Newsletter 02/2016

Inhalt

28. Juni 2016, 19 Uhr ~ Podiumsgespräch: "Queer refugees - welcome!?" zur Situation von lesbischen, schwulen, bisexuellen und transgeschlechtlichen Geflüchteten

Sexualisierte Gewalt, rassistische Ausgrenzung, Abschieberisiken – jenseits von "Willkommenskultur" sehen lesbische, schwule, bisexuelle und transgeschlechtlich (LSBT) lebende Geflüchtete in Deutschland häufig ihre Menschenrechte verletzt. Zahlreiche Initiativen, Träger und auch staatliche Agierende bemühen sich, ein sicheres Ankommen zu ermöglichen. Sind LSBTI-spezifische Notunterkünfte eine Lösung? Was genau bedeutet Mehrfachdiskriminierung im Leben von Geflüchteten? Vor welchen Herausforderungen stehen wir, wenn Geflüchtete aus dem globalen Süden oder Osten tatsächlich willkommen sein sollen? Es diskutieren Flucht-Erfahrene und Praktiker*innen der Arbeit mit LSBT Geflüchteten. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt und wird simultan ins Deutsche übersetzt.
Veranstaltungsort: Stiftung EVZ, Berlin
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Aktuelle Ausschreibungen

Stipendien für in Deutschland lebende Sinti und Roma

Stipendien für in Deutschland lebende Sinti und Roma

Die Hildegard Lagrenne Stiftung vergibt Stipendien an Roma und Sinti, die auf dem ersten oder zweiten Bildungsweg an einer pädagogischen Berufsausbildung oder einer pädagogischen Qualifikation teilnehmen möchten. In einer Pilotphase werden Stipendien in Berlin und Brandenburg vergeben.
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Theaterprojekte mit Zeugnissen von Opfern des Nationalsozialismus

Theaterprojekte mit Zeugnissen von Opfern des Nationalsozialismus

Die Stiftung EVZ fördert Formen künstlerischer Aneignung von Zeugnissen. Theater- und Tanzschaffende, die solche Projekte mit den Mitteln der darstellenden Künste entwickeln, können sich für eine Förderung bei der Stiftung EVZ bewerben. Mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs können nur noch wenige Überlebende des Nationalsozialismus persönlich ihre Erinnerungen weitergeben. Ihre Zeugnisse jedoch – Tagebücher und Briefe, Autobiografien, audiovisuelle Interviews, Gedichte, Kompositionen, Zeichnungen und Fotos – bieten uns Zugänge zu ihren spezifischen Perspektiven auf den Nationalsozialismus und seine Verbrechen. Die Bewerbungsfrist endet am 1. Juli 2016.
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Förderprogramm "Zwangsarbeit und vergessene Opfer"

Förderprogramm "Zwangsarbeit und vergessene Opfer"

Der Stand der Aufarbeitung der NS-Zwangsarbeit ist in Europa nach wie vor sehr unterschiedlich. Es gibt zudem in Deutschland und den vom NS-Regime besetzten Ländern bzw. deren Nachfolgestaaten weitere Opfergruppen von NS-Unrecht, die noch keinen angemessenen Platz in der jeweiligen Erinnerungskultur haben. Die Stiftung EVZ unterstützt mit dieser Ausschreibung zum vierten Mal Projekte, die einen multiperspektivischen Ansatz verfolgen und dadurch zur Entwicklung eines europäischen Geschichtsverständnisses beitragen. Die Antragsfrist für Projekte im kommenden Jahr endet am 15. Oktober 2016.
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Neue Publikationen

Nachkommen von Verfolgten des Nationalsozialismus. Herausforderungen und Perspektiven

Nachkommen von Verfolgten des Nationalsozialismus. Herausforderungen und Perspektiven

Für die meisten NS-Opfer blieben die Erfahrungen nationalsozialistischer Verfolgung biographieprägend. Aber auch ihre Kinder blieben nicht unberührt. So haben viele Kinder von NS-Verfolgten die politische und soziale Aufarbeitung wesentlich mitgetragen und sich damit auch für das Wohl ihrer Eltern eingesetzt. Erstmals greift ein gerade veröffentlichtes Buch das Thema Nachkommen von NS-Verfolgten aus den unterschiedlichen Perspektiven verschiedener Opfergruppen auf. Der Sammelband beinhaltet sowohl inhaltliche Diskussionen zu den genannten Themen als auch die Dokumentation der Ergebnisse der Konferenz "Zweite Generation". Das Buch ist im Buchhandel oder direkt beim Mabuse-Verlag erhältlich.
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NS-Täter und NS-Opfer treffen im Altenheim aufeinander – was tun?

NS-Täter und NS-Opfer treffen im Altenheim aufeinander – was tun?

In deutschen Altenhilfe-Einrichtungen werden heute meist Senioren betreut, die den Zweiten Weltkrieg und das NS-Regime überlebt haben. Ehemalige NS-Verfolgte treffen auf einstige Mitläufer oder Täter des NS-Regimes. Dabei werden ehemalige NS-Verfolgte häufig durch aggressives Verhalten der einstigen Täter und Mitläufer re-traumatisiert. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Altenhilfe-Einrichtungen sind mit solchen Situationen meist überfordert, die Opfer bleiben sich selbst überlassen. Das Institut für soziale Innovationen (ISI) hat in Kooperation mit dem Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. im April eine Handlungsanleitung veröffentlicht, die praktische Empfehlungen zur Gewaltprävention und zum Opferschutz für NS-Verfolgte gibt. Für den 28. September ist ein Symposium zu diesem Thema geplant.
weitere Informationen zum Tagungsprogramm und zur Bestellung der Broschüre

Neues aus der Förderung

Internet-Portal "Zwangsarbeit 1939-1945": neue pädagogische Materialien

Internet-Portal "Zwangsarbeit 1939-1945": neue pädagogische Materialien

Auf Basis der im Internet-Portal "Zwangsarbeit 1939-1945" archivierten Interviews sind neue pädagogische Materialien entwickelt worden. Die internetbasierte Lernumgebung "Lernen mit Interviews. Zwangsarbeit 1939-1945" bereitet die Interviews mittels 25-minütiger, biografischer Interview-Kurzfilme unter Berücksichtigung von verschiedenen Opfergruppen und Sprachen für das schulische und außerschulische Lernen in Deutschland auf und löst damit die 2010 herausgegebene DVD mit Lehrerheft ab. Das Go Public und die Vorstellung im Rahmen einer Veranstaltung werden im Juni 2016 erfolgen. Auch auf der Basis dieser Interview-Sammlung wurde ein vergleichbares Bildungsmaterial für Tschechien – als online-Lernplattform – erstellt und von der Stiftung EVZ gefördert. Die Lernplattform wurde am 4. Mai 2016 in Prag vorgestellt.
zur tschechischen Lernplattform

Bildungsprojekte Roma und Sinti in Deutschland

Bildungsprojekte Roma und Sinti in Deutschland

Erstmals hatte die Stiftung EVZ dazu aufgerufen, Projektideen einzureichen, die auf eine Verbesserung der Bildungssituation von Sinti und Roma in Deutschland zielen. Eine unabhängige Jury verglich knapp 50 eingereichte Vorhaben und empfahl acht Vorhaben für eine Förderung, die nun zur Antragsstellung aufgefordert worden sind. Die Projekte greifen Empfehlungen der Publikation "Gemeinsam für eine bessere Bildung" auf.
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OPPOSE OTHERING! - Filmfestival goEast

OPPOSE OTHERING! - Filmfestival goEast

Im neuen Nachwuchsprojekts OPPOSE OTHERING! wurden fünf Preisgelder in Höhe von je 3.000 Euro vergeben. OPPOSE OTHERING! verbindet menschenrechtlich engagiertes Filmemachen und Reisen, Ausbildung und Vernetzung. Die fünf ausgewählten, bilaterale Zweier-Teams erhalten nun die Möglichkeit, ihre Kurzfilme oder Clips zu drehen. Die fertigen Filme werden beim goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films 2017 gezeigt.
Foto: goEast Filmfestival
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Dokumentarfilm: "dass das heute noch immer so ist" – Kontinuitäten der Ausgrenzung

Dokumentarfilm: "dass das heute noch immer so ist" – Kontinuitäten der Ausgrenzung

In dem Film wird die Geschichte von Verfolgung und Stigmatisierung sogenannter Asozialer im Nationalsozialismus erzählt. Maria Potrzeba, damals 14 Jahre alt, wurde vorgeworfen, eine sexuelle Beziehung zu dem polnischen Zwangsarbeiter Florian Spionska zu haben. Nach einem Verhör durch die Gestapo wurde sie in das Jugendkonzentrationslager Uckermark eingeliefert. Die Zwangsarbeiter Florian Spionska und Josef Goryl wurden öffentlich gehängt. Bis heute leidet Maria unter der Verfolgung. Ihre Nichten und Neffen kommen in Interviewsequenzen zu Wort und berichten über generationsübergreifende Auswirkungen der Verfolgungsgeschichte. Der Film wurde im Programm "Zwangsarbeit und vergessene Opfer" gefördert.
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Newsletter des Förderprogramms "Treffpunkt Dialog"

Newsletter des Förderprogramms "Treffpunkt Dialog"

Das Förderprogramm "Treffpunkt Dialog" hat seit Beginn dieses Jahres einen eigenen Newsletter in russischer Sprache. Viermal im Jahr gibt es Nachrichten zu besonderen Veranstaltungen oder interessanten Ereignissen im Programm und in einzelnen Projekten in Belarus, Russland und der Ukraine. Die aktuelle Ausgabe erschien am 15. April.
Der Newsletter kann über die Programm-Webseite abonniert werden.

Forum: "Menschen bewegen. Kultur und Außenpolitik live"

Forum: "Menschen bewegen. Kultur und Außenpolitik live"

Das Forum "Menschen bewegen" des Auswärtigen Amtes und seiner Partner bot am 15. April Einblicke in aktuelle Themen der Zivilgesellschaft und der auswärtigen Kulturpolitik. Die Stiftung EVZ präsentierte in der STATION-Berlin die Förderprogramme EUROPEANS FOR PEACE und Meet Up! Zum Abschluss des Forums hielt Außenminister Frank-Walter Steinmeiers eine Rede: "Gegen Ideologien hilft nur Aufklärung".
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GHETTO THERESIENSTADT 1941-1945 – MATERIELLE ZEUGNISSE UND SPUREN

GHETTO THERESIENSTADT 1941-1945 – MATERIELLE ZEUGNISSE UND SPUREN

Auf dem Gelände des ehemaligen Ghettos Theresienstadt sind bis heute viele Spuren erhalten geblieben, die von der Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden an diesem Ort erzählen. Wandmalereien, Graffiti und Steinritzungen etwa auf Dachböden oder an Gebäuderesten übermitteln uns die Botschaften der dort inhaftierten Menschen und geben Aufschlüsse über ihr Leben im Ghetto. Ein deutsch-tschechisches Team von Autoren, Denkmalpflegern und anderen Experten hat diese Zeugnisse dokumentiert und präsentiert sie in Form einer interaktiven Website.
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LSBTI Geflüchtete - Vernetzung von Initiativen und Akteuren

LSBTI Geflüchtete - Vernetzung von Initiativen und Akteuren

Rechtsberatung, sichere Unterbringung, angemessene Kommunikation, Vermeidung von Diskriminierung im Flucht- und Asylprozess - Initiativen und Einrichtungen, die sich für lesbische, schwule, bisexuelle, trans- sowie intergeschlechtliche (LSBTI) Geflüchtete einsetzen, erarbeiten häufig individuell Lösungen für komplexe Probleme. Mit dem bundesweiten Vernetzungsvorhaben von Migrationsrat Berlin-Brandenburg und Gladt e.V. sollen im Jahr 2016 Akteure im Themenfeld erhoben und veröffentlicht werden. Auf einem bundesweiten Vernetzungstreffen, das voraussichtlich im September in Berlin stattfinden wird, können migrantische Selbstorganisationen, LSBTI Vereinigungen und andere zivilgesellschaftliche Initiativen ihr Wissen präsentieren, diskutieren und ggf. Schritte für die weitere, gemeinsame Erarbeitung von Lösungen gehen.
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Vorstellung der Videodokumentation "Im Märkischen Sand" am 23. April 2016

Vorstellung der Videodokumentation "Im Märkischen Sand" am 23. April 2016

Am 23. April 1945 werden in einer Sandgrube bei Treuenbrietzen (Brandenburg) 127 italienische Militärinternierte von Angehörigen der deutschen Wehrmacht erschossen. Das Massaker wird vergessen. Doch dann kehrt die Geschichte zurück. Als die Bewohner der Stadt beginnen, sich der Vergangenheit zu stellen, kommen verdrängte Erinnerungen hoch an die Gewaltexzesse der letzten Kriegstage, die im historischen Gedächtnis der Stadt lange verborgen geblieben waren. Am Jahrestag des Massakers stellte die Videowerkstatt Out of Focus die Webdokumentation über das Geschehen im Berliner Kino Arsenal am Potsdamer Platz der Öffentlichkeit vor.
zur Webdokumentation

Kommende Veranstaltungen

Bis 19. Juni/ab 25. Juni ~ Ausstellung: "Kriegsgefangene Rotarmistinnen im KZ – Sowjetische Militärmedizinerinnen in Ravensbrück"

Bis 19. Juni/ab 25. Juni ~ Ausstellung: "Kriegsgefangene Rotarmistinnen im KZ – Sowjetische Militärmedizinerinnen in Ravensbrück"

In der Geschichtsschreibung des Zweiten Weltkrieges gibt es nur wenige "blinde Flecken". Die Rolle der etwa eine Millionen Soldatinnen, die als Angehörige der Roten Armee gegen die Wehrmacht kämpften wurde in der Forschung bisher wenig beachtet. Unerforscht ist auch das Schicksal der in deutsche Kriegsgefangenschaft geratenen Rotarmistinnen. Um diese weiblichen Kriegsgefangenen geht es in der Ausstellung. Die bisher zugänglichen Quellen liefern kein vollständiges Bild. Dennoch gibt es Erkenntnisse über Gefangenschaft sowie Zwangsarbeit und KZ-Haft, in die die Rotarmistinnen entgegen den Regeln des Völkerrechts überführt wurden. Die sowjetischen Militärmedizinerinnen im KZ Ravensbrück bilden eine Gruppe, über die relativ viel bekannt ist und die aufgrund ihrer beruflichen Qualifikation eine ungleich größere Überlebenschance hatte. Sie stehen im Mittelpunkt der Ausstellung, die im Programm "Zwangsarbeit und vergessene Opfer" gefördert wurde.
Bis 19. Juni 2016 im Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst (Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr. Montags geschlossen.)
Ab 25. Juni 2016 in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Fürstenberg/Havel (Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 9 bis 18 Uhr. Montags geschlossen.)
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20. April - 20. Juni 2016 ~ Ausstellung: "Wege der Diskriminierung"

20. April - 20. Juni 2016 ~ Ausstellung: "Wege der Diskriminierung"

Am 20. April 2016 wurde im Foyer der Stiftung EVZ die Ausstellung "Wege der Diskriminierung. Die Geschichte von Roma und Sinti in Tschechien und Deutschland" eröffnet, die von einer tschechisch-deutschen Schülergruppe realisiert wurde. Die Jugendlichen recherchierten im Schuljahr 2014/2015 die Geschichte der Diskriminierung von Sinti und Roma in ihren Heimatländern. Im Fokus der Projektarbeit stand aber nicht nur die Geschichte der Diskriminierung sondern vor allem auch das Kennenlernen und der intensive Austausch mit Vertretern der Minderheit und die Suche nach neuen Wegen, nach Auswegen aus der Situation. Das Projekt wurde im Programm EUROPEANS FOR PEACE der Stiftung EVZ gefördert. Die Ausstellung ist bis zum 20. Juni 2016 montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr im Foyer der Stiftung EVZ zu sehen.
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5. Mai 2016 ~ Internationale Ausstellung: "Wie das Atmen frischer Luft…"

5. Mai 2016 ~ Internationale Ausstellung: "Wie das Atmen frischer Luft…"

Am 5. Mai wird im Kunstmuseum "Mikolaj Jaroschenka" der ukrainischen Stadt Poltawa die Ausstellung "Wie das Atmen frischer Luft…" eröffnet. Am Beispiel von neun Portraits aus Russland, Belarus und der Ukraine zeigen die Fotos unterschiedliche Lebens- und Überlebensgeschichten von Opfern des Nationalsozialismus. Begleitend zur Ausstellung lädt die Nationale Pädagogische Universität "W. G. Korolenko" am 6. Mai zu einer Diskussionsveranstaltung mit dem Psychiater und Menschenrechtler Semyon Gluzman. Diskutiert wird über die soziale Lage der NS-Opfer und ihre Rolle in der ukrainischen Gesellschaft. Die Wanderausstellung entstand im Rahmen des Programms "Treffpunkt Dialog" und wird in Poltawa vom Städtischen Verband der politischen Häftlinge faschistischer Konzentrationslager gezeigt, der sich im Förderprogramm "Treffpunkt Dialog" mit einem eigenen Projekt engagiert. Die Wanderausstellung wird in allen drei Ländern des Programms regelmäßig gezeigt.
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11. MAI 2016, 19 UHR ~ Ausstellungseröffnung: "ZWANGSARBEIT IM NATIONALSOZIALISMUS" IN STEYR, OBERÖSTERREICH

11. MAI 2016, 19 UHR ~ Ausstellungseröffnung: "ZWANGSARBEIT IM NATIONALSOZIALISMUS" IN STEYR, OBERÖSTERREICH

Über 20 Millionen Menschen aus fast allen Ländern Europas mussten während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeit im Deutschen Reich oder in den besetzten Gebieten leisten. Überall wurden Frauen, Männer und Kinder eingesetzt – in Rüstungsbetrieben wie der Steyr- Daimler-Puch AG ebenso wie auf Baustellen, in der Landwirtschaft, im Handwerk oder in Privathaushalten. Alle sind ihnen begegnet – ob als Wehrmachtsoldat in den besetzten Gebieten oder als Bäuerin in Niederösterreich. Zwangsarbeit war kein Geheimnis, sie war ein weitgehend öffentlich stattfindendes Verbrechen. »Zwangsarbeit im Nationalsozialismus« zeigt – erstmals in Österreich – die gesamte Geschichte dieses Verbrechens und seiner Folgen nach 1945. Über 60 repräsentative Fallgeschichten bilden den Kern der Ausstellung. Sie sind das Ergebnis weltweit durchgeführter Recherchen. Mit historischen Exponaten, Fotografien und Zeitzeugeninterviews beleuchtet die Schau das rassistisch definierte Verhältnis zwischen der Bevölkerung und den Zwangsarbeitenden – mit allen Handlungsspielräumen, die sich den Menschen boten. Die internationale Wanderausstellung wird im Museum Arbeitswelt in Steyr bis zum 18. Dezember 2016 zu sehen sein. Die Ausstellung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, wurde initiiert und gefördert von der Stiftung EVZ. Die Station in Steyr wird zudem gefördert mit Mitteln des Österreichischen Zukunftsfonds. Die Ausstellung steht unter dem Ehrenschutz des Bundespräsidenten der Republik Österreich Dr. Heinz Fischer und der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland Joachim Gauck.
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20. Mai - 17. Juni 2016 ~ Länderfinale: Jugend debattiert International 2016

20. Mai - 17. Juni 2016 ~ Länderfinale: Jugend debattiert International 2016

"Jugend debattiert international" ist ein Debattierwettbewerb für Jugendliche aus zehn mittel- und osteuropäischen Ländern. Der Wettbewerb will zur Auseinandersetzung mit Menschenrechten und ihren geschichtlichen Hintergründen anregen und das Debattieren als Medium politischer Kultur und demokratischer Auseinandersetzung stärken. Um zugleich die deutschen Sprachkenntnisse in den beteiligten Ländern und die bilateralen Kulturbeziehungen zu fördern, findet das Projekt in deutscher Sprache statt. Seit April 2016 werden in den zehn teilnehmenden Ländern die Landessieger ermittelt. Die Länderfinale werden vom Goethe-Institut Prag koordiniert und von den Goethe-Instituten im jeweiligen Land veranstaltet.
Finalveranstaltungen der Länder (voraussichtlich): 20.5. Russland, St. Petersburg; 20.5. Ukraine, Kiew; 25.5. Ungarn, Budapest; 10.6. Polen, Warschau; 16.6. Tschechien, Prag; 17.6. Slowakei, Bratislava
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30. Mai – 1. Juni 2016 ~ Wissenschaftlicher Workshop: Nach der Befreiung – zur Situation von Überlebenden und Kindern als Displaced Persons. Neue Zugänge in Bildung und Wissenschaft

30. Mai – 1. Juni 2016 ~ Wissenschaftlicher Workshop: Nach der Befreiung – zur Situation von Überlebenden und Kindern als Displaced Persons. Neue Zugänge in Bildung und Wissenschaft

Das Max Mannheimer Studienzentrum der Stiftung Internationales Jugendgästehaus Dachau veranstaltet gemeinsam mit dem Internationalen Suchdienst Bad Arolsen einen internationalen Workshop für Fachleute aus Wissenschaft und Pädagogik, die sich mit den Schicksalen von Displaced Persons und überlebenden Kindern und den Auswirkungen auf nachfolgende Generationen befassen. Auf der Veranstaltung sollen Forschungsansätze sowie wissenschaftliche und pädagogische Projekte vorgestellt und diskutiert werden. Der Workshop wird im Rahmen der Konferenzzuschüsse des Förderprogramms "Zwangsarbeit und vergessene Opfer" gefördert.
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9. - 10. Juni 2016 ~ 7. Blickwinkel-Tagung: "Kommunikation: Latenzen - Projektionen - Handlungsfelder"

9. - 10. Juni 2016 ~ 7. Blickwinkel-Tagung: "Kommunikation: Latenzen - Projektionen - Handlungsfelder"

Die siebte Blickwinkel-Tagung vom 9. bis 10. Juni in Kassel geht der Frage nach, wie Antisemitismus heute kommuniziert wird und setzt sich dabei auch mit dem Potential der "alten" und "neuen" Medien in der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit auseinander. Wir laden Wissenschaftler*innen, Pädagog*innen, Akteure aus Stadtteilarbeit, Mediation und Beratung sowie Bildungsverantwortliche herzlich ein.
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29. Juni 2016, 19 Uhr ~ Podiumsgespräch: „Wehrmachtsbordelle. Nach den Frauen hat bisher kaum jemand gefragt“

29. Juni 2016, 19 Uhr ~ Podiumsgespräch: „Wehrmachtsbordelle. Nach den Frauen hat bisher kaum jemand gefragt“

Vor 75 Jahren überfiel Deutschland die Sowjetunion. Der Vernichtungskrieg kostete 27 Millionen Sowjetbürger das Leben. Zu den Opfern des Kriegs gehörten auch Millionen Verletzte und Obdachlose sowie die Heimkehrer aus Zwangsarbeit und Kriegsgefangenschaft. Was bisher kaum ins öffentliche Bewusstsein gedrungen ist, sind sexuelle Gewalttaten deutscher Soldaten gegen Frauen und Mädchen, insbesondere ihre Versklavung in Wehrmachtsbordellen. Während in Ostasien seit 1991 über sexuelle Gewalt gegen Frauen in den „comfort stations“ der japanischen Armee gesprochen wird, ist dieses Thema in Deutschland weitgehend verdrängt worden. Deshalb soll es im Mittelpunkt dieses Abends stehen.
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13. - 15. Juli 2016 ~ Dritte Internationale Konferenz: Children and War: Past and Present

13. - 15. Juli 2016 ~ Dritte Internationale Konferenz: Children and War: Past and Present

Die Konferenz in Salzburg, veranstaltet von der University of Worverhampton (UK) zusammen mit der Universität Salzburg, richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Fachleute aus Museen, Gedenkstätten und NGOs wie auch an Journalisten. In 150 Vorträgen werden verschiedene Aspekte des Schicksals von Kindern im Krieg mit historischem Schwerpunkt auf dem Zweiten Weltkrieg behandelt. Die Konferenz wird in Kooperation mit dem UN-Office of the Special Representative of the Secretary General for Children and Armed Conflicts durchgeführt. Die Konferenz wird im Rahmen der Konferenzzuschüsse des Programms "Zwangsarbeit und vergessene Opfer" gefördert.
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Dietrich Wolf Fenner
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Lindenstr. 20-25
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