Newsletter 01/2014


Inhalt

Konzert: Verdis „Messa da Requiem“ im Ghetto Theresienstadt

Mehr als 140.000 Juden waren zwischen 1941 und 1945 im Ghetto Theresienstadt interniert. Nur wenige von ihnen überlebten den Holocaust, die meisten starben im Ghetto oder wurden in ein Vernichtungslager deportiert und ermordet. Zur Geschichte des Ghettos gehört aber auch, dass sich kulturelles Leben entwickelte: Es gab Lesungen, Konzerte, Theateraufführungen und Ausstellungen, die von den zahlreichen inhaftierten Künstlern organisiert wurden. Einer der aktivsten Musiker im Ghetto war der tschechische Dirigent und Pianist Rafael Schächter. Er studierte mit rund 150 Häftlingen Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“ ein und führte es 16 Mal auf. 70 Jahre nach dem letzten Konzert in Theresienstadt organisiert am 4. März das Jüdische Museum Berlin zusammen mit The Defiant Requiem Foundation mit finanzieller Unterstützung der Stiftung EVZ nun die deutschlandweite Premiere. Unter der Leitung des Dirigenten Murry Sidlin spielen das Konzerthausorchester Berlin, der Chor des Jungen Ensembles Berlin und die Vokalakademie Berlin.
Foto: (© Defiant Requiem Foundation, Foto Josef Rabara)

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Neues aus der Förderung

Kuraufenthalte für Holocaustüberlebende

Kuraufenthalte für Holocaustüberlebende

2013 finanzierte die Stiftung EVZ 18 ungarischen Holocaustüberlebenden einen wohnortnahen Kuraufenthalt. Der älteste Teilnehmer war der 89jährige Dr. György Denes (Foto), der 1944 nach Auschwitz deportiert wurde, in Bergen-Belsen schwerste Zwangsarbeit verrichten musste und das Kriegsende in Theresienstadt erlebte. Im Alter von 22 Jahren wurde György Denes von alliierten Truppen befreit. Die Holocaustüberlebenden wurden medizinisch versorgt und in ihrer Freizeit von ehrenamtlichen Helfern aus Deutschland betreut. Die Kuraufenthalte wurden vom Maximilian-Kolbe-Werk mit finanzieller Unterstützung durch das Förderprogramm SPENDEN FÜR NS-OPFER der Stiftung EVZ durchgeführt.
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Freiwillige aus Merseburg zu Gast in der Stiftung EVZ

Freiwillige aus Merseburg zu Gast in der Stiftung EVZ

Am 5. Dezember 2013 besuchten 10 Bundesfreiwilligendienstler die Stiftung EVZ, um sich über deren Förderprogramme sowie das Auszahlungsprogramm zwischen 2001 und 2007 für ehemalige NS-Zwangsarbeiter zu informieren. Sie nahmen an einem dreitägigen Seminar der Geschichtswerkstatt Merseburg zur politischen Bildung und Erinnerung in Berlin teil, lernten verschiedene Institutionen kennen und diskutierten über Themen aus Politik und Geschichte. Die Stiftung EVZ hat bereits mehrere Projekte der Geschichtswerkstatt Merseburg gefördert.
www.geschichtswerkstatt-merseburg.de

Leo-Baeck-Projekt gewinnt Lehrinnovationspreis 2013 der Ludwig-Maximilians-Universität

Leo-Baeck-Projekt gewinnt Lehrinnovationspreis 2013 der Ludwig-Maximilians-Universität

Am 5. Dezember 2013 wurde das LEO-BAECK-Projekt „Jüdische Geschichte im Unterricht: Didaktische Konzepte und praktische Anwendungen“ mit dem Lehrinnovationspreis 2013 der Ludwig-Maximilians-Universität München ausgezeichnet. Im Projekt wurde ein neuartiges Lehrveranstaltungsformat entwickelt, in dem Studierende selbständig Unterrichtseinheiten entwarfen, diese auf einer Lehrerfortbildung zur Diskussion stellten und daraufhin überarbeiteten. Im Anschluss werden diese Konzepte in der Schulpraxis erprobt.
Bild: Die Preisträger PD Dr. Mirjam Zadoff und Dr. Gregor Pelger (Mitte) mit Prof. Dr. Martin Wirsing (links) und Prof. Dr. Oliver Jahraus (rechts)
Foto: Friedrich Schmidt
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Ausstellung „Bedrängte Existenz. Überlebende Roma des NS-Terrors in der Ukraine“

Ausstellung „Bedrängte Existenz. Überlebende Roma des NS-Terrors in der Ukraine“

Die Ausstellung „Bedrängte Existenz. Überlebende Roma des NS-Terrors in der Ukraine“ wurde in ukrainischer Sprachfassung am 18. Dezember 2013 im Heimatmuseum Odessa eröffnet. Sechzehn Roma, die die deutsche Gewaltherrschaft in der Ukraine während des Zweiten Weltkrieges überlebten, berichteten von ihrem wechselvollen Lebensweg im Krieg, der Nachkriegszeit und über ihren Alltag heute. Die Fotografin Birgit Meixner porträtierte im Mai 2012 Roma in der Ukraine, die an Projekten der Stiftung EVZ teilhaben. Meixners Porträts sind Momentaufnahmen aus dem Leben einer auch heute noch bedrängten ethnischen Minderheit.
Die Ausstellung wird 2014 in Kiew und weiteren ukrainischen Städten gezeigt. Nähere Informationen über die Ausstellungsorte und den Verleih der Ausstellung in der Ukraine erhalten Sie bei der Projektleiterin Olena Fjudr (helenfyudr@yandex.ru).
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„Menschenrechte in Vergangenheit und Gegenwart“ – preisgekrönte internationale Jugendprojekte im Programm EUROPEANS FOR PEACE

„Menschenrechte in Vergangenheit und Gegenwart“ – preisgekrönte internationale Jugendprojekte im Programm EUROPEANS FOR PEACE

100 geförderte Projekte in 24 Ländern unter Beteiligung von 4.100 Jugendlichen - so lautet die Bilanz der Förderjahrgänge 2010-2013. Die Jugendlichen thematisierten Menschenrechtsfragen aus aktueller oder historischer Perspektive und auf vielfältige Weise: in z.B. Filmprojekten, Theaterperformances oder Printprodukten. Darunter waren 12 Projekte, die die Stiftung nicht „nur“ gefördert hat, sondern mit dem EUROPEANS FOR PEACE-Preis würdigte. Welche herausragenden schulischen und außerschulischen Projekte die Auszeichnung entgegennahmen, ist in einer Dokumentation auf www.europeans-for-peace.de nachzulesen und auf YouTube zu sehen.
Preisträger auf Youtube

„Verrückt vor Hunger!“ – Eine Begegnung mit Überlebenden der Leningrader Blockade in der Stiftung EVZ

„Verrückt vor Hunger!“ – Eine Begegnung mit Überlebenden der Leningrader Blockade in der Stiftung EVZ

Vor der Würdigung im Bundestag am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus sprachen am 23. Januar 2014 im Foyer der Stiftung EVZ zwei Zeitzeuginnen, die die Leningrader Blockade überlebt haben. Walentina Kasarowa (geb. 1926) und Margarita Petrowa (geb. 1937) berichteten von den menschlichen Tragödien, die sich in der belagerten Stadt abspielten, wie ihr Leben nach der Belagerung verlief und wie wichtig die Unterstützung der Stiftung EVZ für die Überlebenden ist.
Frau Kasarowa nimmt in Sankt Petersburg an einem Projekt des Vereins „Dowerie“ (auf Deutsch „Vertrauen“) teil, das von der Stiftung EVZ im Programm TREFFPUNKT DIALOG gefördert wird. In dem Projekt treffen sich Überlebende der Blockade und andere Opfer des Nationalsozialismus. Frau Petrowa ist Teilnehmerin eines Projektes bei „Memorial“ in Sankt Petersburg, das die Stiftung EVZ im Rahmen ihres Förderprogramms SPENDEN FÜR NS-OPFER unterstützt. Mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen materiellen Hilfen will das Projekt die Lebenssituation von Überlebenden des Nationalsozialismus und des Stalinismus verbessern.
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Vernetzungstreffen des Leo Baeck Programms

Vernetzungstreffen des Leo Baeck Programms

Am Jüdischen Museum Berlin fand vom 24. bis 25. Januar 2014 ein Projektetreffen statt, das die aktuell laufenden Einzelprojekte inhaltlich qualifizierte und sie miteinander vernetzte. Die 28 Teilnehmer aus 14 Projekten tauschten sich über ihre Vorhaben aus, wurden individuell beraten und erhielten eine Führung durch die Dauerausstellung des Jüdischen Museums Berlin. In Workshops erfuhren sie mehr zu Bildern in der historischen Bildung und Mittelakquise durch Crowdfunding.
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Website zur Geschichte des postkolonialen München FERTIGGESTELLT

Website zur Geschichte des postkolonialen München FERTIGGESTELLT

Die Website www.mapping.postkolonial.net informiert und sensibilisiert für die Spuren und Nachwirkungen der Kolonialgeschichte Münchens. Das Projekt wurde mit Mitteln des EVZ-Programms GESCHICHTE(N) IN VIELFALT ermöglicht. Die anspruchsvoll gestaltete Seite ermöglicht eine Spurensuche, stellt Kontexte und Erzählstränge bereit und verweist auf „Gespenster“: „Schatten der kolonialen Vergangenheit“. Zugleich präsentiert das Projekt eine Verbindung aus Ortsbezogenheit und digitalen Möglichkeiten für Kunst und Bildung. Getragen wurde das vielköpfige Projektteam von der Initiative [muc] münchen postkolonial, dem Labor k3000 und dem Ökumenischen Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V.
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FORTSETZUNG DER ANTISEMITISMUSKRITISCHEN TAGUNGSREIHE „BLICKWINKEL“ 2014-2016

FORTSETZUNG DER ANTISEMITISMUSKRITISCHEN TAGUNGSREIHE „BLICKWINKEL“ 2014-2016

Gemeinsam mit Kooperationspartnern wird die Stiftung EVZ die antisemitismuskritische Tagungsreihe BLICKWINKEL von 2014 bis 2016 fortführen. Mit der ersten Staffel von 2011 bis 2013 startete die Stiftung EVZ den kontinuierlichen Austausch von Wissenschaft und Bildungspraxis über Antisemitismus. Kooperationspartner der Stiftung EVZ sind das Pädagogische Zentrum des Fritz Bauer Institutes und des Jüdischen Museums Frankfurt sowie das Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin. Als neuer Partner wurde die Bildungsstätte Anne Frank e.V. aus Frankfurt/Main gewonnen.
Die nächste Tagung wird vom 22. bis 23. September 2014 in Jena stattfinden und das Verhältnis von Antisemitismus und Rassismus ausleuchten.
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Aktuelle Ausschreibungen

NEUES FÖRDERPROGRAMM: ZWANGSARBEIT UND 'VERGESSENE OPFER' – ERINNERN AN NATIONALSOZIALISTISCHES UNRECHT

NEUES FÖRDERPROGRAMM: ZWANGSARBEIT UND 'VERGESSENE OPFER' – ERINNERN AN NATIONALSOZIALISTISCHES UNRECHT

Im neuen Förderprogramm der Stiftung EVZ ZWANGSARBEIT UND 'VERGESSENE OPFER' werden ab 2014 internationale Projekte gefördert, die sich mit der Geschichte der NS-Zwangsarbeit oder „vergessenen“ NS-Opfergruppen auseinandersetzen. Es können auch Zuschüsse zu internationalen Konferenzen beantragt werden, die kontextübergreifend das Thema NS-Zwangsarbeit behandeln.
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FÖRDERPROGRAMM TREFFPUNKT DIALOG

FÖRDERPROGRAMM TREFFPUNKT DIALOG

Das EVZ-Förderprogramm TREFFPUNKT DIALOG wird am 15. Februar 2014 erneut ausgeschrieben und von der Charities Aid Foundation (CAF Russia) umgesetzt. Ziel des Programms ist die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen, die Opfer der Nationalsozialisten waren, z.B. als Zwangsarbeiterin oder Zwangsarbeiter, und heute in Russland leben. Gefördert werden Organisationen, die Projekte zu Gunsten von Opfern des Nationalsozialismus durchführen. Auch in diesem Jahr können sich wieder Organisationen aus der gesamten Russischen Föderation bewerben. Die Ausschreibung und Antragsformulare finden Sie ab Mitte Februar auf der länderübergreifenden Webseite des Förderprogramms, die auch über das Programm in der Ukraine und Belarus informiert.
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Förderprogramm Begegnungen mit Zeitzeugen

Förderprogramm Begegnungen mit Zeitzeugen

Die Stiftung EVZ fördert Projekte, in denen NS-Opfer aus dem Ausland nach Deutschland eingeladen werden und ihre Erinnerungen in Begegnungen und Zeitzeugengesprächen weitergeben. Das Förderangebot wurde im Februar 2014 erneut ausgeschrieben. Anträge werden fortlaufend entgegen genommen, sie sollten drei Monate vor Projektbeginn bei der Stiftung gestellt werden.
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Neue Publikationen

Erinnern an Zwangsarbeit – Zeitzeugen-Interviews in der digitalen Welt

Erinnern an Zwangsarbeit – Zeitzeugen-Interviews in der digitalen Welt

Die im Dezember erschienene Publikation präsentiert die Ergebnisse der Konferenz „Erinnerung an Zwangsarbeit – Zeitzeugen-Interviews in der digitalen Welt“, die im Oktober 2012 vom Center für Digitale System der Freien Universität Berlin mit Unterstützung der Stiftung EVZ durchgeführt wurde. Das von beiden Institutionen in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Museum eingerichtete Online-Archiv „Zwangsarbeit 1939-1945“ mit etwa 600 Interviews aus 26 Ländern wird vorgestellt. Mehrere Autoren diskutieren archivtechnische, pädagogische und andere Fragen im Umgang mit diesem Interview-Archiv. Der Tagungsband enthält außerdem eine Reihe von Beiträgen internationaler Experten zu Interview-Sammlungen im Internet und ihrer Nutzung in der Forschungs- und Bildungsarbeit.
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Kommende Veranstaltungen

25./26. Februar ~ PREMIERE: KÖLNER ZEITZEUGENTHEATER

25./26. Februar ~ PREMIERE: KÖLNER ZEITZEUGENTHEATER

Seit Februar 2013 realisiert der Bundesverband für NS-Verfolgte e.V. in Kooperation mit dem Leibniz-Gymnasium, Dormagen, dem Begegnungszentrum Köln-Chorweiler der Synagogen-Gemeinde Köln und der Otto and Fran Walter Foundation Inc. ein Zeitzeugentheater-Projekt. Unter Anleitung einer Theaterpädagogin und einer Psychologin gestalteten zehn NS-Verfolgte gemeinsam mit zehn Jugendlichen ein Theaterstück basierend auf den Lebensgeschichten der Zeitzeugen. Das Projekt wurde mit Unterstützung israelischer Partner von Joint-ESHEL aus Jerusalem konzipiert. Die Inszenierungen werden nun am 21. Februar in Dormagen und am 25./26. Februar in Köln präsentiert.
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Februar/März/Mai ~ Simulationen zum Internationalen Strafgerichtshof

Februar/März/Mai ~ Simulationen zum Internationalen Strafgerichtshof

In der Stiftung Kreisau in Krzyżowa in Polen finden in den nächsten Wochen erneut 3 MICC (Model International Criminal Court) Veranstaltungen für Schüler und Studierende statt:
15.-21.2.2014: MICC School mit Jugendlichen aus Deutschland, Polen, USA und Israel
26.-31.3.2014: MICC University mit internationalen Studierenden
03.-09.5.2014: MICC World mit Jugendlichen aus Deutschland, Polen, Portugal, Niederlanden, Südafrika, Argentinien, Uganda und Vietnam
Am 9. Mai 2014 begrüßt die Stiftung EVZ die 75 Teilnehmenden des MICC World in ihren Räumen.
Die Simulationen zum Internationalen Strafgerichtshof werden von der Stiftung EVZ im Programm MENSCHEN RECHTE BILDEN gefördert. Am MICC beteiligen sich die Europäische Union und weitere Förderer.
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11. März ~ Theateraufführung: Ännes letzte Reise

11. März ~ Theateraufführung: Ännes letzte Reise

Änne Lehnkering wird 1915 in Oberhausen geboren. Schon als kleines Mädchen, so steht es in ihren Akten, ist sie ängstlich und nervös. Gemäß der NS-Rassenhygiene wird sie als „erbminderwertige Ballastexistenz“ verfolgt. Von 1936 bis 1940 ist sie Patientin der Heil- und Pflegeanstalt Bedburg-Hau. Am 7. März 1940 wird sie im Zuge der T4-Aktion als „lebensunwerter“
Mensch in Grafeneck ermordet. „Ännes letzte Reise“, inszeniert und aufgeführt vom Theater mini-art (Bedburg-Hau, Niederrhein), wurde mehrfach ausgezeichnet. Das Theaterstück zum Thema „Euthanasie“ im Nationalsozialismus ist eine dokumentarische Fiktion über ein lange verschwiegenes Thema.
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9. - 15. April ~ Filmfestival: 14. Festival des Mittel- und Osteuropäischen Films Wiesbaden

9. - 15. April ~ Filmfestival: 14. Festival des Mittel- und Osteuropäischen Films Wiesbaden

GoEast zeigt die Vielfalt des osteuropäischen Filmschaffens: aktuelle Trends, neue Positionen und filmhistorische Raritäten. An sieben Tagen ist das Festival ein Dialogforum zwischen Ost und West. Gemeinsam mit der Stiftung EVZ schreibt goEast den Dokumentarfilmpreis „Erinnerung und Zukunft“ aus, der Beiträge würdigt, die sich kritisch mit den gesellschaftlichen Entwicklungen sowie deren Ursachen in ihren Ländern auseinandersetzen.
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April/Mai ~ Länderfinals: "Jugend debattiert International" 2014

April/Mai ~ Länderfinals: "Jugend debattiert International" 2014

Jugend debattiert international ist ein Debattierwettbewerb für Jugendliche aus acht mittel- und osteuropäischen Ländern. Der Wettbewerb will zur Auseinandersetzung mit Menschenrechten und ihren geschichtlichen Hintergründen anregen und das Debattieren als Medium politischer Kultur und demokratischer Auseinandersetzung stärken. Um zugleich die deutschen Sprachkenntnisse in den beteiligten Ländern und die bilateralen Kulturbeziehungen zu fördern, findet das Projekt in deutscher Sprache statt. Ab April 2014 werden in den acht teilnehmenden Ländern die Landessieger ermittelt. Die genauen Daten der Finalveranstaltungen werden auf der Wettbewerbsseite veröffentlicht.
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6. Mai ~ Vernissage: Überleben durch Kunst. Aquarelle des polnischen Zwangsarbeiters Franciszek Znamirowski

6. Mai ~ Vernissage: Überleben durch Kunst. Aquarelle des polnischen Zwangsarbeiters Franciszek Znamirowski

Der polnische KZ-Häftling und Zwangsarbeiter Franciszek Znamirowski schenkte seinem deutschen Vorarbeiter bei den Regensburger Messerschmidt-Werken im März 1944 ein Album mit zehn farbigen Aquarellen. Die karikaturistischen Zeichnungen geben den Alltag im Konzentrationslager Gusen wieder, einem vergessenen Lager des nationalsozialistischen Unrechtsystems. In der „Hölle von Gusen“, wie das Lager von Überlebenden bezeichnet wurde, scheint der deutsche Werkmeister Karl Seider einer der wenigen gewesen zu sein, die Menschlichkeit bewiesen. Die Regensburger Universität und die Staatliche Bibliothek Regensburg zeigen die wiederentdeckten Aquarelle in einer Ausstellung im Foyer der Stiftung EVZ.


15. Mai ~ Zeitzeugengespräch: Überlebende von Osaritschi

15. Mai ~ Zeitzeugengespräch: Überlebende von Osaritschi

Im Januar 1944 errichtete die NS-Besatzungsmacht in den Sümpfen von Osaritschi (heute Belarus) drei mit Stacheldraht umzäunte Lager. 50.000 Menschen wurden von den Deutschen in die Lager getrieben. Die Gefangenen wurden gezielt mit Flecktyphus infiziert, um bei ihrer Befreiung durch die Soldaten der Roten Armee eine Epidemie auszulösen. Die Lager bestanden weniger als drei Wochen. Mehr als 9.000 Menschen starben hier. Viele der Überlebenden blieben für immer traumatisiert. Eine Zeitzeugin berichtet aus ihrem Leben und über das Engagement der NGO „Soziale Projekte“ in Gomel für die Überlebenden von Osaritschi.
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Dietrich Wolf Fenner
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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