PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 29.01.2019

Stiftung EVZ übernimmt Teil des Bundesprogramms „Jugend erinnert“

Förderung internationaler Projekte der Erinnerungskultur für junge Menschen

Auf Initiative der Bundesregierung startet heute das Programm „Jugend erinnert“. Teil des Programms sind historisch-politische Bildungsprojekte und internationale Jugendbegegnungen, die von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) umgesetzt werden. Ziel ist es, der jungen, zunehmend multikulturell geprägten Generation aktiven Zugang zur NS-Geschichte zu ermöglichen, um ein kritisches historisches Bewusstsein zu entwickeln.


Die Stiftung EVZ dankt Außenminister Heiko Maas für diese wichtige Initiative und freut sich, einen zentralen Teil des Programms ‚Jugend erinnert‘ durchführen zu können. Unser Ziel ist es, mit internationalen Jugendbegegnungen das Geschichtsbewusstsein von jungen Menschen zu stärken und damit allen Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, insbesondere Antisemitismus und Antiziganismus, engagiert entgegenzuwirken. Die zentrale Botschaft lautet: Hass gegen Minderheiten darf in Deutschland nie wieder von einer schweigenden Mehrheit hingenommen werden“, so Dr. Harald Braun, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung EVZ.

 

Digitale Formate des Lernens und Lehrerfortbildungen

In bi- und multilateralen Begegnungen erarbeiten junge Menschen aus Israel, Deutschland und Osteuropa gemeinsam Zugänge zur Geschichte. Erprobt werden auch neue digitale Formate der Vermittlung und Kommunikation zum Beispiel von Zeugnissen der Überlebenden an historischen Orten wie Gedenkstätten. Die Aus- und Fortbildung junger Lehrkräfte und Multiplikator*innen für historisches Lernen soll den internationalen Austausch etablieren und stärken.

Für das Programm stehen der Stiftung EVZ insgesamt 2,55 Mio. Euro für den Zeitraum 2019 bis 2021 zur Verfügung. Weitere Informationen werden in der ersten Jahreshälfte 2019 unter www.stiftung-evz.de veröffentlicht.

Über die Stiftung EVZ

Die Stiftung EVZ wurde im Jahr 2000 gegründet, um Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter während der Zeit des Nationalsozialismus zu entschädigen. Seit 2001 leistet die Stiftung EVZ zudem humanitäre Hilfe für Überlebende, fördert die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und stärkt zivilgesellschaftliches Engagement in Mittel- und Osteuropa.