PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 21.06.2018

Internationales Kuratorium der Stiftung EVZ tagt erstmals in Prag

Rahmenprogramm mit Projektbesuchen vor Ort und Zeitzeugengesprächen

Auf Einladung des tschechischen Außenministers Martin Stropnický tagt das Kuratorium der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) am 21. Juni 2018 in Prag. Erstmals findet eine Sitzung des Kuratoriums, das mit Vertreterinnen und Vertretern aus acht Nationen besetzt ist, außerhalb Berlins statt.


„Für die freundliche Einladung in das Tschechische Außenministerium danken wir ganz herzlich und sind hocherfreut, die Verbindung zu unseren mittel- und osteuropäischen Partnerinnen und Partnern weiter zu stärken“, so der Kuratoriumsvorsitzende Staatssekretär a.D. Dr. Harald Braun. „Die Sitzung an einem solch symbolträchtigen Ort abhalten zu dürfen, ist uns insbesondere zwanzig Jahre nach der Deutsch-Tschechischen Erklärung eine große Ehre.“


Martin Stropnický, Außenminister der Tschechischen Republik: „Es freut mich sehr, dass unser Ministerium die Gelegenheit bekommen hat, die Sitzung des internationalen Kuratoriums der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" bei sich zu Gast zu haben. Die Tschechische Republik setzt sich traditionell für die Geschicke der Opfer des NS-Regimes und Holocaust ein und betrachtet die Berliner Stiftung als einen wichtigen Verbündeten in ihren Bestrebungen.“


Rahmenprogramm mit Projektvorstellungen

Am Nachmittag des 20. Juni 2018 hatten von der Stiftung EVZ geförderte Projektträger die Möglichkeit, sich dem Kuratorium vorzustellen. Ein von der Organisation Živá paměť veranstaltetes Zeitzeugengespräch bot Gelegenheit, auf die humanitären Projekte der Stiftung und die aktuelle Lebenssituation von NS-Überlebenden in Tschechien einzugehen. Anschließend präsentierte sich das neue „EVZ Lab for Civil Society“, das die Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Impact Hub Prag in diesem Jahr zum ersten Mal durchführt. Es versteht sich als Netzwerk zur Förderung einer offenen Gesellschaft.


Das Kuratorium der Stiftung EVZ

Das Kuratorium beschließt über alle grundsätzlichen Fragen, die zum Aufgabenbereich der Stiftung EVZ gehören, insbesondere über die Feststellung des Haushaltsplans. Es erlässt Richtlinien für die Verwendung der Mittel. Das Gremium ist international besetzt. Die 27 Mitglieder werden für vier Jahre u.a. vom Deutschen Bundestag und Bundesrat, der deutschen Wirtschaft und von den an den internationalen Verhandlungen zur Gründung beteiligten Staaten und Organisationen entsandt. Der Kuratoriumsvorsitzende und sein Stellvertreter werden von der Bundeskanzlerin berufen.


Über die Stiftung EVZ und ihre Förderschwerpunkte

Die Stiftung EVZ wurde im Jahr 2000 gegründet, um Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter während der Zeit des Nationalsozialismus zu entschädigen. Seit 2001 leistet die Stiftung EVZ zudem humanitäre Hilfe für Überlebende, fördert die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und stärkt zivilgesellschaftliches Engagement in Mittel- und Osteuropa.

Sitzung des internationalen Kuratoriums der Stiftung EVZ am 21.6.2018 in Prag

Kontakt

Kathrin Wiermer 
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
wiermer(at)stiftung-evz.de
Tel.: +49 (0)30 25 92 97-24
Fax: +49 (0)30 25 92 97-11