Newsletter 04/2014


Inhaltsverzeichnis

"Ich lebe noch!" - Kampagne der Stiftung EVZ gestartet

Am 16. Oktober präsentierte die Stiftung EVZ ihre Kampagne "Ich lebe noch!". Die Kampagne stellt den zentralen Beitrag der Stiftung EVZ für die Gedenkjahre 2014 und 2015 dar, die Erinnerungsjahre an Beginn und Ende des Zweiten Weltkriegs. Sie soll helfen Aufmerksamkeit für die damaligen Ereignisse der Verfolgung und die heutige Lage der Überlebenden zu erzeugen. In diesem Sinne unterstützt die Kampagne auch die Fundraisingaktivitäten der Stiftung EVZ. Sechs Überlebende zeigen ihre Gesichter und erzählen ihre Geschichte. „Erinnern ist wichtig. Aber im Hinblick auf die Überlebenden sage ich: Erinnern allein ist nicht genug! Deshalb macht die Stiftung EVZ diese Kampagne“, sagte Vorstand Günter Saathoff bei der Präsentation. Mit 500 beleuchteten Plakaten in U-Bahnhöfen, Tram- und Bushaltestellen, auf 38 digitalen Werbewänden und als Projektionen im U-Bahnhof Friedrichstraße wurde die Kampagne in Berlin in ihrer ersten Welle sichtbar. Auf allen Flächen wurde auf die Kampagnenseite www.ich-lebe-noch.info verwiesen. Hier finden Interessierte die Biografien, Fotos und Zitate der porträtierten, hochbetagten NS-Opfer und die Möglichkeit für Projekte der Stiftung EVZ zu spenden.
Foto: Christian Soyke
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Kommende Veranstaltungen

20. November ~ Ausstellungseröffnung: Der U-Boot Bunker Valentin - Geschichte in Beton

20. November ~ Ausstellungseröffnung: Der U-Boot Bunker Valentin - Geschichte in Beton

Im Dezember 1942 wurde der Bau des U-Boot-Bunkers Valentin in Bremen-Farge beschlossen. In nur 20 Monaten wurde die verbunkerte, fünf Fußballfelder große Werft errichtet. Hier sollten U-Boote des Typs XXI im Fließbandverfahren produziert werden, um den Vorstoß der Alliierten zu stoppen. An der Errichtung des Bunkers arbeiteten bis zu 10.000 Zwangsarbeiter, etwa 2.000 starben an den unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Kurz vor Kriegsende wurde der Bunker durch die britische Royal Air Force zerstört – im Bunker Valentin wurde kein einziges U-Boot gebaut. Ein deutsch-israelisches Jugendaustauschprojekt im Förderprogramm EUROPEANS FOR PEACE hat dieses lange verdrängte Kapitel der NS-Geschichte wieder ins öffentliche Bewusstsein gebracht. Die Ausstellung, die im Rahmen des Projekts im Jahr 2012 entstand, trägt beispielhaft zur regionalen und überregionalen Erinnerungskultur bei. Die Ausstellung ist bis zum 16. Januar 2015 im Foyer der Stiftung EVZ zu sehen.
© Foto: Johann Seubert, 1944. Landeszentrale für politische Bildung, Bremen
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28. November 2014 ~ Fachtag: Regenbogenphilanthropie

28. November 2014 ~ Fachtag: Regenbogenphilanthropie

Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und transgeschlechtlichen Personen (engl. Abkürzung: LGBT) werden immer wieder verletzt. Umso wichtiger ist eine kontinuierliche und bedarfsgerechte Förderung zivilgesellschaftlicher Akteure, die sich für die Verwirklichung der Menschenrechte einsetzen. Der „Regenbogen-Philanthropie“ Bericht für 1013, der auf dem 6. Fachtag Regenbogenphilanthropie vorgestellt wird, gibt Auskunft über die Aktivitäten deutscher Geldgeber im „Globalen Süden und Osten“. Die Stiftung EVZ gehört zu den deutschen Förderern in Osteuropa. Zwei Diskussionsrunden auf dem Fachtag– zur Lage von LGBT in Osteuropa sowie die Herausforderungen durch die zunehmende Flucht und Migration von LGBT nach Deutschland - illustrieren die Herausforderungen und den Bedarf. Der Fachtag Regenbogenphilanthropie wird veranstaltet durch die Dreilinden gGmbH und Stiftung EVZ.
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28. bis 29. November 2014 ~ Konferenz zur Verbindung von  historischer Bildung und Menschenrechtsbildung in Warschau

28. bis 29. November 2014 ~ Konferenz zur Verbindung von historischer Bildung und Menschenrechtsbildung in Warschau

Aus Anlass des 100. Geburtstages von Jan Karski veranstalten Humanity in Action Polen, die Jan Karski Educational Foundation, das zentrale polnische Lehrerfortbildungsinstitut und weitere Partner im polnischen Parlament (Sejm) eine Fachtagung für 80 – 100 polnische Bildungsexperten, Lehrende und Studierende. Jan Karski war ein polnischer Offizier und Kurier der Polnischen Heimatarmee. Der Jurist und Diplomat gehörte zu den wichtigsten Zeugen des Holocaust. Die zweitägige Veranstaltung soll beleuchten, wie die Biografie Jan Karskis in der (Schul)-Bildung genutzt werden könnte und wie davon ausgehend Toleranz, Zivilcourage, das Eintreten gegen Xenophobie, Antisemitismus und Hate Speech unterrichtet werden könnten.
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11. Dezember ~ Vortrag: The Future of European Jewry

11. Dezember ~ Vortrag: The Future of European Jewry

Mit dem Fall der Mauer 1989 beginnt eine Revitalisierung jüdischen Lebens in Europa. Die Historikerin Dr. Diana Pinto (Paris) gehört zu den wichtigsten Stimmen, die diesen Prozess begleitet hat und für eine starke europäisch-jüdische Identität eintritt. Fünfundzwanzig Jahre danach zieht sie eine erste Bilanz und fragt, was daraus zukünftig für die Juden in Europa folgt. Der öffentliche Vortrag findet im Rahmen der Konferenz „Jüdische Gegenwart in der globalisierten Moderne. Vergleichende europäische Perspektiven auf eine Diaspora im Wandel“ statt. Die internationale Tagung wird vom Jüdischen Museum Berlin durchgeführt. Der Abendvortrag wird von der Stiftung EVZ unterstützt.
Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9–14
10969 Berlin
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7. bis 9. Januar 2015 ~ Wissenschaftliche Konferenz: „Beyond camps and forced Labour: current research on survivors of Nazi persecution. Fifth international multidisziplinary conference"

7. bis 9. Januar 2015 ~ Wissenschaftliche Konferenz: „Beyond camps and forced Labour: current research on survivors of Nazi persecution. Fifth international multidisziplinary conference"

Die fünfte Konferenz dieser Reihe dient dem interdisziplinären Austausch über neuere Forschungen zu Gruppen Überlebender nationalsozialistischer Verfolgung. Etwa 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt werden aktuelle Studien zu Sowjetischen Kriegsgefangenen, Zwangsarbeit in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie „das Erbe von Euthanasie und medizinischen Versuchen“ vorstellen und diskutieren. Organisiert wird die Konferenz in einer Kooperation der University of Wolverhampton, der University of London, des Birkbeck College, London und des Imperial War Museums. Die Stiftung EVZ fördert die Konferenz.
Imperial War Museum

20. Januar 2015 ~ Filmvorführung und Gespräch: „Mit einem Lächeln und einer Träne - Treffpunkte für Holocaust-Überlebende in Deutschland“

20. Januar 2015 ~ Filmvorführung und Gespräch: „Mit einem Lächeln und einer Träne - Treffpunkte für Holocaust-Überlebende in Deutschland“

Seit mehr als zehn Jahren bietet die „Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.“ (ZWST) an mehreren Orten in Deutschland Treffpunkte für Überlebende des Holocaust an. Dort können sich Betroffene in einem geschützten Raum treffen, miteinander singen, lachen und tanzen - aber auch weinen, wenn traumatische Erinnerungen wach werden. Sozialarbeiterinnen und Psychologen der ZWST nehmen auch an diesen Treffen teil, falls die Überlebenden weitere Hilfe oder Unterstützung benötigen. Ein 30-minütiger Film des SWR porträtiert auf einfühlsame Weise den Frankfurter Treffpunkt und seine Teilnehmer. Im Anschluss berichten eine Holocaust-Überlebende und eine Mitarbeiterin der ZWST aus ihrer persönlichen Sicht, warum diese Treffpunkte so wichtig sind für ihre Teilnehmer.
Mehr Informationen zum Treffpunkt

22. Januar 2015 ~ Filme und Zeitzeugengespräch: „Wir haben noch eine Geschichte zu erzählen"

22. Januar 2015 ~ Filme und Zeitzeugengespräch: „Wir haben noch eine Geschichte zu erzählen"

„In 25 Jahren Ehe habe ich meinem Mann nicht erzählt, dass ich im Lager war. Ich konnte es nicht", sagt Regina Alexandrowna Lawrowitsch aus Belarus. Als Zehnjährige aus dem heutigen Belarus in die Normandie zur Zwangsarbeit verschleppt, hat sie erst im Rentenalter angefangen, ihre Geschichte zu erzählen. Regina Lawrowitsch spricht mit Loretta Walz, die seit über 30 Jahren Lebensgeschichten von Frauen, die Konzentrationslager überlebt haben, mit der Kamera dokumentiert. Sie lässt Frauen wie Regina Lawrowitsch aus West- und Osteuropa ihre Geschichten erzählen und schützt sie damit vor dem Vergessen. Im Archiv der Gedenkstätte Ravensbrück stehen weit über 50 ihrer Videointerviews. Eine Auswahl zeigt die Filmemacherin im Kino Central.
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22. bis 23. Januar 2015 ~ Diskussion: Fachtag zu deutsch-jüdischer Geschichte

22. bis 23. Januar 2015 ~ Diskussion: Fachtag zu deutsch-jüdischer Geschichte

Lehrerinnen, Lehrer und Akteure der außerschulischen Bildung bekommen auf diesem Fachtag, der vom Jüdischen Museum Berlin veranstaltet und von der Stiftung EVZ im Programm LEO BAECK gefördert wird, Impulse für die Behandlung deutsch-jüdischer Themen und Projektarbeit im und außerhalb des Unterrichts. Am 23. Januar findet eine öffentliche Abschlussveranstaltung statt.
Mehr zum Programm LEO BAECK

Neues aus der Förderung

Jugendaustausch: MEET UP! Deutsch-Ukrainische Jugendbegegnungen

Jugendaustausch: MEET UP! Deutsch-Ukrainische Jugendbegegnungen

Im Sonderprogramm „MEET UP! Deutsch-Ukrainische Jugendbegegnungen“ fördert die Stiftung EVZ mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes den Austausch von jungen Menschen aus Deutschland und der Ukraine. Die Bewerbungsfrist für 2014 endete Mitte Oktober. In diesem Jahr wurden insgesamt 19 Begegnungsprojekte gefördert, die Projektträger sind Schulen, Universitäten, Jugendverbände sowie, Geschichts- oder Theaterwerkstätten. Das Sonderprogramm MEET UP! soll den Jugendaustausch zwischen Deutschland und der Ukraine intensivieren und junge Menschen aus beiden Ländern dazu anregen, sich für demokratische Grundwerte, Menschen- und Minderheitenrechte und historische Verantwortung zu engagieren und – über Grenzen hinweg – gemeinsame Zukunftsperspektiven zu entwickeln.
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Abschlußpräsentation des Projekts „Hallo und Shalom – Auf den Spuren jüdischen Lebens“

Abschlußpräsentation des Projekts „Hallo und Shalom – Auf den Spuren jüdischen Lebens“

Am 27. Oktober fand die feierliche Abschlußpräsentation des Projekts „Hallo und Shalom – Auf den Spuren jüdischen Lebens“ im polnischen Zgorzelec statt. Über ein Jahr lang hatten Grundschüler aus Görlitz und der Nachbarstadt Zgorzelec in Archiven recherchiert, Orte jüdischen Lebens in Görlitz-Zgorzelec besucht und somit neue Aspekte ihrer gemeinsamen Stadtgeschichte kennengelernt. Daraus entstand eine Ausstellung zu jüdischen Begriffen, Festen und Bauwerken. Höhepunkt der Präsentation ist eine Nachbildung der Görlitzer Synagoge. Das Projekt der Freien Grundschule Schkola Oberland-Ebersbach-Neugersdorf und der Grundschule Nr. 5 Zgorzelec wurde vom Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec e.V. organisiert und im Leo Baeck Programm gefördert.
Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec e.V.

Internationale Wanderausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ wurde in Prag präsentiert

Internationale Wanderausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ wurde in Prag präsentiert

Nach vier erfolgreichen Stationen in Berlin, Moskau, Dortmund und Warschau wurde die internationale Wanderausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ vom 02. Juli bis zum 31.Oktober im Schloss Belvedere auf der Prager Burg in Tschechien gezeigt. Die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck und des tschechischen Staatspräsidenten Miloš Zeman. Der Kooperationspartner war der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds. Der organisatorische Partner vor Ort war die tschechische NGO „Forum 2000“. Begleitend zur Ausstellung fanden insgesamt 34 Veranstaltungen statt: Zeitzeugengespräche, Diskussionen mit Experten, eine Fachtagung im tschechischen Außenministerium, pädagogische Veranstaltungen für Schulen sowie kulturelle Veranstaltungen. Die Ausstellung wurde von über 6.000 Besuchern gesehen. In 2015 soll die Ausstellung in Hamburg gezeigt werden.“
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Gewinnerin Jugend debattiert international 2014

Gewinnerin Jugend debattiert international 2014

Anastasija Minitš aus Estland gewann am 17. Oktober das Internationale Finale von Jugend debattiert international. Im Museum der Geschichte der polnischen Juden verfolgten knapp 200 Zuhörer die Finaldebatte zum Thema „Sollen extremistische Parteien verboten werden?". Der Debattierwettbewerb wird in acht Ländern Mittel- und Osteuropas durchgeführt. Claudia Roth, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, sagte in ihrem Grußwort beim Finale: "Dieser Wettbewerb der Ideen und Argumente, dieser produktive Streit macht für mich den Kern einer demokratischen Willensbildung und Lösungsfindung aus und ist genau das Faszinosum, das eine Demokratie anzubieten hat, um die Menschen zu begeistern und zu überzeugen."
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Umgang mit historischem Unrecht: Europäischer Workshop zur gewaltbelasteten Geschichte von Bosnien-Herzegowina

Umgang mit historischem Unrecht: Europäischer Workshop zur gewaltbelasteten Geschichte von Bosnien-Herzegowina

Vom 17. bis 23. September fand in Sarajevo mit Unterstützung der Stiftung EVZ und Renovabis ein „Europäischer Workshop zur gewaltbelasteten Geschichte von Bosnien-Herzegowina“ statt. Veranstalter waren die Kolbe-Stiftung und der „Interreligiöse Rat in Bosnien-Herzegowina“. Ziel des Workshops war es, Wege zum gemeinsamen Umgang mit der historisch belasteten Gegenwart zu erkunden. Die Teilnehmenden aus Bosnien-Herzegowina vertraten dabei die Serbisch-Orthodoxe und die Römisch-Katholische Kirche, die Islamische und die Jüdische Gemeinschaft. Die Beteiligung von hochrangigen Vertretern der vier Religionsgemeinschaften setzte ein klares Zeichen für Versöhnung.
Foto: Monika Kamphake
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Konferenz: 10th Anniversary of the OSCE's 2004 Berlin Conference on Anti-Semitism

Konferenz: 10th Anniversary of the OSCE's 2004 Berlin Conference on Anti-Semitism

Am 12. und 13. November fand im Auswärtigen Amt in Berlin eine von ODIHR (Office for democratic Instituions and Human Rights) veranstaltete Konferenz statt: "10th Anniversary of the OSCE's 2004 Berlin Conference on Anti-Semitism." Auf der Konferenz wurden Herausforderungen im Kampf gegen Antisemitismus diskutiert und eine Liste mit Handlungsempfehlungen für Regierungen der Länder erarbeitet. Die Stiftung EVZ hat mit ihrer Förderung 20 Vertreter/innen von Nichtregierungsorganisationen aus Mittel- und Osteuropa sowie Israel die Teilnahme an der Konferenz ermöglicht.
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AUSSTELLUNG „… WIE DAS ATMEN FRISCHER LUFT“ IN IVANO FRANKIVSK

AUSSTELLUNG „… WIE DAS ATMEN FRISCHER LUFT“ IN IVANO FRANKIVSK

Am 13. Oktober eröffnete der stellvertretende Bürgermeister von Ivano-Frankivsk die Ausstellung „… wie das Atmen frischer Luft“ der Stiftung EVZ im Heimatmuseum der ukrainischen Stadt. Die Ausstellung porträtiert neun Persönlichkeiten, deren Lebenswege durch die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges bestimmt wurden. Sie kommen aus Belarus, der Ukraine und Russland und nehmen an Projekten des Förderprogramms „Treffpunkt Dialog“ teil. Organisiert hatte die Ausstellung der Caritasverband, der in Ivano Frankivsk ein Projekt zur Unterstützung von NS-Opfern realisiert. Insgesamt wurden im Programm etwa 270 Projekte zugunsten von NS-Opfern in Belarus, Russland und der Ukraine unterstützt. Nächste Stationen der von Lesya Khartschenko erstellten Ausstellung ist die ostukrainische Stadt Dnepropetrowsk, wo die Ausstellung im November eröffnet wird.
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Hosenfeld/Szpilman-Gedenkpreis zum sechsten Mal ausgeschrieben

Hosenfeld/Szpilman-Gedenkpreis zum sechsten Mal ausgeschrieben

Die Leuphana Universität Lüneburg schreibt zum sechsten Mal den Hosenfeld/Szpilman-Gedenkpreis aus, mit dem sie ethisches Widerstandshandeln während des Nationalsozialismus in den Blick der Öffentlichkeit rücken möchte. Schirmherr ist Bundespräsident a.D. Dr. Richard von Weizsäcker. Der polnische Außenminister a.D. Prof. Dr. Wladyslaw Bartoszewski unterstützt die Preisverleihung. Der Preis ist mit 7.500 EUR dotiert und wird von der Stiftung EVZ gefördert. Ausgezeichnet werden wissenschaftliche Untersuchungen oder aber künstlerische Projekte zu Wladyslaw Szpilman auseinandersetzen. oder zu verfolgten polnischen und deutschen Musikern. Eingereicht werden können Forschungsarbeiten, die ethisches Widerstandshandeln innerhalb der deutschen Bevölkerung und der Wehrmacht untersuchen. Und es können Untersuchungen eingereicht werden die einen Beitrag zur Beförderung von Zivilcourage sowie ethischem Rettungs- und Widerstandshandeln leisten. Bewerbungen bis zum 1. Dezember 2014 eingereicht werden. Die Vorschläge werden durch eine Jury begutachtet und ausgewählt. Die Preisverleihung wird am 27. Januar 2015 stattfinden.
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Nothilfe für NS-Opfer im Osten der Ukraine

Nothilfe für NS-Opfer im Osten der Ukraine

Im September erreichten die Stiftung Hilferufe von geförderten Projekten aus dem Kriegsgebiet im Osten der Ukraine. Die Versorgungslage sei katastrophal, viele der dort lebenden NS-Opfer erhielten keine Renten mehr. Die Kiewer Altenhilfeorganisation „Turbota pro Litnih v Ukraini“ (TLU) organisierte mit finanzieller Unterstützung kurz entschlossen zwei Transporte mit Lebensmitteln, den freiwillige Helfer trotz der schwierigen Lage in der Ostukraine nach Alchewsk und Gorliwka brachten. Dass die Hilfe die notleidenden NS-Opfer erreichte, gewährleisteten vor Ort Mitarbeiter der im Programm „Treffpunkt Dialog“ geförderten Projekte. Turbota pro Litnih koordiniert das Programm „Treffpunkt Dialog“ in der Ukraine und hat in den vergangenen sechs Jahren ein weit reichendes Partnernetzwerk im ganzen Land aufgebaut.
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Tagung: „erinnern kontrovers – Aufbrüche in den Erzählungen über den Nationalsozialismus in der Zivilgesellschaft“

Tagung: „erinnern kontrovers – Aufbrüche in den Erzählungen über den Nationalsozialismus in der Zivilgesellschaft“

Die Stiftung EVZ und das Museum Karlshorst fördern im Juli 2015 eine Tagung zum Thema „erinnern kontrovers – Aufbrüche in den Erzählungen über den Nationalsozialismus in der Zivilgesellschaft“, durchgeführt von der Agentur für Bildung – Geschichte, Politik und Medien e.V. Bewerben können sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Praktikerinnen und Praktiker der historisch-politischen Bildung. Digitale Einreichungen sind bis zum 22. Dezember 2014 möglich.
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Neue Publikationen

Beiträge der Tagung »Antisemitism in Europe Today: the Phenomena, the Conflicts«

Beiträge der Tagung »Antisemitism in Europe Today: the Phenomena, the Conflicts«

Im November 2013 fand die Tagung »Antisemitism in Europe Today: the Phenomena, the Conflicts« in Berlin statt. Das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin, die Stiftung EVZ und das Jüdische Museum Berlin luden gemeinsam dazu ein, im Rahmen der Fachtagung aktuelle Erscheinungsformen von Antisemitismus in Europa zu diskutieren. Die Beiträge der Tagung stehen nun in englischer Sprache online zur Verfügung. Eine deutschsprachige Veröffentlichung der Beiträge erfolgt im diesjährigen Jahrbuch für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Das Jahrbuch wird voraussichtlich Ende November 2014 im Metropol Verlag erscheinen.
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„Menschen Rechte Bilden – Teaching Human Rights“ Publikationen zur Verbindung von Menschenrechtsbildung mit historischem Lernen

„Menschen Rechte Bilden – Teaching Human Rights“ Publikationen zur Verbindung von Menschenrechtsbildung mit historischem Lernen

Im Programm „Menschen Rechte Bilden“ wurde ein Zusammenstellung über die Vielfalt der seit 2010 entstandene Materialien zur Verbindung von Menschenrechtsbildung und historischen Lernen vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Verbrechen herausgegeben. Die Übersicht enthält deutsch-, englisch-, polnisch-, hebräisch-, russisch-, ukrainisch- und tschechisch-sprachige Publikationen. Mit diesem Online Angebot möchte die Stiftung EVZ die Bildungsmaterialien bekannt machen, ihr Auffinden erleichtern und zu ihrem Gebrauch anregen.
Publikation zum Download

Polnische Gesellschaft braucht Senioren. Ausgewählte Fragen der Altenpolitik und Formen der Aktivierung von Senioren

Polnische Gesellschaft braucht Senioren. Ausgewählte Fragen der Altenpolitik und Formen der Aktivierung von Senioren

Das Sammelband enthält die Materialien der gleichnamigen Konferenz, die am 10. Juni in Warschau stattgefunden hat und durch den Ausschuss für Familie und Sozialpolitik des polnischen Parlaments mit der Unterstützung der Stiftungen „Polnisch-Deutsche Aussöhnung“ und EVZ organisiert wurde (mehr zu der Konferenz s. Newsletter Nr. 3). Die Beiträge behandeln eines der wichtigsten mit dem Altern zusammenhängenden Probleme: die gesellschaftliche Teilhabe von Senioren. Die Publikation soll zur öffentlichen Diskussion und Forschung über Probleme alter Menschen in Polen beitragen.
zu den Berichten in polnischer Sprache

History and human rights education - Webportal

History and human rights education - Webportal

Die Stiftung KARTA Zentrum in Warschau hat ein polnisch- und englischsprachiges Webportal für Praktiker/innen und Theoretiker/innen der Geschichts- und Menschenrechtsbildung erstellt. Die Webseite enthält einen Theorie-, einen Methodenteil, Workshop Szenarios und Bildmaterial zum Download. Inhaltlich geht es um die Geschichte Polens und weiterer Länder im 20. Jahrhundert in Verbindung mit Menschenrechtsfragen. Das Projekt wurde im Programm „Menschen Rechte Bilden“ gefördert.
Englische Version des Portals

WIEDER VERFÜGBAR: “METHODENHANDBUCH ZUM THEMA ANTIZIGANISMUS“

WIEDER VERFÜGBAR: “METHODENHANDBUCH ZUM THEMA ANTIZIGANISMUS“

Vom „Methodenhandbuch zum Thema Antiziganismus“ ist eine zweite, überarbeitete Auflage erschienen! Es ist das erste umfassende Handbuch zu diesem Thema und wurde mit Förderung druch die Stiftung EVZ für PädagogInnen, SozialarbeiterInnen, Bildungs- und Gedenkstätten, Hochschulen sowie Schulen entwickelt. Mit 27 erprobten, gut beschriebenen Übungsvorschlägen lädt es zur Bildungsarbeit am Thema ein; alle benötigten Materialien sind auf einer Begleit-DVD aufbereitet. Einleitend stellt das Handbuch ein pädagogisches Konzept vor und beinhaltet Informationen zum historischen wie aktuellen Antiziganismus in Europa und besonders in Deutschland, ebenso zur Struktur und Funktionsweise antiziganistischer Ressentiments.
Zur Bestellung des Methodenhandbuchs

Aktuelle Ausschreibungen

EUROPEANS FOR PEACE

EUROPEANS FOR PEACE

Die Bewerbungsfrist der aktuellen Ausschreibung im Förderprogramm EUROPEANS FOR PEACE endet in 4 Wochen! Bis zum 15. Dezember können die Anträge eingereicht werden. Zum dritten Mal lautet das Thema „Diskriminierung: Augen auf! Projekte über Ausgrenzung damals – und heute“. Schulen oder außerschulische Bildungsträger können sich in internationaler Partnerschaft zusammenschließen und gemeinsame Projekte beantragen. In den Projekten thematisieren Jugendliche Diskriminierung und Verfolgung im Nationalsozialismus oder aktuelle Formen von Diskriminierung vor dem Hintergrund von Artikel 2 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, dem Verbot der Diskriminierung. Die Projekte können einen historischen oder gegenwartsbezogenen Zugang zum Thema wählen.
Mehr Informationen sowie das neue Antragsformular

Treffpunkt Dialog

Treffpunkt Dialog

Noch bis zum 31. November können Organisationen aus Belarus und der Ukraine einen Antrag im Förderprogramm „Treffpunkt Dialog“ einreichen. Das Programm unterstützt zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich für die Verbesserung der Lebenssituation von Opfern des Nationalsozialismus in ihrem Land engagieren. Gefördert werden Projekte, in denen NS-Opfern gesellschaftliche Teilhabe und der Dialog mit anderen Generationen ermöglicht wird. Anträge werden in Belarus von der Internationalen Gesellschaft „Verständigung“ in Minsk und in der Ukraine von der Organisation „Turbota pro Litnih v Ukraini“ (Age Concern Ukraine) in russischer und ukrainischer Sprache entgegengenommen.
mehr in russischer Sprache

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Kontakt

Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Dietrich Wolf Fenner
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Lindenstr. 20-25
10969 Berlin
fenner(at)stiftung-evz.de
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