Newsletter 03/2013


Inhaltsverzeichnis

Der Tätigkeitsbericht 2012 ist da!

Er berichtet über 344 geförderte Projekte der Stiftung EVZ in den Bereichen Engagement für NS-Opfer, Auseinandersetzung mit der Geschichte und Handeln für Menschenrechte. Und über Highlights im Stiftungs-Jahr: Ausstellungseröffnungen, internationale Konferenzen, Symposien und Preisverleihungen. Das Magazin Portfolio institutionell hat beispielsweise unsere Kapitalanlagestrategie 2012 mit dem Preis „Beste Stiftung“ ausgezeichnet! Der Tätigkeitsbericht 2012 steht in russischer, englischer und deutscher Sprache auf der Homepage zum Download bereit und kann auf Wunsch in der deutschen Fassung als Broschüre unter esau@stiftung-evz.de bestellt werden.

Link zum Tätigkeitsbericht

Kommende Veranstaltungen

22. August ~ Projektvorstellung: Film gegen Rechtsextremismus

22. August ~ Projektvorstellung: Film gegen Rechtsextremismus

Die Amadeu-Antonio-Stiftung präsentiert ein von der Stiftung EVZ gefördertes Filmheft über die Auseinandersetzung mit der radikalen Rechten im Schulunterricht und der außerschulischen Bildungsarbeit. Zwölf Dokumentar- und Spielfilme werden vorgestellt, die aktuelle rechte Strukturen und den zivilgesellschaftlichen Widerstand gegen Neonazis thematisieren. Andere Filme erinnern an die rassistischen Pogrome der 1990er Jahre und die medialen und politischen Kampagnen. Ein Schwerpunkt bei der Filmauswahl lag auf Produktionen, die die Perspektive der von rechter Gewalt Betroffenen einnehmen. Basierend auf einem menschenrechtspädagogischen Ansatz wurden Arbeitsblätter zu den einzelnen Filmen entwickelt. Nach der Projektvorstellung wird die Dokumentation „Nach dem Brand“ gezeigt. Die Regisseurin Malou Berlin und der Protagonist Ibrahim Arslan sowie das Filmheftteam stehen für eine Diskussion zur Verfügung.
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24./25. August ~ Infostand: Tag der offnen Tür der Bundesregierung 2013: „Einladung zum Staatsbesuch“

24./25. August ~ Infostand: Tag der offnen Tür der Bundesregierung 2013: „Einladung zum Staatsbesuch“

Die Stiftung EVZ beteiligt sich am Tag der offenen Tür der Bundesregierung 2013 mit einem Infostand im Presse- und Informationszentrum des Bundespresseamtes. Das Motto „Einladung zum Staatsbesuch“ nimmt die von der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft initiierte Stiftung EVZ zum Anlass, ihr Förderengagement zu präsentieren.
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27. August ~ Ausstellungseröffnung: "Warschau war eine schöne Stadt ..."

27. August ~ Ausstellungseröffnung: "Warschau war eine schöne Stadt ..."

Vor dem Zweiten Weltkrieg galt Warschau als eine der schönsten Metropolen Europas. Doch Krieg und deutsche Besatzung hinterließen eine zu 80 Prozent zerstörte Stadt. Über die Hälfte der 1,3 Millionen Einwohner wurde in den Kriegsjahren getötet. Die Organisation „mali bracia Ubogich“ bringt mit Unterstützung der Stiftung EVZ seit Oktober 2008 junge Menschen mit Überlebenden der Besatzung Warschaus zusammen. Gemeinsam haben sie wichtige Erlebnisse aus der Kriegs- und Nachkriegszeit aufgeschrieben und mit Fotos dokumentiert. Daraus entstand eine berührende Ausstellung über das Leben der Bewohner Warschaus vor, während und nach dem Krieg, aber auch zur Lebenssituation älterer Menschen und NS-Opfer im heutigen Polen. Zur Berliner Ausstellungseröffnung sprechen zwei Teilnehmerinnen, die Zeitzeugin Janina Szumna und die junge Ehrenamtliche Małgorzata Siewiera, über ihre gemeinsamen Erfahrungen im Projekt.
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4. September ~ Konferenz: Crossing Borders

4. September ~ Konferenz: Crossing Borders

Zusammen mit der Universität Trondheim und dem European Wergeland Centre führt das Falstad Centre eine internationale Konferenz für Bildungsexperten zur Verbindung von Menschenrechtsbildung mit historischen Lernen zur NS-Geschichte durch, an der geförderte Projekte aus dem Programm „Menschen Rechte Bilden“ mitwirken. Auf der Konferenz soll untersucht werden, wie Lernprozesse an historischen Orten wie Museen und Gedenkstätten zusammen mit Menschenrechtsprinzipien und -werten Solidarität, gegenseitigen Respekt und den Schutz der Menschenwürde befördern können. Die Konferenz wird von der Stiftung EVZ gefördert.Das Falstad Centre ist ein Bildungs- und Dokumentationszentrum in Norwegen mit den Schwerpunkten Geschichte des II. Weltkrieges, insbesondere von Inhaftierung sowie Menschenrechtsbildung. Es befindet sich in einem Gebäude, das von 1941–1945 als SS-Strafgefangenenlager diente.
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9.-10. September ~ Tagung: Blickwinkel. Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft - Bezug Nahostkonflikt

9.-10. September ~ Tagung: Blickwinkel. Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft - Bezug Nahostkonflikt

Antisemitismus, Rassismus, Islamfeindlichkeit – Migrationsgesellschaft, Konkurrenzen, Bildungsstrategien: Diese Stichworte prägen zunehmend die gesellschaftliche, wissenschaftliche und pädagogische Auseinandersetzung mit Vorurteilen und mit ausgrenzenden Denk- und Deutungsmustern. Vielfach schwankt die Diskussion zwischen Eifer und Orientierungslosigkeit, zwischen eindeutigen Positionen und Differenziertheit. Die Tagungsreihe „Blickwinkel. Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft“ beleuchtet aktuelle Analysen, diskutiert innovative Bildungsansätze und setzt diskurskritische Akzente. Vier thematisch fokussierte Veranstaltungen in Berlin, Frankfurt/Main, Köln und Nürnberg bieten ein Forum für Wissenschaft und pädagogische Praxis. Und Raum für Austausch und Vernetzung.
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12. September ~ Podiumsdiskussion: Racheakte - Vom Verbündeten zum Gefangenen Das Schicksal Italienischer Militärinternierter

12. September ~ Podiumsdiskussion: Racheakte - Vom Verbündeten zum Gefangenen Das Schicksal Italienischer Militärinternierter

In den Monaten nach dem Waffenstillstand zwischen Italien und den Alliierten vom 8.9.1943 nahmen deutscheTruppen ihre ehemaligen italienischen Verbündeten, die jetzt als »Verräter« gesehen wurden, fest und entwaffneten sie. Durch einen Erlass Hitlers wurde ihnen als Italienische Militärinternierte der Status Kriegsgefangene aberkannt. Ohne den Schutz der Genfer Konvention mussten sowohl Mannschaften als auch Offiziere unter schwersten Bedingungen Zwangsarbeit im Deutschen Reich wie in den besetzten Gebieten leisten. Von ca. 600000 Inhaftierten überlebten etwa 45000 Militärinternierte die Gefangenschaft nicht. Insbesondere gegen Kriegsende starben zahlreiche Militärinternierte bei Massakern in den Lagern.
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19. September ~ Buchpräsentation: Zwangsarbeit in Hitlers Europa.

19. September ~ Buchpräsentation: Zwangsarbeit in Hitlers Europa.

Die Herausgeber Dieter Pohl und Tanja Sebta stellen ihr Buch „Zwangsarbeit in Hitlers Europa. Besatzung, Arbeit, Folgen“ vor. Sie geben einen Überblick über aktuelle Forschungsarbeiten zur NS-Zwangsarbeit außerhalb des Deutschen Reiches. Auf einem Podium diskutieren die Herausgeber über die Dimensionen der rassistischen Arbeitseinsatzpolitik in Europa, deren Nachwirkungen und den Stand der Forschung zum Thema.
Bild: Vitebsk, Regionalmuseum
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25./26. September 2013 ~ Konferenz: The Holocaust: Shared Memory and Dividing Approaches

25./26. September 2013 ~ Konferenz: The Holocaust: Shared Memory and Dividing Approaches

Am 25./26. September 2013 richtet MEMORIAL in Moskau eine internationale Konferenz mit dem Titel „The Holocaust: Shared Memory and Dividing Approaches“ („Erinnerung an den Holocaust: gemeinsam oder trennend?“) aus. Die Initiative zu dieser Konferenz entstand in der Arbeitsgruppe Zivilgesellschaft des Petersburger Dialogs. Die Konferenz wird unterstützt von der Stiftung EVZ und der Heinrich-Böll-Stiftung.
Die internationale Konferenz thematisiert die Erinnerung an den Holocaust in vergleichender Perspektive. So werden Referenten aus Osteuropa (früher Sowjetunion), Mitteleuropa (früher sozialistische Staaten) und Westeuropa in den Austausch miteinander treten. Einen Schwerpunkt wird dabei auch die Frage nach den Auswirkungen von Antisemitismus auf die Art des Erinnerns und auf den öffentlichen Diskurs bilden. Im Konferenzprogramm ist außerdem der Besuch des Jüdischen Museums Moskau vorgesehen.
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2. Oktober ~ Infostand Bürgerfest anlässlich der zentralen FeierlichKeiten zum Tag der Deutschen Einheit

2. Oktober ~ Infostand Bürgerfest anlässlich der zentralen FeierlichKeiten zum Tag der Deutschen Einheit

Die Stiftung EVZ präsentiert ihr Förderengagement auf dem Bürgerfest anlässlich der Zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in der Stuttgarter Innenstadt.
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8. Oktober ~ Lesung: Zivilcourage und Mut

8. Oktober ~ Lesung: Zivilcourage und Mut

Professorin Erika Rosenberg (*1951) ist Tochter von nach Argentinien geflohenen Juden. Als Freundin, Vertraute und Biographin von Emilie Schindler, der Frau des durch den Film „Schindlers Liste“ weltbekannt gewordenen Retters von 1.200 Menschen vor der Gaskammer, ist sie Zeitzeugin der zweiten Generation. Frau Rosenberg veröffentlichte die überarbeiteten Biografien von Emilie und Oskar Schindler „Ich, Emilie Schindler“ und „Ich, Oskar Schindler“. 2012 erschien ihr neues Werk „Oskar Schindler. Seine unbekannten Helfer und Gegner“. Frau Rosenberg liest auf ihrer Lesereise einmalig in Berlin in der Stiftung EVZ aus ihren Werken
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18. Oktober ~  7. Internationales Finale von Jugend debattiert international 2013

18. Oktober ~ 7. Internationales Finale von Jugend debattiert international 2013

Jugend debattiert international ist ein Debattierwettbewerb für Jugendliche aus acht mittel- und osteuropäischen Ländern. Der Wettbewerb will zur Auseinandersetzung mit Menschenrechten und ihren geschichtlichen Hintergründen anregen und das Debattieren als Medium politischer Kultur und demokratischer Auseinandersetzung stärken. Um zugleich die Deutschkenntnisse in den beteiligten Ländern und die bilateralen Kulturbeziehungen zu fördern, findet das Projekt in deutscher Sprache statt. Insgesamt werden mehr als 1.900 Schüler an über 160 Schulen teilnehmen. Als Höhepunkt eines Wettbewerbsjahres treten die Besten jeden Landes im internationalen Finale von Jugend debattiert international an. Das diesjährige 7. Internationale Finale findet in Budapest statt.
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22. Oktober ~ Projektvorstellung: Nicht in die Schultüte gelegt

22. Oktober ~ Projektvorstellung: Nicht in die Schultüte gelegt

Das Bildungsmaterial für Grundschulkinder „Nicht in die Schultüte gelegt... Schicksale jüdischer Kinder 1933–1942 in Berlin. Menschenrechtsbildung durch historisches Lernen“ wurde vom Anne Frank Zentrum gemeinsam mit Dr. Detlef Pech herausgegeben. Pech ist Professor für Grundschuldidaktik an der der Humboldt Universität Berlin. Nach der Präsentation des Anne Frank Zentrums wird es ein Gespräch mit Zeitzeugen und einen Bericht aus der Praxis einer Grundschule geben.
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23./24. Oktober ~ Wissenschaftliches Kolloquium: Verfolgung von Roma während der NS-Zeit in Süd- und Osteuropa

23./24. Oktober ~ Wissenschaftliches Kolloquium: Verfolgung von Roma während der NS-Zeit in Süd- und Osteuropa

Anlässlich des einjährigen Bestehens des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas findet das Kolloquium in Kooperation der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst und mit freundlicher Unterstützung der Allianz Stiftung statt. Der Fokus der Veranstaltung liegt zum einen auf dem Vergleich historischer Unrechtserfahrungen und ihrer Rezeption, sowie dem Gedenken daran in ausgewählten Ländern Mittel- und Osteuropas. Das Ziel des Kolloquiums ist außerdem den aktuellen Forschungsstand zur Geschichte des Roma-Genozids in Mittel- und Osteuropa zu diskutieren und Forschungslücken zu identifizieren. Das Kolloquium schließt am 24. Oktober mit einer Podiumsdiskussion ab, auf der Ergebnisse diskutiert sowie konkret Aufgaben der heutigen historisch-politischen Bildung erörtert werden. Sowohl das Kolloquium als auch die abschließende Podiumsdiskussion sind öffentlich.
Zur Homepage Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas

8./9. November ~ Konferenz: Antisemitismus in Europa heute

8./9. November ~ Konferenz: Antisemitismus in Europa heute

Europäische Experten kommen mit einer interessierten Fachöffentlichkeit ins Gespräch, um eine Bestandsaufnahme des Phänomens Antisemitismus vorzunehmen. Auf verschiedenen Panels werden aktuelle Formen des Antisemitismus in Europa diskutiert. „Klassischer Antisemitismus“, „Neuer Antisemitismus“, Antijudaismus und Religion und Antisemitismus im Kontext von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gegenüber anderen Minderheiten werden erörtert. Am Abend des ersten Konferenztages ist eine öffentliche Veranstaltung im Jüdischen Museum geplant. Die Konferenz wird gemeinsam vom Jüdischen Museum Berlin, dem Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin und der Stiftung EVZ ausgerichtet.
Zentrum für Antisemitismusforschung

Neues aus der Förderung

Preis der ERSTE Stiftung für In IUSTITIA

Preis der ERSTE Stiftung für In IUSTITIA

Aufgrund ihres Beitrags zur sozialen Integration erhielt In IUSTITIA den Preis der Erste Stiftung. Die Preisverleihung fand am 27.6. in Wien statt. In IUSTITIA setzte sich gegen annähernd 2000 Projekte aus 13 Ländern Mitteleuropas durch. Insgesamt wurden 35 Organisationen, die sich mit sozialer Integration befassen, gewürdigt. In IUSTITIA unterstützt Opfer von Hassgewalt, die aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihres Glauben, ihrer sexuellen Orientierung, ihres sozialen Status oder aufgrund ihres Gesundheitszustandes angegriffen wurden. In IUSTITIA bietet Beratung und rechtliche Unterstützung bei der Polizei und vor Gericht. Jedes Jahr hilft In IUSTITIA rund 40 langfristigen Klienten.
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Konferenz: 4. Internationale Jahreskonferenz von Humanity in Action (HiA) in Warschau

Konferenz: 4. Internationale Jahreskonferenz von Humanity in Action (HiA) in Warschau

Am 27. Juni 2013 wurde in Warschau die 4. Internationale Jahreskonferenz von Humanity in Action (HiA) eröffnet. Humanity in Action führt internationale Bildungsprojekte für engagierte junge Erwachsene durch und verbindet dabei historisches Lernen mit dem Einsatz für Menschenrechte. Die Stiftung EVZ teilt diesen Ansatz und fördert HiA seit neun Jahren. Zu der Konferenz „Transitions in a Modern World: Democracy, Human Rights and Diversity“ waren 250 Gäste gekommen, unter ihnen viele Teilnehmer der Länderprogramme von HiA. Zur Eröffnung hielt der Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ, Dr. Martin Salm, eine Rede „Gemeinsam für die Menschenrechte, freiheitlich und demokratisch“, in der er die Humanity in Action würdigte und in den Kontext der europäischen Verständigung stellte. Die Konferenz fand im neu eröffneten Jüdischen Museum Warschau statt. Das Museum befindet sich dort, wo die deutschen Besatzer im Zweiten Weltkrieg 500.000 Juden in ein Ghetto sperrten.
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Auftaktseminare von  „Treffpunkt Dialog“ in Belarus, Russland und der Ukraine

Auftaktseminare von „Treffpunkt Dialog“ in Belarus, Russland und der Ukraine

Im Sommer treffen sich in Belarus, Russland und der Ukraine jeweils alle Organisationen bei Auftaktseminaren, die in „Treffpunkt Dialog“ gefördert werden. Sie lernen sich untereinander kennen und erhalten Informationen für die erfolgreiche Projektumsetzung. 2013 werden in den drei Projektländern insgesamt 47 Projekte neu bewilligt. Insgesamt werden im Programm „Treffpunkt Dialog“ derzeit 66 Projekte umgesetzt, die Opfern des Nationalsozialismus gesellschaftliche Anerkennung und soziale Teilhabe ermöglichen.
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Deutsch-kambodschanischer Erfahrungsaustausch in Berlin

Deutsch-kambodschanischer Erfahrungsaustausch in Berlin

Eine Delegation des Rote-Khmer-Tribunals aus Kambodscha unter der Leitung von Staatssekretär H.E. Tony Kranh besuchte die Stiftung EVZ vom 5. bis 7. Juni 2013. Das Tribunal verhandelt seit 2006 Prozesse gegen Hauptverantwortliche des Regimes der Roten Khmer, dem von 1975 bis 1979 mindestens 1,7 Millionen Kambodschaner zum Opfer fielen. Das besondere Verdienst des ECCC ist es, dass mehr als 3.800 Betroffene als Nebenkläger zu den Verfahren zugelassen wurden. Um ihre Belange kümmert sich das Department zur Unterstützung der Opfer (VSS), dem die Delegationsmitglieder angehören. Ziel des Besuchs in Berlin war die Beratung über politische, juristische sowie administrative Aspekte einer Stiftungsgründung. Das ECCC erwägt die Errichtung einer Stiftung, die nach Abschluss der Strafprozesse Projekte zugunsten der Opfer des Rote-Khmer-Regimes durchführen soll. Angedacht sind landesweite Initiativen zur Erinnerung, Dokumentation, Rehabilitation und Bildung. Ergänzt wurde das Programm in Berlin durch Treffen mit zuständigen Bundesministerien sowie die Besuche von Erinnerungsorten nationalsozialistischer Verfolgung.
Homepage des ECCC

Menschen? Rechte? Unverzichtbar.

Menschen? Rechte? Unverzichtbar.

Das Haus der Demokratie in Berlin hat ein Webportal erstellt, das verschiedene Arbeitsmaterialien zur Menschenrechtsbildung mit Jugendlichen zum Download bereithält. Das Projekt wurde von der Stiftung EVZ im Programm „Menschen Rechte Bilden“ gefördert. Es legt einen Schwerpunkt auf Kinder in Heimunterbringung. Kinder in staatlicher Unterbringung waren in der Vergangenheit besonders häufig mit systematischen Menschenrechtsverletzungen konfrontiert. Wie die Situation für diese Kinder und Jugendlichen heute ist, ob und inwieweit vor dem Hintergrund der Idee der Menschenrechte Verbesserungen nötig und möglich sind – für diese Fragen wurden Jugendliche und Betreuer und Betreuerinnen sensibilisiert. Neben einem persönlichen Bezug wurde der Zugang zum Thema über zwei sehr unterschiedliche zeithistorische Themenfelder gewählt: die Situation in Spezialheimen der DDR-Heimerziehung und die Erfahrungen im sogenannten Polen-Jugendverwahrlager Litzmannstadt während der Nazi-Zeit. Die entstandenen Bildungsmaterialien beruhen auf Zeitzeugenberichten und historischen Dokumenten sowie auf aktuell gültigen Menschenrechtsgarantien.
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Konferenz Political and Societal Leadership in Encouraging Reconciliation

Konferenz Political and Societal Leadership in Encouraging Reconciliation

Am 22. Oktober findet in Berlin die von der Stiftung EVZ geförderte Konferenz Political and Societal Leadership in Encouraging Reconciliation: A Comparison of Japanese and German Foreign Policies in Their Neighborhood statt. Veranstalter ist das American Institute for Contemporary German Studies (AICGS) der John Hopkins Universität in Washington D.C.. Das AICGS ist ein unabhängiges Forschungsinstitut, das sich vor allem mit Entwicklungen und Trends in Deutschland, Europa und den USA beschäftigt. Auf der Konferenz werden Praktiker und Wissenschaftler aus sieben Ländern die Versöhnungspolitik Deutschlands und Japans gegenüber ihren Nachbarn analysieren. Ziel der Konferenz ist es, neue Impulse für den Versöhnungsgedanken in der japanischen Aussenpolitik zu setzen, der im Hinblick auf aktuelle politische und generationsübergreifende Prozesse notwendig erscheint. Der Vorstand der Stiftung EVZ, Günter Saathoff, wird als einer der Redner die deutsche Perspektive und spezifische Erfahrungen aus der Sicht der Stiftung EVZ einbringen.
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Vortrag: Die ‚Euthanasie‘-Verbrechen der Nationalsozialisten

Vortrag: Die ‚Euthanasie‘-Verbrechen der Nationalsozialisten

Am 9. und 10. November 2012 fand in Lemberg/Ukraine eine Konferenz über Ethik und Recht in der Psychiatrie statt. Organisiert hatte die Konferenz der Psychiater Dr. Semjon Gluzman als Vorsitzender der Vereinigung der Psychiater der Ukraine. Gluzman engagiert sich für die Arbeit der Stiftung EVZ als Vorsitzender des Beirats des Förderprogramms Treffpunkt Dialog. Zu der Konferenz hatte Semjon Gluzman Uta Gerlant eingeladen, Vorstandsreferentin der Stiftung EVZ. Sie hielt einen Vortrag über „Die ‚Euthanasie‘-Verbrechen der Nationalsozialisten“. Dieser Vortrag ist vor kurzem in der Zeitschrift der Vereinigung der Psychiater der Ukraine erschienen.
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Publikation: Zwischen Erfolg und Ablehnung. Jüdische Braunschweiger und ihr Engagement in der der Gesellschaft

Publikation: Zwischen Erfolg und Ablehnung. Jüdische Braunschweiger und ihr Engagement in der der Gesellschaft

Der Braunschweiger Arbeitskreis "Andere Geschichte" hat sich auf Spurensuche zu deutsch-jüdischer Geschichte in seiner Stadt begeben. Dabei entstand eine Publikation mit Porträts vier namhafter Persönlichkeiten, die mit ihrem Wirken die Stadt Braunschweig maßgeblich geprägt haben. So beispielsweise der Mediziner David Mansfeld (1796–1863), der 1833 den Braunschweiger Kindergarten für Kinder arbeitender Eltern gründete. Das Buch kann für die Arbeit in Schulen verwendet werden und als Grundlage für thematische Stadtspaziergänge dienen. Es wurde im Leo Baeck Programm gefördert.
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THEMA 2013: Jüdische Vielfalt in Europa

THEMA 2013: Jüdische Vielfalt in Europa

Jüdisches Leben in Europa ist vielfältig und bunt.
Kulturelle Beiträge reichen von der innovativen Architektur moderner Synagogen-Neubauten in Deutschland (zum Beispiel in Aachen oder Duisburg), über europäischen Großstadt-Chic mit koscheren Restaurants und Schabbat-Feiern für Touristen, bis hin zur Popkultur mit Jewrovision Song-Contest und Kippa-Flashmobs als Solidaritätsaktion. Vielfältig wird es auch auf sprachlicher Ebene: Mehrsprachigkeit und Internationalität gehören in jüdischen Gemeinden zum Alltag. In Deutschland spielt zum Beispiel Russisch durch die eingewanderten Gemeindemitglieder aus der ehemaligen Sowjetunion eine große Rolle. Dies alles sind Aspekte jüdischer Kultur, die in der europäischen Mehrheitsgesellschaft wenig bekannt sind, denn Themen jüdischen Lebens tauchen in den Leitmedien nur als Randnotiz auf.
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Förderprogramm "Leo Baeck"

Förderprogramm "Leo Baeck"

Für die Bewahrung der deutsch-jüdischen Geschichte trägt unsere Gesellschaft historische Verantwortung. Die jüdischen Beiträge zur kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklung Deutschlands sichtbar zu machen und zu würdigen, ist das Ziel des LEO BAECK PROGRAMMS der Stiftung EVZ.Das Programm fördert Projekte, die differenzierte und vielfältige Bilder deutsch-jüdischer Geschichte zeigen und zur Wissensvermittlung über jüdische Kultur beitragen. Die Leitidee ist, jüdische Beiträge als integrale Bestandteile der deutschen und europäischen Geschichte in der gesellschaftlichen Wahrnehmung zu verankern.
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Dokumentarfilmpreis goEast

Dokumentarfilmpreis goEast

Die Stiftung EVZ und das Deutsche Filminstitut schreiben im Rahmen des Filmfestivals goEast bereits zum siebten Mal den mit 10.000 € dotierten Dokumentarfilmpreis „Erinnerung und Zukunft“ aus. Unter dem Motto ‚Zukunft kann gestalten, wer die Vergangenheit nicht ausblendet‘ sollen mit dem Preis RegisseurInnen gewürdigt werden, die sich kritisch mit den gesellschaftlichen Entwicklungen sowie deren Ursachen in ihren Ländern auseinander setzen und dabei grenzüberschreitende Perspektiven aufzeigen.
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Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Dietrich Wolf Fenner
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Lindenstr. 20-25
10969 Berlin
fenner(at)stiftung-evz.de
www.stiftung-evz.de
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