EVZ expanded – willkommen im Labor für neue Förderformate

Um auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zeitnah zu reagieren und die strategische Weiterentwicklung der Stiftung voranzutreiben, konzipiert EVZ expanded neue Methoden und zukunftsorientierte Förderformate. Der Begriff „expanded“ steht für ein verbindendes und „erweitertes“ Team, das methodisch und thematisch Neues wagt: Der aus vier Frauen bestehende Think-und-Do-Tank ergänzt in Kooperation mit den Kolleg*innen der drei Handlungsfelder die längerfristig angelegten Förderprogramme.

MEMO

Gemeinsam mit  dem Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld erforschen wir in einer repräsentativen Umfrage die Erinnerungskultur in Deutschland. „MEMO Deutschland“, unser multidimensionaler Erinnerungsmonitor, erfasst wie in Deutschland lebende Personen sich an die die Zeit des NS-Regimes und des Holocausts erinnern.
Die Ergebnisse des ersten Durchgangs wurden am 13.02.2018 bei einer Pressekonferenz vorgestellt. Insbesondere das Ergebnis, dass sowohl mehr Opfer als auch Helfer*innen im eignen familiären Umfeld zu finden wären als Täter*innen, sorgt für anhaltenden Diskussionsbedarf. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.
Aktuell befinden wir uns in der Vorbereitung des zweiten Durchgangs, die Ergebnisse werden im ersten Quartal 2019 erwartet.  

EVZ Lab for Civil Society

Anfang 2018 starteten wir das  EVZ Lab in Zusammenarbeit mit dem Impact Hub Prag. In unserem ersten EVZ Accelerator werden, innerhalb eines vier monatigen Programms, durch intensive Begleitung und Unterstützung, grobe Ideen zu einem professionell aufgestellten Projekt ausgearbeitet.
Ziel des Projekts ist es, innovative Projektideen an der Schnittstelle von digitalen Lösungen und den Themenbereichen der Stiftung zu professionalisieren. Wir erreichen damit eine neue gesellschaftlich engagierte Zielgruppe, die mit innovativen Methoden den Stiftungszweck umsetzt.
Das Accelerator-Programm beinhaltet Coaching, Mentoring und Fortbildungen in den Bereichen Zielerreichung, Projektmanagement und Finanzierung. Neben einem spezifischen Vorhaben wird so auch ein Netzwerk von engagierten jungen Menschen aufgebaut und gestärkt.
Mehr Informationen sind hier zu finden.

Trialog-Reihe: „Wer trägt die Verantwortung für die Zukunft der Demokratie?“

Ein zunehmendes Legitimitätsdefizit staatlicher politischer Handlungen und Entscheidungen lässt sich derzeit vielerorts beobachten: Bürger*innen sehen ihre Erwartung an die Politik, gemeinwohlorientierte Lösungen zu gesellschaftlichen Herausforderungen zu realisieren, zunehmend enttäuscht. Wir sehen eine Chance für die Rückgewinnung des Vertrauens der Bürger*innen in Politik und Wirtschaft, wenn es gelingt, Verfahren zu entwickeln, die die innergesellschaftliche Verständigung auf gemeinwohlorientiertes Handeln fördern. Die Herausforderung besteht darin, die Willensbildung im vorstaatlichen Raum so zu organisieren, dass gesellschaftliche Grundkonsense über gerechte Lösungen zustande kommen. Genau an dieser Schnittstelle setzen unsere Trialoge an. Mit der Humboldt-Viadrina Governance Platform haben wir einen erfahrenen Partner gefunden, um multiperspektivische Dialoge zwischen den tragenden Säulen einer offenen Gesellschaft zu führen. Unter dem Oberthema  „Wer trägt die Verantwortung für die Zukunft der Demokratie?“ diskutieren bis zu 60 Vertreter*innen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft an zwei Terminen über Voraussetzungen, Teilhabe und Bedingungen für plurale und resiliente demokratische Gesellschaften.

Kontakt

Friederike Niemann
Projektkoordination
niemann(at)stiftung-evz.de
Tel.: +49 (0)30 25 92 97-62
Fax: +49 (0)30 25 92 97-11