Rödermarkfreunde e.V. zur Förderung von Kunst und Kultur

1938 beginnt für die 12-jährige Rosel Hecht am Bahnhof der Weg ins jüdische Kinderheim. Zum 100. Geburtstag wird ihr Weg 2026 mit Schautafeln und Social Media dokumentiert.
Rödermarkfreunde e.V. zur Förderung von Kunst und Kultur
Projektträger

Rosel's Weg

„Rosels Weg“ erzählt die Geschichte der Entrechtung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung anhand des Lebens der Ober-Röderin Rosel Hecht. Mit 11 kam sie nach Frankfurt ins Kinderheim, 1941 wurde sie nach Minsk deportiert und vermutlich in Maly Trostinec ermordet. Das Projekt macht Geschichte emotional erfahrbar und verweist auch auf heutige Fluchtgeschichten. Eisenbahnfahrten markieren Wendepunkte: die „kleine Reise“ 1936 nach Frankfurt, die „große Reise“ 1941 nach Minsk; ihr Bruder Jakob entkam per Kindertransport. Neue Recherchen sollen Lücken schließen, besonders zu Rosels Frankfurter Jahren. Entlang der 750 Meter vom Elternhaus bis zum Bahnhof vermitteln Tafeln Orte ihres Alltags und ihres Ausschlusses. Aus fiktiven Tagebucheinträgen entstehen Instagram-Reels und ein Podcast für Unterricht und Öffentlichkeit. Zum 100. Geburtstag 2025 gibt es eine Gedenkfeier; 2026 folgt eine Open-Air-Performance auf dem Weg, den die damals 11jährige Rosel an der Hand ihrer Mutter von ihrem Elternhaus zum Bahnhof gegangen ist.

Wer sind wir?

Der Verein „Rödermarkfreunde – Verein zur Förderung von Kunst und Kultur“ wurde 2023 gegründet, ins Vereinsregister eingetragen und vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. Er verbindet moderne Brauchtumspflege mit Hochkultur: Kurzfilmabende 2023 und 2024 sowie eine Videokunstinstallation zur Ausstellung „75 Jahre Grundgesetz“ stehen selbstverständlich neben einem Cocktailstand auf der Kerb. Damit erreicht der Verein ein breites, besonders junges Publikum.

Für „Rosels Weg“ kooperieren die Rödermarkfreunde mit der Initiative Stolpersteine Rödermark, die umfangreiche historische Bildungsarbeit leistet. Neben der Verlegung von 22 Stolpersteinen an fünf Orten mit Begleitprogrammen entstand das Theaterprojekt „Jugendliche in Ghetto und KZ“ mit Schülern aus vier Schulen.

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