Newsletter 04/2015


Inhalt

Trauer um Dr. Martin Salm

Das Kuratorium, der Vorstand und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) trauern um Dr. Martin Salm. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ ist am 7. November nach schwerer Erkrankung in Berlin gestorben. Salm trat im Oktober 2006 in den Vorstand der Stiftung EVZ ein. Von Juli 2007 bis März 2015 war er Vorstandsvorsitzender. mehr

Aktuelle Ausschreibungen

Europenas for Peace - Diskriminierung: Augen auf!

Europenas for Peace - Diskriminierung: Augen auf!

Das Programm EUROPEANS FOR PEACE fördert internationale Austauschprojekte für Jugendliche aus Deutschland und den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas sowie Israel. Schulen oder außerschulische Bildungsträger können sich in internationaler Partnerschaft zusammenschließen und gemeinsame Projekte beantragen. Das aktuelle Ausschreibungsthema lautet „Diskriminierung: Augen auf! Projekte über Ausgrenzung damals – und heute“. Die Stiftung EVZ stärkt mit EUROPEANS FOR PEACE seit 10 Jahren erfolgreich das Engagement Jugendlicher für Menschenrechte und Völkerverständigung.
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Treffpunkt Dialog

Treffpunkt Dialog

Noch bis zum 30. November können sich Organisationen aus Belarus und der Ukraine im Programm „Treffpunkt Dialog“ bewerben. Das Programm richtet sich an Menschen, die die hoch betagten und oftmals hilfebedürftigen Opfer des Nationalsozialismus unterstützen und zur Verbesserung ihrer sozialen Lage beitragen wollen. Die Ausschreibung und Antragsformulare sowie weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Programms.
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Kommende Veranstaltungen

19. - 24. November 2015 ~ Bundesjugendkonferenz 2015 von Amaro Drom e.V. und Ternengo Drom e Romengo – Roma-Jugendliche in Niedersachsen e.V.

19. - 24. November 2015 ~ Bundesjugendkonferenz 2015 von Amaro Drom e.V. und Ternengo Drom e Romengo – Roma-Jugendliche in Niedersachsen e.V.

Dieses Jahr steht die Bundesjugendkonferenz von Amaro Drom und Ternengo Drom e Romengo unter dem Motto "Me sem kate! E tu? - Ich bin dabei! Und du?" und wird einen internationalen Schwerpunkt haben. Die Lebenswirklichkeiten von Sinti und von Roma werden aktuell oft thematisiert. Dabei geht es auch um Menschen, die aus Balkanländern eingewandert sind. Sowohl in Deutschland als auch in südosteuropäischen Ländern tun sich Roma zusammen, um die eigene Lage zu verbessern. Im Rahmen der Bundesjugendkonferenz nehmen junge Menschen aus ganz Deutschland und 50 junge Leute aus Mazedonien, Serbien und Montenegro teil. Die Bundesjugendkonferenz 2015 soll einen Ort zum Kennenlernen, zum Vernetzen, für gemeinsame Aktionen und nicht zuletzt für Spaß schaffen.
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7. Dezember 2015 ~ Veranstaltungsreihe Transitional Justice. Erfahrungen mit der Aufarbeitung von staatlicher Gewalt und massiven Menschenrechtsverletzungen

7. Dezember 2015 ~ Veranstaltungsreihe Transitional Justice. Erfahrungen mit der Aufarbeitung von staatlicher Gewalt und massiven Menschenrechtsverletzungen

Der Umgang mit staatlicher Gewalt und Menschenrechtsverletzungen sowie deren Ahnung spielen beim Übergang von Gewaltherrschaft und Diktatur eine zentrale Rolle. Dabei stellt sich die Frage, wie eine Befriedung und Versöhnung innerhalb von Gesellschaften oder zwischen verschiedenen Staaten erreicht werden kann. Oft treten individuelle Erfahrungen hinter gesellschaftliche oder staatliche Interessen zurück. Vergangenheitsausarbeitung umfasst neben der juristischen Verfolgung von Systemunrecht auch die Rehabilitierung und Entschädigung der Opfer. Dazu gehören aber auch die politische und gesellschaftliche Anerkennung des Unrechts, Bildungsangebote und die Errichtung von Museen und Gedenkstätten. Wahrheits- und Versöhnungskommissionen unterschiedlicher Länder versuchten ihre Wege der Aufarbeitung zu finden.
© Foto Harald Schmitt


Bis zum 15. Dezember 2015 ~ Kabinettausstellung: "Im fremden Land". Publikationen aus den Lagern für Displaced Persons

Bis zum 15. Dezember 2015 ~ Kabinettausstellung: "Im fremden Land". Publikationen aus den Lagern für Displaced Persons

In den Jahren 1945 bis 1950 hatten zahlreiche Juden in den von Briten und Amerikanern eingerichteten Lagern der Displaced Persons (DP) erste Unterkunft und Sicherheit gefunden. Die Menschen waren entwurzelt, sie hatten die Qualen der Arbeits-, Konzentrations- und Vernichtungslager überlebt oder im Untergrund und in Verstecken ausgeharrt. Sie konnten oder wollten sie nicht in ihre Heimatorte zurückkehren. In den DP-Lagern entstanden einige hundert literarische Werke, die ihnen halfen, sich mit Erlebtem auseinanderzusetzen, neue Orientierung zu finden, Bildung zu vermitteln, sich gegenseitig zu informieren oder zu agitieren. Lange Zeit fanden die Zeitungen, Broschüren und Bücher der jüdischen DP bei Wissenschaftlern und Sammlern wenig Beachtung. Die Kabinettausstellung zeigt einige der Werke, die in jiddischer oder hebräischer Sprache verfasst sind. Der Begleitkatalog informiert in Deutsch und Englisch über die Geschichte der Lager für Displaced Persons, erzählt vom Leben dort und stellt einige der Werke vor. Der Katalog wurde im Leo Baeck Programm gefördert.
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Bis zum 10. Januar 2016 ~ Ausstellung: "Redrawing Stories from the Past"

Bis zum 10. Januar 2016 ~ Ausstellung: "Redrawing Stories from the Past"

In naher Zukunft können keine Augenzeugen mehr von den Verbrechen des Nationalsozialismus berichten. Noch immer gibt es viele "vergessene Opfer". Zugleich bedarf das Erinnern an ihre Geschichten dringend neuer und lebendiger Konzepte, besonders für junge Menschen und für eine zusammenwachsende Welt. Das Projekt "Redrawing Stories from the past" bringt vergessene Geschichte, Kunst und Jugendkultur zusammen. Fünf junge Graphic-Novel-Künstler aus verschiedenen Ländern Europas haben sich auf die Spurensuche begeben. Dabei sind diese Ausstellung und eine Publikation entstanden. Das Projekt wurde im Förderprogramm "Zwangsarbeit und vergessene Opfer" gefördert.
Ort: Galerie im Saalbau, Karl-Marx-Straße 141, 12043 Berlin
Öffnungszeiten: Di bis So 10 - 20 Uhr.
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ab Januar ~ „Zukunft der Erinnerung“. Bundesweites Schulkino zur filmischen Erinnerung an den Holocaust

ab Januar ~ „Zukunft der Erinnerung“. Bundesweites Schulkino zur filmischen Erinnerung an den Holocaust

Schwerpunkt der Reihe ist die Auseinandersetzung mit den Themen Holocaust, Nationalsozialismus und Antisemitismus. In insgesamt 15 Filmreihen wird eine Auswahl von 46 Filmen aus der Sammlung des Arsenals gezeigt, die jeweils in die Schulkinovorführungen integriert werden. Im Anschluss finden Filmgespräche mit den Schülerinnen und Schülern statt. Das Projekt „Zukunft der Erinnerung - Bundesweite Schulkinoreihe zur filmischen Erinnerung an den Holocaust“ wird vom Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V. mit Unterstützung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“(EVZ) und in Kooperation mit lokalen Schulkinowochen 2016 veranstalten.
Arsenal – Institut für Film und Videokunst

12. Januar 2016 ~ Veranstaltungsreihe Transitional Justice. Gedenken, Erinnern, Bilden

12. Januar 2016 ~ Veranstaltungsreihe Transitional Justice. Gedenken, Erinnern, Bilden

Gedenken, Erinnern und Bilden tragen dazu bei, den Opfern massenhaften systematischen Unrechts Genugtuung zu verschaffen. Diese Formen der Auseinandersetzung mit gewaltbelasteter Vergangenheit dienen zugleich der Demokratisierung, indem sie die humane Orientierung einer Gesellschaft stärken und einer Wiederholung des Geschehenen vorbeugen.
Der Opfer zu gedenken bedeutet, Räume für die Trauer um die Getöteten und für Empathie mit den Überlebenden von systematischem Unrecht zu öffnen. Erinnern heißt, sich mit Unrechtsgeschichte kritisch auseinanderzusetzen und diese Geschichte dem Vergessen oder Verdrängen abzuringen. Bilden heißt, Wissen und Erfahrungen weiterzugeben und immer wieder neu zu reflektieren.
Die Veranstaltungsreihe „Transitional Justice. Instrumente – Erfahrungen - Herausforderung“ ist eine Kooperation der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, des Deutschen Instituts für Menschenrechte (DIMR) und der Stiftung EVZ.
DIMR

21. Januar 2016 ~ Ausstellungseröffnung: „Braunschweig – Łodź 1939. Zwei Städte zu Beginn des Zweiten Weltkriegs“ eine deutsch-polnische Ausstellung

21. Januar 2016 ~ Ausstellungseröffnung: „Braunschweig – Łodź 1939. Zwei Städte zu Beginn des Zweiten Weltkriegs“ eine deutsch-polnische Ausstellung

Eine deutsche und eine polnische Schülergruppe recherchierten im Schuljahr 2014/2015 die Geschichte von Braunschweig und Łodź im Nationalsozialismus. Fast alle in Braunschweig eingesetzten Zwangsarbeiter kamen aus dem Łodźer Ghetto. Die Jugendlichen trafen sich im Oktober 2014 und April 2015 und entwickelten eine gemeinsame Ausstellung über Braunschweig und Łodź im Jahr 1939, zu Beginn des Zweiten Weltkriegs. Die Ausstellung zeigt die städtische Entwicklung von Łodź, dem „Manchester der Ostens“ mit seiner deutschen, russischen, polnischen und jüdischen Bevölkerung und von Braunschweig, welches sich als nationalsozialistische Musterstadt präsentierte, auf. Europeans for Peace

27. Januar 2016 ~ Ausstellung: "Leben nach dem Überleben"

27. Januar 2016 ~ Ausstellung: "Leben nach dem Überleben"

Mehr als 17.000 Überlebende des Holocaust werden von der Organisation Amcha in Israel dabei unterstützt, mit den Traumata zu leben. Die Stiftung EVZ fördert dieses Engagement seit 2001. Die Fotografin Helena Schätzle hat in enger Zusammenarbeit mit Amcha Überlebende begleitet und portraitiert. Sie zeigt in einfühlsamen Fotografien sowohl Momente des Traumas, der Trauer, Einsamkeit und Angst, wie auch Momente der Zuwendung zum Leben, Liebe und Freude an der Familie. Ihre Ausstellung, die voraussichtlich am 27. Januar 2016 im Lichthof des Auswärtigen Amtes eröffnet wird, vermittelt in Bildern und Zitaten das Leben nach dem Überleben in all seinen Aspekten. mehr

10 Februar 2016 ~ Veranstaltungsreihe Transitional Justice. Strafverfolgung schwerer Menschenrechtsverletzungen

10 Februar 2016 ~ Veranstaltungsreihe Transitional Justice. Strafverfolgung schwerer Menschenrechtsverletzungen

Die Strafverfolgung schwerer Menschenrechtsverletzungen nach einer gesellschaftlichen Transformation gilt als wesentlicher Bestandteil der Aufarbeitung eines überwundenen Unrechtsregimes. Wann aber verlangen die Menschenrechte die Strafverfolgung von Amtsträgern? Welche Erfahrungen hat Deutschland mit der strafrechtlichen Aufarbeitung der NS-Herrschaft und von DDR-Unrechtgemacht? In welchem Verhältnis stehen nationale und internationale Strafjustiz? Welche Handlungsmöglichkeiten bestehen, wenn Strafverfolgung auf nationaler Ebene scheitert?

Neues aus der Förderung

Theaterperfomance: "Ansichtskarten von gestern nach morgen" im Berliner Theater o.N.

Theaterperfomance: "Ansichtskarten von gestern nach morgen" im Berliner Theater o.N.

Schülerinnen aus Berlin-Hellersdorf wählten acht Interviews mit Überlebenden der Shoah und ehemaligen NS-Zwangsarbeitern aus und fanden eigene Deutungen und Bezüge zu diesen Erzählungen. Gemeinsam mit den Theaterkünstlern der Berliner spreeagenten e.V. haben die Jugendlichen diese Lebensgeschichten in persönliche "Performance-Ansichtskarten" übersetzt. Das Bühnenstück aus 17 szenischen Miniaturen konnte mehrmals im Oktober im Theater o.N. sowie in Schulaufführungen präsentiert werden.
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Wanderausstellung: "Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg"

Wanderausstellung: "Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg"

Am 4. November 2015 eröffnete im Museum der Arbeit in Hamburg die internationale Wanderausstellung "Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg" der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Die Ausstellung wurde von der Stiftung EVZ initiiert und gefördert. Zwischen 1939 und 1945 mussten über 20 Millionen Männer, Frauen und Kinder im Deutschen Reich und den besetzten Gebieten Europas als „Fremdarbeiter“, Kriegsgefangene oder Gefangene von Konzentrationslagern Zwangsarbeit verrichteten. Wie wurde das System der Zwangsarbeit geschaffen? Welche Geschichten verbargen sich hinter den Zäunen und Mauern der Lager und Barackenunterkünfte der Fabriken, in denen Menschen bis zur vollständigen Erschöpfung für das Dritte Reich arbeiten mussten? Auf diese Fragen gibt die Ausstellung Antworten. Auch die Hamburger Rüstungs- und Kriegswirtschaft hat vom rassistisch ausgerichteten System der Zwangsarbeit in vielerlei Hinsicht profitiert. Die Ausstellung setzt sich deshalb in zwei Ausstellungsabschnitten mit der Zwangsarbeit in der Hamburger Rüstungsproduktion und am Beispiel Hamburgs mit dem Kosmos der Lager in einer deutschen Großstadt auseinander. Das Museum der Arbeit und die Körber-Stiftung bieten ein umfangreiches Begleitprogramm zur Ausstellung an. Während der Laufzeit in Hamburg bis zum 3. April 2016 werden Vorträge, Lesungen, Diskussionen mit Experten, Tagungen und Exkursionen und pädagogische Programme für Schulen realisiert. mehr

Seminar: Ukrainischer Verband der Häftlinge und Opfer des Nationalsozialismus in Kiew

Seminar: Ukrainischer Verband der Häftlinge und Opfer des Nationalsozialismus in Kiew

Am 29. September 2015, dem Gedenktag von Babyn Jar, hat der ukrainische Verband der Häftlinge und Opfer des Nationalsozialismus ein Seminar für seine Zielgruppe und für Schüler eine Kiewer Schule organisiert. Die Beteiligten erfuhren, wie 1941 innerhalb von nur zwei Tagen 33.000 Menschen zum größten Teil jüdischer Herkunft ermordet wurden. Besonders eindrücklich schilderte ihre Erinnerungen die Zeitzeugin Ludmila Tarassenko-Salewskaja. Sie konnte im September 1941 zusammen mit den anderen Anwohnern ein jüdisches Mädchen vor dem sicheren Tod retten. Der Verband bietet gegen die Einsamkeit von betagten und nicht mobilen NS-Opfern psychosoziale Angebote und Hilfestellungen im Alltag und regt durch Zeitzeugenbegegnungen einen Generationendialog an.
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Video: Portraits von NS-Opfern im ukrainischen Fernsehen

Video: Portraits von NS-Opfern im ukrainischen Fernsehen

Zum Gedenken an die Ermordung von mehr als 33.000 Juden in der Kiewer Schlucht Babyn Jar zeigte das 1. Nationale Programm des Ukrainischen Fernsehens filmische Kurzportraits von zehn Überlebenden der NS-Verfolgung. Die alten Menschen erinnern an die Verfolgung durch die Nationalsozialisten und formulieren ihre Hoffnungen für die Gegenwart. Die porträtierten Zeitzeugen sind Teilnehmende des Programms "Treffpunkt Dialog".
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Konferenz: Muslim Jewish Conference 2015

Konferenz: Muslim Jewish Conference 2015

Vom 16. – 22. August 2015 fand in Berlin unter der Schirmherrschaft von Bundesaußenminister Steinmeier die sechste internationale Muslim Jewish Conference statt. 150 Young Professionals und Studierende aus 40 Ländern diskutierten während der Woche Themen wie Islamophobie, Antisemitismus, Hate Speech, Leben als Minderheit: Macht, Religion & Menschenrechte, Kunst und Kultur, Gender und Religion, Konflikttransformation sowie Projektentwicklung und – implementation.
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Nothilfetransport: Lebensmittel in den ostukrainischen Städten Alchevsk, Gorlovka und Brjanka angekommen

Nothilfetransport: Lebensmittel in den ostukrainischen Städten Alchevsk, Gorlovka und Brjanka angekommen

In den Gebieten, die derzeit nicht unter Kontrolle der ukrainischen Regierung stehen, leiden die verbliebenen NS- Opfer unter einem eklatanten Versorgungsmangel. Ende Oktober wurden sieben Tonnen Lebensmittel mit einem ersten Transport an NS- Opferverbände und Veteranenorganisationen geliefert. Diese verteilen sie an ihre betagten Mitglieder. Der Projektträger Turbota pro Litnih berichtet von kilometerlangen Staus an der Grenze, Durchsuchung des LKWs und administrativen Hürden bei der Einreise in die besetzten Gebiete. Zwei weitere Transporte sind bis Ende des Jahres geplant, die neben Lebensmitteln auch Hygieneartikel und Reparaturmaterialien für Fenster liefern werden.
zum Projektträger Turbota pro Litnih

Wettbewerb: Internationale Finalwoche von "Jugend debattiert international" in Riga

Wettbewerb: Internationale Finalwoche von "Jugend debattiert international" in Riga

Die 18-jährige Anna Ryan aus Budapest konnte in der Finaldebatte ihre Überzeugungskraft und Sachkenntnis unter Beweis stellen, als sie sich bei der Fragestellung "Sollen alle Mitgliedsstaaten des Europarats jährlich eine Mindestzahl von Flüchtlingen aufnehmen?" dafür aussprach. Auf dem zweiten Platz folgte ihr František Posolda aus Tschechien, der Anna auf der Contra-Seite entgegentrat. Ebenfalls für das internationale Finale im Konzertsaal der lettischen Nationalbibliothek hatten sich die 19-jährige Csenge Dörner aus Ungarn und die 18-jährige Iva Lambová aus Tschechien qualifiziert, die den dritten und vierten Platz von insgesamt 2000 Teilnehmenden im Wettbewerbsjahr 2015 belegten.
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Hilfsprojekte: Für Überlebende des Genozids an den Roma

Hilfsprojekte: Für Überlebende des Genozids an den Roma

In diesem Herbst beginnen fünf humanitäre Projekte, die sich an notleidende Überlebende des Genozids an den Roma richten. Durch die Verteilung von Lebensmitteln, Hygieneartikel und Heizmaterial sowie praktischer Unterstützung durch Freiwillige werden notleidende Roma in den ukrainischen Städten Odessa, Charkiv, Zolotonosha, Ushgorod und Saporischa unterstützt. Die Stiftung EVZ fördert die fünf Organisationen mit insgesamt 250.000 Euro.
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Dokumentartheater: "Aktion N! Ein Neuköllner NS-Untersuchungsausschuss" am Berliner Heimathafen Neukölln

Dokumentartheater: "Aktion N! Ein Neuköllner NS-Untersuchungsausschuss" am Berliner Heimathafen Neukölln

Das Theater Heimathafen Neukölln war während des Dritten Reiches ein Möbellager für den Hausrat deportiert Neuköllner Juden. Eine Gruppe Neuköllner Bürger ist gemeinsam mit Künstlern des Berliner Theaterhauses auf lokale Spurensuche gegangen. Daraus ist das Stück Das Theaterstück "Aktion N! Ein Neuköllner NS-Untersuchungsausschuss" entstanden. Es erzählt die Geschichte der Menschen hinter den Möbeln und fragt danach, was das alles mit uns heute zu tun hat. Das Stück konnte im September und Oktober insgesamt achtmal aufgeführt werden, Der Tagespiegel, zitty und viele andere Medien im Berliner Raum berichteten ausführlich über das Projekt.
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Diskussionsveranstaltung: Zivilgesellschaftliche UNterstützung für NS-Opfer

Diskussionsveranstaltung: Zivilgesellschaftliche UNterstützung für NS-Opfer

Das Engagement für Opfer des Nationalsozialismus war Thema einer Diskussionsveranstaltung am 28. Oktober in der nationalen technischen Universität Chernigiv, auf der über 100 Studierende der Sozialarbeit mit dem Psychiater und Menschenrechtler Semyon Gluzman diskutierten. Der Vorsitzende des Beirats im Programm „Treffpunkt Dialog“ und die Journalistin Lesya Kharchenko sprachen über die Schicksale der NS-Verfolgten und Möglichkeiten zivilgesellschaftlicher Unterstützung für die hoch betagten Überlebenden in der Ukraine.
mehr (in ukrainischer Sprache)

Konzertreihe: Classic for Peace

Konzertreihe: Classic for Peace

Junge Menschen aus der Ukraine und Russland musizierten gemeinsam mit jungen Musikern aus Hessen. Im Rahmen des Jugendaustauschs fanden drei Konzerte in Wiesbaden, Darmstadt und Berlin statt. Von Hessen bis Berlin klang hierbei in der Musik vor allem ein tiefer Wunsch mit: Frieden stiften durch klassische Konzerte. Ohne verbal politisch zu werden, übermittelten die jungen Musikbotschafter deutlich ihre Friedensnachricht an das Publikum. Alle teilnehmenden, ukrainischen und russischen Musiker wohnten bei deutschen Familien in Darmstadt. So lernten sich beide Seiten im Alltag kennen, konnten gemeinsam etwas unternehmen und zusammen Spaß haben. Das Projekt wurde im Programm "Meet Up! - Deutsch-Ukrainische Jugendbegegnungen" gefördert.
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Deutsch-Israelischer Jugendkongress in Israel

Deutsch-Israelischer Jugendkongress in Israel

Der zweite Teil des Deutsch-Israelischen Jugendkongresses 2015 wird vom 16. bis 20. November 2015 in Neve Ilan, Tel Aviv und Jerusalem (Israel) stattfinden. Der Jugendkongress knüpft an das Treffen von ca. 300 jungen Menschen aus Deutschland und Israel aus dem Mai 2015 in Berlin an. Die vielseitigen Workshops und Diskussionen thematisieren die Erfahrungen, Erfolge und Herausforderungen der Deutsch-Israelischen Beziehungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Jugendlichen werden in Israel weiter an neuen Ideen für den Deutsch-Israelischen Jugendaustausch arbeiten. Die Stiftung EVZ fördert die Teilnahme von Jugendlichen an dem von ConAct und der Israel Youth Exchange Authority (IYEA) organisierten Kongress. Er gehört zu den Jubiläumsprojekten anlässlich des 50-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Die Stiftung EVZ fördert im Programm EUROPEANS FOR PEACE seit 10 Jahren deutsch-israelische Begegnungen von schulischen und außerschulischen Gruppen. Verfolgen können Sie den Kongress unter dem Blog:
www.youth-congress-2015.org

Neue Publikationen

"Gegengeschichte. Zweiter Weltkrieg und Holocaust im ostmitteleuropäischen Dissens"

"Gegengeschichte. Zweiter Weltkrieg und Holocaust im ostmitteleuropäischen Dissens"

Gab es nach 1989 eine "Rückkehr der Geschichte" in die Länder Ostmitteleuropas? War das historische Gedächtnis dort zuvor "eingefroren"? Zweifellos instrumentalisierten, unterdrückten und verfälschten die herrschenden Parteien die Geschichte, insbesondere jene des Zweiten Weltkriegs. Bisher wenig beachtet blieb jedoch, dass Dissidenten in diesen Ländern die Geschichte auf ihre eigene Weise aufarbeiteten. Sie entwarfen eine Vielzahl von "Gegengeschichten", die dem vorherrschenden Narrativ zuwiderliefen. Mit dem Holocaust, der Vertreibung der Deutschen oder dem nichtkommunistischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus wurden heikle oder tabuisierte Themen diskutiert, die auch nach 1989 auf der Tagesordnung standen. In diesem Band werden solche Debatten – teilweise zum ersten Mal – nachgezeichnet und als Teil einer oppositionellen Geschichtskultur analysiert.
zum Leipziger Universitätsverlag

"Gemeinsam für eine bessere Bildung". Empfehlungen zur gleichberechtigten Bildungsteilhabe von Sinti und Roma in Deutschland

"Gemeinsam für eine bessere Bildung". Empfehlungen zur gleichberechtigten Bildungsteilhabe von Sinti und Roma in Deutschland

Wie kann der Bildungszugang für Sinti und Roma verbessert werden? Wie ihre gleichberechtigte Teilhabe erreicht werden? Welche Grundsätze sind zu beachten, damit Bildungsbeteiligung und Bildungserfolg zunehmen? Und wie können dafür notwendige Daten erhoben und wissenschaftliche Studien durchgeführt werden? Zur Beratung dieser Fragen gründete die Stiftung EVZ einen bundesweiten Arbeitskreis, an dem Fachleute aus Sinti- und Roma-Organisationen maßgeblich beteiligt waren. Gleichberechtigt wirkten Sachverständige aus Ländern, Kommunen, Stiftungen und der Wissenschaft mit. Nach zweijähriger Arbeit liegen die gemeinsam formulierten Empfehlungen vor.
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Online-Publikation: "From Testimony to Story. Video Interviews about Nazi Crimes. Perspectives and Experiences in Four Countries"

Online-Publikation: "From Testimony to Story. Video Interviews about Nazi Crimes. Perspectives and Experiences in Four Countries"

Aktuell veröffentlicht die Stiftung EVZ den zweiten Band der Publikationsreihe "Bildungsarbeit mit Zeugnissen" online auf ihrer Website. Der englischsprachige Sammelband präsentiert verschiedene Sammlungen von Interviews mit NS-Überlebenden. Experten aus Israel, Polen, der Tschechischen Republik und Deutschland berichten über ihre pädagogische Arbeit mit Zeitzeugen-Interviews und reflektieren internationale Entwicklungen, Trends und Debatten in diesem Feld. Die Publikation dokumentiert die Ergebnisse von drei internationalen Seminaren, die die Stiftung EVZ im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe "Entdecken und Verstehen. Bildungsarbeit mit Zeugnissen von Opfern des Nationalsozialismus" in den Jahren 2010 und 2011 durchgeführt hat.
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Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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fenner(at)stiftung-evz.de
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