Das Projekt „Informiert, couragiert, engagiert! Eine gemeinsame Initiative gegen Antisemitismus“ hat das diesjährige PHINEO-Wirkt-Siegel erhalten. Dies ist eine besondere Auszeichnung für die messbare Wirksamkeit des Projekts sowie für den gesellschaftlichen Einsatz um Demokratie, Vielfalt und faktenbasierte Aufklärung.
In dem Wirkungsfeld Antisemitismusprävention wird damit der Herausforderung begegnet, dass sich die Zahlen antisemitischer Straftaten auf einem Rekordhoch (RIAS) befinden während die Forderung, einen „Schlussstrich unter die NS-Zeit“ zu ziehen, laut dem aktuellen Erinnerungsmonitor stetig lauter wird.
Die unentgeltlich verfügbare Toolbox „Informiert, couragiert, engagiert! Eine gemeinsame Initiative gegen Antisemitismus“ setzt deshalb mit ihren Bildungsbausteinen sowohl digital als auch analog dort an, wo sich tagtäglich tausende Menschen mit unterschiedlichsten Backgrounds begegnen: am Arbeitsplatz. Die Stiftung EVZ, die vom deutschen Staat und von 6.500 Unternehmen gegründet wurde, bietet damit der Wirtschaft eine Möglichkeit, auch heute einen Beitrag zur Demokratie zu leisten.
PHINEO würdigt mit dem Wirkt-Siegel Projekte, die durch innovative Ansätze, messbare Wirkung und hohe Qualität überzeugen. Für 2025 analysierte PHINEO Projekte, die sich gezielt gegen Diskriminierung und/oder Desinformation engagieren.
„Das Wirkt-Siegel zu erhalten ist ein wegweisender Meilenstein und ein gesamtgesellschaftliches Signal! Es ist von hochaktueller Bedeutung, gemeinsam Initiative gegen Antisemitismus zu ergreifen. Unsere gezielten Bildungsmaßnahmen wirken nicht nur gegen Diskriminierung, sondern schulen Mitarbeiter:innen im Umgang mit Desinformation und Verschwörungserzählungen. So fördern wir ein demokratisches Miteinander im Betrieb und darüber hinaus.“, so Dr. Andrea Despot, Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ.
Wirkungsgeprüft und ausgezeichnet wurde das Blended Learning des Angebots. Seit November sind weitere Bildungsformate wie LunchTalks, E-Learnings und ein Leitfaden verfügbar. Alle diese Angebote adressieren die Arbeitswelt, insbesondere Unternehmen, Verwaltungen, Organisationen & Kultureinrichtungen.
Maria Wilke, Leitung EVZ Academy der Stiftung EVZ zum Angebot: „In den rund 40 Unternehmen und weiteren Einrichtungen, die unser Angebot bereits wahrgenommen haben, konnten wir etwa 855 Mitarbeitende erfolgreich weiterqualifizieren. Die Teilnehmenden fühlen sich in ihren Kompetenzen gestärkt und sind deutlich sensibler auch für codierte Formen von Antisemitismus. Wir freuen uns, dass diese Wirksamkeit nun durch das PHINEO – Siegel unabhängig nachgewiesen wurde.“
„Informiert, couragiert, engagiert!“ ist ein Projekt der Bildungsagenda NS-Unrecht, gefördert durch das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und umgesetzt durch die Stiftung EVZ.
Über die Stiftung EVZ
Auftrag der Stiftung EVZ ist es, die Erinnerung an das Unrecht der nationalsozialistischen Verfolgung lebendig zu halten, die daraus erwachsende Verantwortung im Hier und Heute anzunehmen und die Zukunft aktiv zu gestalten. Zentrales Motiv der Stiftungsgründung im Jahr 2000 war die Auszahlung humanitärer Ausgleichsleistungen an ehemalige Zwangsarbeiter:innen des NS-Regimes - ein Meilenstein der deutschen Aufarbeitung. Heute fördert die Stiftung über ihre Handlungsfelder Bilden und Handeln Projekte und Aktivitäten, die den Überlebenden nationalsozialistischer Verfolgung, der Völkerverständigung und der Stärkung von Menschenrechten dienen.
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