Berlin, 21.10.2016

Stiftung EVZ trauert um Moshe H. Jahoda

Das ehemalige Kuratoriumsmitglied der Stiftung EVZ verstarb am 19. Oktober 90-jährig in Israel. Jahoda setzte sich als Repräsentant der Jewish Claims Conference (JCC) für die Interessen jüdischer Überlebender ein. Sein Engagement galt aber ebenso einer länderübergreifenden Erinnerungskultur wie der Auseinandersetzung mit dem NS-Unrecht und dem Dialog mit der Jugend darüber. Wir haben ihn als Berater und Unterstützer unserer Stiftungsarbeit schätzen gelernt.

 

1926 in Wien geboren, erlebte er als Kind den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich und die Pogrome von 1938. Mit einem Kindertransport gelang ihm 1939 die Flucht nach Palästina. Seine gesamte Familie wurde in Auschwitz ermordet.

 

Nach Stationen im israelischen Landwirtschaftsministerium, als Botschaftsrat in Südamerika und Leiter sozialer Organisationen, vertrat er seit Beginn der 1990er Jahre das American Jewish Joint Distribution Committee und die JCC in Ungarn, Bulgarien und der Slowakei. Ab 1997 war er Vizepräsident der Jewish Claims Conference und verhandelte federführend das Entschädigungsabkommen mit der Republik Österreich.

 

Weitere Informationen

Dietrich Wolf Fenner, Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Telefon: 030 / 259 297 76, E-Mail: fenner(at)stiftung-evz.de  

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