Was hält eine Gesellschaft zusammen, wenn Bomben fallen? Wie bewahren Menschen ihre Würde, ihre Kultur und ihre Geschichten inmitten von Zerstörung? Dieser Podcast zeigt ein Land, das trotz Krieg nicht nur überlebt, sondern sich neu erfindet.
In vier Folgen spricht Ira Peter, die ehemalige Stadtschreiberin von Odesa, mit inspirierenden Gästen: mit Überlebenden von NS-Verbrechen, Museumsleiter:innen, die Kunstwerke vor Raketen schützen, jungen Menschen, die Brücken zwischen Deutschland und der Ukraine bauen, und Aktivist:innen der Rom:nja-Community, deren Stimmen oft ungehört bleiben.
Der Podcast beleuchtet, wie die Ukraine mit alten und neuen Traumata umgeht, Museen in digitale Räume verwandelt und eine widerstandsfähige Zivilgesellschaft formt. Jede Episode stellt Alltagsheld:innen und visionäre Projekte vor, die verdeutlichen, warum die Ukraine für Europa von zentraler Bedeutung ist.
Die Folgen erscheinen monatlich ab dem 19. Februar – auf unserem YouTube-Kanal, bei Spotify, Apple Podcasts und überall dort, wo es Podcasts gibt.
„Trümmer & Träume“ ist Teil unseres Ukraine-Engagements. Mehr dazu erfahren Sie auf unserer Themenseite.
Idee und Projektleitung: Stiftung EVZ
Konzeption und Moderation: Ira Peter
Produktion: speak low, Berlin.
Bereits seit 2014 trägt die ukrainische Zivilgesellschaft entscheidend zum Widerstand des Landes gegen den russischen Angriffskrieg bei. Ihr Mut, ihre Kreativität und ihr Durchhaltevermögen sind dabei beispielgebend für andere Zivilgesellschaften in Deutschland und Europa. Von welchen Erfahrungen in der Ukraine und der Diaspora können wir hierzulande lernen? Wie stärken wir das gesellschaftliche Bewusstsein darüber, dass der Krieg in seinen hybriden Formen längst eine europäische Dimension hat? Und was braucht es, um gemeinsam in Europa widerstandsfähiger zu werden?
Darüber diskutierten am 30.10.2025 Alona Karavai, (Kuratorin und Kulturmanagerin), Nataliya Pryhornytska (Politikwissenschaftlerin und Fachreferentin bei der Stiftung EVZ) und Dr. Franziska Davies (Osteuropahistorikerin am ZZF Potsdam) mit unserem Podcasthost Ira Peter (freie Journalistin und Podcasterin) im Publix in Berlin.
Links aus dieser Podcastfolge:
• EVZ-Förderprogramm YeMistechko - ein Ort für alle in der Ukraine
• EVZ Förderprogramm local.history
• Kunstraum Assortymentna kimnata
Sinti:ze und Rom:nja gehören zur größten Minderheit Europas – und bleiben doch oft unsichtbar. Auch im Krieg gegen die Ukraine. In dieser Folge sprechen ukrainische Rom:nja über Mehrfachdiskriminierung, Armut und strukturelle Ausgrenzung – und darüber, wie sie sich trotzdem engagieren: in der Erinnerungskultur, der humanitären Hilfe, an der Front oder im zivilgesellschaftlichen Wiederaufbau.
Zu hören sind: Laslo Djuri, Überlebender des NS-Völkermords an den Rom:nja und Initiator humanitärer Projekte, der Ethnologe Janush Panchenko, die Frauenrechtsaktivistin Anzhelika Bielova sowie Artur Ivanenko von der Organisation Kherson City Society of Young Roma. Sie alle kämpfen für Sichtbarkeit, Anerkennung und gleiche Rechte. Eine Folge über Diskriminierung in der Ukraine und in Deutschland, Erinnern im Krieg, Widerstandskraft und die Frage: Wie gelingt Teilhabe trotz Ausschluss?
Weitere Links aus dieser Podcastfolge:
Hinweise: bei Min. 30:35 geht es um Viber-Gruppen, Viber ist ein Chatdienst.
Musik: Kolpakov Duo – Vadim and Alexander (Sasha) Kolpakov Sr.; Vadim Kolpakov & Via Romen.
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Seit dem russischen Großangriff 2022 auf die Ukraine haben sich die Aufgaben vieler Jugendorganisationen grundlegend gewandelt – statt Bildungsarbeit stehen nun Wiederaufbau, humanitäre Hilfe, psychosoziale Unterstützung und zivilgesellschaftlicher Widerstand im Mittelpunkt. Wie lebt und arbeitet eine Jugendorganisation im Ausnahmezustand? Was motiviert junge Menschen, trotz Erschöpfung und ständiger Gefahr weiterzumachen? Und was brauchen sie von uns in Deutschland, um ihre Arbeit fortsetzen zu können?
Das Gespräch mit Akteur:innen von Eco Misto, Build Ukraine Together (BUR), und European Youth of Ukraine zeichnet ein eindrückliches Bild von Mut, Wandel und Resilienz – und ist eine Einladung zum Perspektivwechsel. Mit dabei: persönliche Einblicke von Serhiy Bezborodko, Feliks Schepel, Oleksiy Lavrinenko – sowie die Stimme von Anastasiia Pykhtina, einer jungen Ukrainerin in Deutschland zwischen Front, Exil und Hoffnung.
Weitere Links aus dieser Podcastfolge:
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Der Krieg in der Ukraine hinterlässt nicht nur Trümmer, sondern auch tiefe seelische Wunden. Diese Folge zeigt, wie Menschen mit Traumata umgehen, Resilienz aufbauen und trotz allem Hoffnung schöpfen. Sie stellt außerdem die Frage – wie können wir helfen?
Im Mittelpunkt steht Oleksandra Liaschenko. Mit 85 Jahren erlebt sie bereits den zweiten Krieg, der ihr Leben erschüttert. Wie schafft sie es, mit dieser Last umzugehen – weit entfernt von ihrer Heimat in der Region Donezk? Historikerin und Traumaexpertin Dr. Imke Hansen bildet in der Ukraine Psychotherapeut:innen aus und spricht über neue Wege der Traumabewältigung. Auch sogenannte Dritte Orte geben Hoffnung: In zwei Bibliotheken bieten Kunst und Gemeinschaftsprojekte Schutz und Halt für die, die alles verloren haben.
Weitere Links aus dieser Podcastfolge:
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In seinem Angriffskrieg zielt Russland nicht nur auf die Infrastruktur der Ukraine, sondern greift auch Kirchen, Museen und historische Stätten gezielt an. Welche Strategie steckt dahinter? Und was sind die Folgen für diejenigen, die sich – vor Ort und im Ausland – für den Erhalt der Kultur einsetzen?
Diese Episode von „Trümmer & Träume“ lässt außergewöhnliche Menschen zu Wort kommen – darunter Halina Bednarczyk, die bereit ist, ihr Heimatmuseum selbst unter Lebensgefahr zu schützen, und Mykola Kuschnir, der mit unermüdlichem Engagement das jüdische Museum in Tscherniwzi trotz widrigster Umstände am Leben erhält. Expert:innen aus Kultur und Wissenschaft, darunter Milena Tschorna von der ukrainischen Museumsvereinigung, Forscherin Dr. Alina Mozolevska und Dr. Jörg Morré vom Museum Berlin-Karlshorst, erklären, warum Kultur in diesem Krieg eine so zentrale Rolle spielt.
Weitere Links aus dieser Podcastfolge:
Das Chanenko-Museum in Kyjiw.
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