Das Projekt untersucht die Bahn als System des NS: lokal an der Strecke Weiden–KZ Flossenbürg und übergreifend durch die Analyse von über 100.000 Gefangenentransporten im Storytelling-Format.
Das crossmediale Projekt „Letzter Halt: Flossenbürg“ widmet sich der Geschichte der heute teilweise nicht mehr existierenden Eisenbahnstrecke von Weiden nach Flossenbürg in der Oberpfalz. Seit 1938 wurde sie für den Transport von Zehntausenden KZ-Häftlingen sowie für den Abtransport der Erzeugnisse ihrer Zwangsarbeit genutzt. Die Strecke Weiden–Flossenbürg entwickelte sich zu einer der wichtigsten Verbindungen zwischen dem KZ-Flossenbürg und anderen Lagern.
dekoder ist ein deutsches Online-Magazin zu Osteuropa mit den Schwerpunkten Russland und Belarus. Das Kernprofil: dekoder bringt unabhängige russische, belarussische und ukrainische Stimmen aus freien Medien mit wissenschaftlich fundierten Hintergrundtexten auf einer Plattform zusammen. Zudem realisiert dekoder in Kooperation mit Universitäten, Forschungsinstituten und Gedenkstätten Medienprojekte an der Schnittstelle von Wissenschaft und Journalismus.
dekoder wurde zweimal mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet, zuletzt 2021 für seine wissenschaftsbasierten Specials. 2024 war dekoder mit dem Projekt „Der Krieg und seine Opfer“ zur Geschichte der zivilen Opfer im deutsch-sowjetischen Krieg für den Preis nominiert. Außerdem erhielt dekoder 2021 den Karl-Wilhelm-Fricke-Preis für herausragendes Engagement für Freiheit, Demokratie und Zivilcourage.
Eine besondere Stärke von dekoder liegt – neben dem breiten wissenschaftlichen Netzwerk – in der Experimentierfreude und Expertise im scrollbasierten Storytelling sowie in niedrigschwelligen Formaten zur Vermittlung komplexer historischer Inhalte.
