Newsletter 3/2012

INHALT

  • Tätigkeitsbericht 2011
  • 32. Kuratoriumssitzung
  • Neues aus der Förderung
  • Kommende Veranstaltungen und Veranstaltungskalender zweites Halbjahr 2012
  • Neue Publikationen
  • Aktuelle Ausschreibung

TÄTIGKEITSBERICHT 2011

Der Tätigkeitsbericht 2011 der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" ist da!

Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ konnte im Jahr 2011 insgesamt 342 Projekte in 16 Ländern mit 10,6 Millionen Euro fördern. Allein im Programm „Partnerschaften für Opfer des Nationalsozialismus“ konnten mit den geförderten Projektaktivitäten im Jahr 2011 rund 10.000 NS-Opfer erreicht werden. Auf dieses Ergebnis ist die Stiftung EVZ stolz.

 

Auch im für Stiftungen schwierigen Umfeld der Kapitalmärkte hat sich die Stiftung behaupten können. Die Stiftung EVZ ist 2011 für ihre Anlagekonzept ausgezeichnet worden. Das Fachmagazin „portfolio institutionell“ verlieh den gleichnamigen Award in den Kategorien „Beste Stiftung“ und „Beste Portfoliostruktur“ an die Stiftung EVZ.

 

Mit zahlreichen Veranstaltungen und Ausstellungen hat sich die Stiftung EVZ zudem insbesondere zu ihren zwei ihren Jahresthemen 2011 "70. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion" und "Alle Menschen sind frei und gleich an Rechten" positioniert.

 

Wir laden Sie mit dem Tätigkeitsbericht 2011 herzlich ein, die Ergebnisse der Stiftungsarbeit des letzten Jahres in Wort, Zahl und Bild Revue passieren zu lassen.

 

Download Tätigkeitsbericht 2011

32. KURATORIUMSSITZUNG

Vorstände Dr. Salm und Saathoff bestätigt - Einstimmiges Votum zur Stiftungs-Strategie 2020

Das Kuratorium der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ hat auf seiner 32. Kuratoriumssitzung am 28. Juni den Vorstandsvorsitzenden Dr. Martin Salm und Vorstand Günter Saathoff für die Jahre 2013-2017 im Amt bestätigt. Zudem wurde die vorgelegte Strategie der Stiftung EVZ für die inhaltliche Ausrichtung bis zum Jahr 2020 gebilligt.

 

„Mit der Bestätigung der beiden Stiftungsvorstände im Amt bis 2017 kann die Stiftung EVZ gut aufgestellt in die Zukunft blicken. Dr. Martin Salm und Günter Saathoff haben die Stiftung nach Ende der Auszahlung an ehemalige NS-Zwangsarbeiter erfolgreich zu einem wichtigen Fördermittelgeber entwickelt. Mit der Zustimmung zur Strategie und der Finanzausstattung für die kommenden Jahre hat das Kuratorium wegweisende Entscheidungen für die Arbeit der Stiftung EVZ getroffen,“ sagte Dr. Michael Jansen, Vorsitzender des international besetzten Stiftungs-Kuratoriums im Anschluss an die Sitzung am 28. Juni.

 

Mit der vorgelegten Strategie fokussiert die Stiftung EVZ ihre Tätigkeit einerseits auf die Erinnerung an NS-Unrecht, andererseits auf Menschenrechtsbildung und legt zudem in den kommenden Jahren einen besonderen Förderschwerpunkt auf das humanitäre Engagement für die hochbetagten NS-Opfer. Das Kuratorium setzt damit ein Zeichen, dass die Überlebenden in ihren letzten Lebensjahren besonderer Aufmerksamkeit bedürfen.

 

Für das Förderjahr 2013 bestätigt das Kuratorium ein Fördervolumen von 7,2 Millionen Euro, für die Jahre 2014 und 2015 von 7,5 Millionen Euro jährlich.

NEUES AUS DER FÖRDERUNG

Antiziganismus rückt in den Fokus der Politik

Am 15. Mai fand in Mannheim das internationale Symposium ANTIZIGANISMUS IN EUROPA - ERSCHEINUNGSFORMEN, AUSWIRKUNGEN, GEGENSTRATEGIEN statt. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ, Dr. Martin Salm, wies in Mannheim darauf hin, dass Antiziganismus wesentlich aus der Mitte der Gesellschaft kommt. Antiziganismus steht als Herausforderung mittlerweile auch im Fokus der Politik. Das Symposium stand unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und mehrere Bundestagsabgeordnete hielten Impulsreferate und sprachen auf Fachpodien.

Konzert der Cantors Assembley im Berliner Dom

In Anwesenheit von Bundespräsident Gauck fand am 1. Juli 2012 das Festkonzert der Cantors Assembly of America mit dem Berliner Domchor statt. 70 jüdische Kantoren aus den USA, Kanada, Europa und Israel sangen gemeinsam mit Mitgliedern des Domchors im Berliner Dom. Die Cantors Assembly ist weltweit die größte Organisation für jüdische Kantoren. Mit der Veranstaltung im Berliner Dom will die Cantors Assembly nach eigener Auskunft an "die tausendjährige Geschichte der Juden in Deutschland anknüpfen und zeigen, wie viele Texte und Musikstücke Christen und Juden miteinander teilen". Das Konzert wurde von der Stiftung EVZ gefördert.

„Generationendialog in der Region Orel“ – Internationale Konferenz in Russland

Die internationale Konferenz. der gesellschaftlichen Vereinigung „Znanie“ (Wissen) fand vom 3. bis zum 8. August in der russischen Stadt Orjol statt. Gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Partnern aus Deutschland und Russland wurden Methoden und Praxisbeispiele der generationenübergreifenden Projektarbeit diskutiert. Das noch bis 2014 laufende Projekt „Generationendialog II“ wird im Rahmen des Förderprogramms „Partnerschaften für Opfer des Nationalsozialismus“ unterstützt. Ziel ist die gesellschaftlichen Anerkennung von Opfern des Nationalsozialismus und ihre gesellschaftliche Teilhabe.

„Mir bleibt keine andere Wahl.“ zum 100. Geburtstag von Raoul Wallenberg

Im Rahmen der Ausstellung zum 100. Geburtstag des schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg, der sich für die Rettung der ungarischen Juden im Zweiten Weltkrieg einsetzte, bieten die Ständige Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum, die Humboldt Universität zu Berlin und die Schwedische Botschaft ein umfassendes Begleitprogramm an. Die Stiftung EVZ fördert die Schulung von Ausstellungsguides sowie Führungen durch die Ausstellung für Berliner Schulklassen.

Website informiert über Genozid an Roma

Die systematische Verfolgung der europäischen Roma durch das NS-Regime wurde nach dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit kaum thematisiert. Die Website www.romasinti.eu ist eine digitale Ausstellung und erzählt die Geschichte von sechs Kindern. Unter ihnen ist auch Settela Steinbach, deren Bild 50 Jahre lang als Symbol für die Judenverfolgung galt, die aber Sintezza war. Auf der Website findet sich auch ein umfangreiches Archiv, das über maßgebliche Daten, Personen und Begriffe informiert.

Neue Projekte im Förderprogramm „Treffpunkt Dialog“

Nach der vierten Ausschreibung des Förderprogramms „Treffpunkt Dialog“ beginnen im Sommer und Herbst die neuen Projekte. In Belarus, Russland und der Ukraine werden in insgesamt 48 „Treffpunkten“ verschiedene Aktivitäten für ehemalige Opfer der Nationalsozialisten und andere ältere Menschen organisiert. Computerkurse, Hobbygruppen, Ausflüge und Gesprächskreise sind die beliebtesten Aktivitäten, die zum Teil auch gemeinsam mit jüngeren Menschen stattfinden. Die geförderten Projektträger sind in der Mehrzahl Nicht-Regierungsorganisationen, die sich sozial engagieren.

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KOMMENDE VERANSTALTUNGEN UND VERANSTALTUNGSKALENDER ZWEITES HALBJAHR 2012

Veranstaltungskalender zweites Halbjahr 2012

Wir möchten Sie mit dem Veranstaltungskalender für das zweite Halbjahr 2012 auf Stiftungsereignisse in den kommenden Monaten neugierig machen.

21. August Vernissage "Germany after 1945 - A society confronts antisemitism, racism and neonazism"

Die englischsprachige Ausstellung der Amadeu Antonio Stiftung richtet den Fokus auf Geschichte und Gegenwart: Sie zeigt, welche Rolle Nazi-Gruppierungen, Antisemitismus und Rassismus in beiden deutschen Staaten nach dem 2. Weltkrieg spielten. Sie geht den Fragen nach, wie sich Deutsche in Ost und West der Verantwortung für die Verbrechen des Nationalsozialismus stellten und wie Staat und Zivilgesellschaft in der Gegenwart auf rechte Gewalt reagieren. Die Ausstellung ist als internationale Wanderausstellung konzipiert und wird im Frühjahr 2013 in New York gezeigt. Die Stiftung EVZ zeigt die Ausstellung vom 21. August bis 26. September in ihrem Foyer.

5. September „Und wenn wir sie rauben oder stehlen müssten.“ Die Zwangsgermanisierung polnischer Kinder durch die Nationalsozialisten

Während des Zweiten Weltkrieges wurden polnische Kinder zwangsweise germanisiert. Vorsichtigen Schätzungen zufolge sind mindestens 20 000 Kinder, welche den rassischen Kriterien der Nationalsozialisten entsprachen, verschleppt, in Heimen umerzogen und deutschen Adoptiveltern übergeben worden. Nach dem Kriegsende wurden einige der Kinder nach Polen zurückgebracht, wo sie oft keine Verwandten mehr vorfanden und als Deutsche beschimpft wurden. Anna Berezowska und Barbara Paciorkiewicz, beide Opfer dieser menschenverachtenden Rassenideologie, erinnern in ihrem Gespräch mit der Historikerin Iris Helbing an das Massenverbrechen.

12. September Präsentation der Publikation "Ein Schmuggelfund aus dem KZ - Erinnerung, Kunst und Menschenwürde"

Die Publikation wurde im Rahmen des Projektes "Poesie und Musik als Mittel der Verteidigung von Menschenrechten" entwickelt. Das Unterrichtskonzept für bildungsbenachteiligte Jugendliche schlägt Brücken zwischen historischem Lernen und Menschenrechtsbildung. Ausgangspunkt ist die Geschichte eines Schmuggelfundes: Ein in den 1970er Jahren bei Neubrandenburg ausgegrabener Glasbehälter u.a. mit Briefen, künstlerischen Dokumenten und Listen medizinischer Experimente, die polnische Häftlinge als zukünftige Beweismittel für Menschenrechtsverletzungen aus dem Konzentrationslager Ravensbrück geschmuggelt haben.

24. - 25. September Symposium zur Situation von NS-Opfern in Tschernivtsi

Auf einem internationalen Symposium, zu dem der ukrainische Samariterbund Tschernivtsi einlädt, diskutieren Experten aus der Ukraine, Polen und Deutschland zu aktuellen Fragen der Altenhilfe. Besonders berücksichtigt wurde die Situation alter Menschen, die unter NS-Verfolgung und der deutschen Besatzung leiden mussten. Dabei werden sowohl der von der Stiftung EVZ geförderte mobile Pflegedienst für ehemalige ZwangsarbeiterInnen wie auch das Generationendialog-Projekt "Zwangsarbeit war gestern - von wegen" vorgestellt.

4. - 6. Oktober Tagung „Erinnern an Zwangsarbeit. Zeitzeugen-Interviews in der digitalen Welt“

Lebensgeschichtliche Erinnerungen von Zeitzeugen des Nationalsozialismus sind zu einer wichtigen Quelle für Forschung, Bildung und Gedenken geworden. Das in einem Kooperationsprojekt der Stiftung EVZ mit der Freien Universität Berlin und dem Deutschen Historischen Museum entstandene digitale Interview-Archiv „Zwangsarbeit 1939-1945. Erinnerungen und Geschichte“ enthält Interviews mit 590 Überlebenden der nationalsozialistischen Zwangsarbeit. Nach vier Jahren erfolgreicher Projektarbeit zielt die vom Center für Digitale Systeme an der Freien Universität initiierte Abschlusstagung auf die gemeinsame Reflexion der Potentiale, Herausforderungen und Qualitätsstandards beim Aufbau eines Online-Interview-Archivs.

9. - 11. Oktober Konferenz "Holocaust Education for Democratic Values"

Das Center for Humanistic Education am Ghetto Fighters' Museum in Israel veranstaltet eine internationale Fachtagung für israelische Bildungsexperten und Lehrer zur möglichen Verbindung von Holocaust Education mit Demokratie Bildung und Menschenrechten. An der Veranstaltung wirken u. a. Referenten und Referentinnen der Universitäten Jerusalem, Tel Aviv und Haifa, das Bildungsministerium und Yad Vashem mit. Die Veranstaltung wird von der Stiftung EVZ im Programm "Menschen Rechte Bilden" gefördert und vom Vorstandsvorsitzenden Dr. Martin Salm eröffnet werden.

19. Oktober Finale von "Jugend debattiert interntational"

Das diesjährige Finale von "Jugend debattiert international" findet in Vilnius statt. "Jugend debattiert international" ist ein Debattierwettbewerb in deutscher Sprache für Jugendliche aus acht mittel- und osteuropäischen Ländern. Der Wettbewerb will zur Auseinandersetzung mit Menschenrechten und ihren geschichtlichen Hintergründen anregen und das Debattieren als Medium politischer Kultur und demokratischer Auseinandersetzung stärken. Am gesamten Wettbewerb nehmen in acht Ländern mehr als 1700 Schüler an über 140 Schulen teil. Im Finale stehen die jeweils beiden Besten aus den Wettbewerbsländern.

22. - 23. Oktober Konferenz "Aktives Altern durch Generationendialog"

Wie blicken Überlebende des NS-Unrechts im Alter auf ihr Leben zurück? Wie wird historisches und persönliches Wissen im Dialog der Generationen weiter gegeben? Unter welchen Früh- und Spätfolgen leiden die Betroffenen? Mit diesen und anderen Fragen befassen sich Wissenschaftler und Praktiker aus Deutschland und Osteuropa anlässlich einer internationalen Fachtagung, des Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg. Diskutiert werden dort die Ergebnisse der Begleitstudie zum EVZ-Förderprogramm „Treffpunkt Dialog“ sowie die Erfahrungen aus der Projektpraxis. Die Fachtagung bildet den Abschluss einer vierjährigen erfolgreichen Kooperation zwischen dem Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg und der Stiftung EVZ.

26. - 27. Oktober Konferenz "The Importance of non discrimination policies in the Russian Federation - challenges and perspectives"

Auf der Konferenz in St. Petersburg der Hirschfeld-Eddy-Stiftung werden Menschenrechte und Menschenrechtsverletzungen mit Fokus auf LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual und Trans) thematisiert. Als zentraler Bestandteil der Konferenz wird über die Vielfalt sexueller Orientierung und Geschlechtsidentitäten, Ursachen, Erscheinungsformen und Risiken von Homophobie. Auch die Verfolgung Homosexueller während der NS-Zeit und der sowjetischen Zeit wird thematisiert. Die Konferenzergebnisse werden in einer russischsprachigen Publikation festgehalten. Die Konferenz richtet sich insbesondere an Journalisten, Bildungsreferenten, Aktivisten und Multiplikatoren.

NEUE PUBLIKATIONEN

„In Iglau war alles schlimmer...“ Transformationen einer tschechisch-deutschen Stadt vor und nach 1945 

Die „Iglauer Sprachinsel“, zwischen Prag und Brünn, war vor 1945 eine überwiegend von Deutschen bewohnte Region. Drei Jahre lang untersuchten tschechische und deutsche Schülerinnen und Schüler gemeinsam die Schicksale der Menschen, die auf dieser Sprachinsel in den Jahren vor und nach 1945 lebten. Eine zweisprachige Dokumentation präsentiert nun die Ergebnisse dieses Projekts. Sie enthält zahlreiche Zeitzeugenberichte, Analysen zum „Freund- und Feindbild“ in den deutschen und tschechischen Medien sowie Akten und Dokumente der Iglauer Geschichte in der Protektoratszeit.

"Die versteckten Kinder. Aus dem Holocaust nach Buenos Aires"

Das Buch "Die versteckten Kinder - Aus dem Holocaust nach Buenos Aires" (Los Niños Escondidos - Del Holocausto a Buenos Aires) der argentinischen Autorin Diana Wang schildert die Biographien von dreißig Menschen, die als Kinder die Shoah überlebten und anschließend nach Argentinien emigrierten. Ergänzt werden diese durch Sachtexte, Fotos und Dokumentationen von Originaldokumenten. Das Buch erschien 2004 in Argentinien und liegt nun auch in deutscher Sprache vor.

„Das versteckte Anderssein – Homosexuell im sowjetischen Lettland“ (The Concealed Otherness - Being Gay in Soviet Latvia)

Die Journalistin Rita Rudusa hat elf Lettinnen und Letten im Alter von 39 bis 73 Jahren interviewt. Die erzählten Lebensgeschichten sind offen und menschlich und berichten von schmerzvollen Erfahrungen, die die Härten des Lebens von Menschen illustrieren, denen Würde und grundlegende Menschenrechte nicht gewährt werden. Die Veröffentlichung (bisher nur in lettischer Sprache) soll dazu dienen, dieses Thema in anderen akademischen Formaten und Disziplinen noch näher zu beleuchten.

"Still coming back to Crimea"

Die englisch und ukrainisch sprachige Publikation ist im Rahmen des gleichnamigen Projekts entstanden. Die Verknüpfung von Geschichte und Menschenrechtsbildung in Verbindung mit Medienarbeit stehen in diesem Handbuch und im Projekt im Vordergrund. Das Projekt erlaubt ukrainischen Jugendlichen die Geschichte der Krimtataren aus einer Menschenrechtsperspektive zu beleuchtenund so das Bewusstsein für Minderheitenrechte zu schärfen und zu stärken. Das Handbuch richtet sich an Lehrkräfte und Bildungsreferenten.

AKTUELLE AUSSCHREIBUNG

Leo Baeck-Programm (Frist: 7.10.2012)

Für die Bewahrung der deutsch-jüdischen Geschichte trägt unsere Gesellschaft historische Verantwortung. Die jüdischen Beiträge zur kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklung Deutschlands sichtbar zu machen und zu würdigen, ist das Ziel des LEO BAECK PROGRAMMS der Stiftung EVZ.

 

Das Programm fördert Projekte, die differenzierte und vielfältige Bilder deutsch-jüdischer Geschichte zeigen und zur Wissensvermittlung über jüdische Kultur beitragen. Die Leitidee ist, jüdische Beiträge als integrale Bestandteile der deutschen und europäischen Geschichte in der gesellschaftlichen Wahrnehmung zu verankern.

 

Das LEO BAECK PROGRAMM ist eine gemeinsame Initiative der Stiftung EVZ und der Kommission des Leo Baeck Instituts zur Verbreitung deutsch-jüdischer Geschichte. Das Programm trägt den Namen des Rabbiners Dr. Leo Baeck (1873–1956), eines prominenten Vertreters des deutschen Judentums im 20. Jahrhundert.

 

Gefördert werden Lehrerfortbildungen und schulische Aktivitäten, beispielsweise Workshops für Schüler zur Erkundung lokaler jüdischer Geschichte; aber auch Bildungsangebote, in denen Online- und Printprodukte (z. B. Handreichungen, Lehrmaterialien) erarbeitet werden.

 

Projektbewerbungen können Bildungseinrichtungen, zivilgesellschaftliche Initiativen, gemeinnützige Organisationen, Museen, Archive und Geschichtswerkstätten einreichen

 

Die Projekte werden mit bis zu 6.000 Euro gefördert.

 

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