Berlin, 11.01.2016

Aufarbeitung von Unrecht: Die Bedeutung von Gedenken, Erinnern, Bilden

Am Dienstag, den 12.01.2016 wird im Foyer der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) die Bedeutung zivilgesellschaft-licher Initiativen, Gedenkstätten und Bildungseinrichtungen für die Aufarbeitung von Unrechtsgeschichte diskutiert.

Gedenken, Erinnern und Bilden tragen dazu bei, den Opfern massenhaften systematischen Unrechts – etwa des NS-Unrechts oder des Stalinismus – Genugtuung zu verschaffen. Diese Formen der Auseinandersetzung mit gewaltbelasteter Vergangenheit dienen zugleich der Demokratisierung, indem sie die humane Orientierung einer Gesellschaft stärken und einer Wiederholung des Geschehenen vorbeugen.

 

Der Opfer zu gedenken bedeutet, Räume für die Trauer um die Getöteten und für Empathie mit den Überlebenden von systematischem Unrecht zu öffnen. Erinnern heißt, sich mit Unrechtsgeschichte kritisch auseinanderzusetzen und diese Geschichte dem Vergessen oder Verdrängen abzuringen. Bilden heißt, Wissen und Erfahrungen weiterzugeben und immer wieder neu zu reflektieren.

 

Der Vortrag von Prof. Dr. Susanne Buckley-Zistel, Philipps-Universität Marburg, und das Gespräch mit Dr. Irina Scherbakowa, Memorial Moskau, Clara Ramírez-Barat, Auschwitz Institute for Peace and Reconciliation, New York, Prof. Dr. Susanne Buckley-Zistel und Dr. Jörg Lüer, Maximilian-Kolbe-Stiftung Berlin (Moderation) sind Teil der Veranstaltungsreihe „Transitional Justice. Instrumente – Erfahrungen – Herausforderungen“, die in Kooperation der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, des Deutschen Instituts für Menschenrechte und der Stiftung EVZ durchgeführt wird.

 

Datum:  Dienstag, 12.01.2016, 19 Uhr 
Ort:  Stiftung EVZ
Lindenstraße 20-25
10969 Berlin

Anmeldung:  veranstaltungen(at)stiftung-evz.de

Weitere Informationen

Dietrich Wolf Fenner, Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Telefon: 030 / 259 297 76, E-Mail: fenner(at)stiftung-evz.de