansk und Kiew sprechen über ihre Erfahrungen und die humanitären Hilfsmaßnahmen im Foyer der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ).

Der Zeitzeuge Pavel Scharun überlebte das Konzentrationslager Dachau und ist heute in Slowjansk Teilnehmer eines Nothilfe-Projekts für NS-Opfer. Er berichtet vom Alltag seiner erneuten Kriegserfahrung. Ludmila Kotscherschina wurde als Kind zu Zwangsarbeit in Deutschland verschleppt und leitet seit 16 Jahren den Gebietsverband der minderjährigen Zwangsarbeiter in Dnipropetrowsk. Im letzten Jahr engagierte sie sich zusätzlich in einem Nothilfe-Projekt für Binnenflüchtlinge aus dem Donbas. Besonders prekär ist die Lage alter Menschen. Viele erinnern die Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Um die Not zu lindern, fördert die Stiftung EVZ seit 2015 fünf Hilfsprojekte für rund 2.000 NS-Opfer, die vom Krieg in der Ostukraine besonders betroffen sind.

 

Mehr als zwei Millionen Menschen sind seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine 2014 aus ihrer Heimat geflohen. Diejenigen, die geblieben sind, leiden unter den andauernden Kampfhandlungen und dem Zusammen-bruch der Versorgungssysteme. Häuser und Wohnungen sind zerstört. Lebensmittel, Kleidung und Medikamente sind Mangelwaren. 

 

Datum:  Mittwoch, 16.03.2016, 19 Uhr 
Ort:  Stiftung EVZ
Lindenstr. 20-25, 10969 Berlin
Anmeldung: Veronika Sellner, Stiftung EVZ
Tel.: 030 25 92 97-49, Fax: 030 25 92 97-11
E-Mail: veranstaltungen(at)stiftung-evz.de

Weitere Informationen

Dietrich Wolf Fenner, Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Telefon: 030 / 259 297 76, E-Mail: fenner(at)stiftung-evz.de