PREISTRÄGER DES FOTOWETTBEWERBS 2012

EIN TRAUM VON EUROPA OHNE VORURTEILE: Ema schläft unter dem Bild von Damian Le Bas, „Roma Europe“ (2007).
VOR DEM LEICHENSCHMAUS: Florins Vater ist kürzlich in Rumänien gestorben. Für den Pumana (der Leichenschmaus) hat seine in Spanien eingewanderte Familie ein Lamm geopfert.
Marin Botea (geb. 1929), ein Holocaust-Überlebender, und seine Ehefrau Stela vor ihrem Haus im ländlichen Rumänien. Weil sie nomadische Roma waren, deportierten rumänische Behörden die Familie Botea 1942 in Konzentrationslager in der damals von Rumänien besetzten Ukraine. Dort sahen sie sich Hunger, Krankheiten, Kälte und Brutalität gegenüber, die tausende vom Roma töteten.
Bria Stanescu (geb. 1924) ist eine Überlebende des Holocaust in Rumänien. Aus einer Kupferschmied-Familie stammend, wurde Bria 1942 von rumänischen Behörden in Konzentrationslager in der damals von Rumänien besetzten Ukraine deportiert. Dort starb sie beinahe an Typhus. Heute lebt sie umgeben von ihrer großen Familie und pflegt die Traditionen ihrer Eltern, wie die Wahrsagerei.
WAS JETZT?: Donis 27-jähriger Bruder Robert und dessen 5-jähriger Sohn wurden bei einem Brandanschlag ermordet. Doni sitzt vor dem renovierten Haus seiner Familie: im Hintergrund seine Mutter.
NIKOLAY IN SEINEM ZIMMER: Nikolay möchte später Jura studieren. Noch wohnt er im Haus seines Vaters, einem reichen Rom, der in einem Vorort von Moskau einen riesigen Palast für sich und seine fünfköpfige Familie bauen ließ.
Marin Boteas Enkel berührt ein Portrait der Eltern seines Großvaters. Die Blechschmiede wurden von rumänischen Behörden in Konzentrationslager in der damals von Rumänien besetzten Ukraine deportiert, weil sie nomadische Roma waren. Marin Botea, ein Überlebender des Holocaust, wird nicht müde seinen Kindern und Enkeln vom Genozid, den er überlebt hat und von den Qualen, die die Roma in den Lagern ertragen mussten, zu erzählen.
FREIHEIT UND GLEICHHEIT - ALLES NUR EIN TRAUM?: Ein junger Rom aus Mazedonien besucht die KZ-Gedenkstätte Auschwitz und erfährt, wie viel Leid und Unrecht damals in diesem und anderen Lagern verübt wurde, darunter auch an seinem eigenen Volk. Das ist weit mehr als ein historisches Ereignis, denn wie viel Ausgrenzung und Diskriminierung findet doch auch heute noch gegen Sinti und Roma statt.
COUSINEN UND COUSINS: Das Gruppenbild zeigt die Cousinen und Cousins: Samantha, Marta, Nuri und darunter Schaban und Davit (mein Patenkind). Bis auf Davit und Samanta wurde die Familie abgeschoben und lebt jetzt in prekären Zuständen ohne Hoffnung oder Perspektive. Sie benötigt dringend Unterstützung und deshalb haben wir gemeinsam überlegt, das Preisgeld dorthin zu schicken.
DISKRIMINIERUNG UND EHRUNG: Auschwitz-Überlebender W. Winter mit KZ-Nummer und Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, das ihm 2008 verliehen wurde.